Ich denke, ich muss gar nicht mehr erwähnen, dass es lange her ist, seit ich mich das letzte mal hier gemeldet habe. Diesmal habe ich aber so einiges zu erzählen. So viel sogar, dass ich mich dazu entschieden habe, es in mehrere (trotzdem noch viel zu lange ) Beiträge aufzuteilen, die alle in nächster Zeit online kommen (oder auch nicht, ihr kennt mich ja mittlerweile 😂).
Wie ihr es in der Überschrift gelesen habt, bin ich seit vier Tagen an Bord von AIDAaura. Für mich eine komplette Umstellung, da ich bisher nur auf Sphinx-Klasse Schiffen gefahren bin und auf einmal bin ich auf dem kleinsten Schiff der Flotte. Der Crew Bereich ist etwas komplizierter – oder vielleicht auch nicht, auf jeden Fall ist er anders und daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Auch an Kleinigkeiten, wie dass es hier kein Theatrium gibt sondern ein Theater und dass sich das meiste auf Deck 8 bis 10 abspielt, muss ich mich noch einstellen. Die größte Umstellung hat allerdings nichts mit dem Schiff zu tun, sondern mit meinem Job. Denn seit einigen Monaten fahre ich nicht mehr als Gastgeber, sondern als „RedBo“, also Redakteur Bordkommunikation. Wie es dazu kam, was meine neuen Aufgaben und die größten Herausforderungen sind und warum derselbe Job jetzt auf dem kleinen Schiff nochmal ein ganz anderer ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Viel Spaß beim Lesen 😉.
Neuer Job von heute auf morgen
Schon seit einer etwas längeren Zeit hatte ich darüber nachgedacht, mir mal andere Bereiche an Bord anzusehen. Anfangs war der Job als Gastgeber das Beste was mir passieren konnte, weil mein Selbstbewusstsein dadurch vergrößert wurde und ich offener geworden und mehr aus mir herausgekommen bin. Doch nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich mit dem Job nicht mehr so zufrieden war. Das Moderieren hat mir immer noch total Spaß gemacht und ist jetzt sogar etwas, was ich sehr vermisse. Alles drum herum allerdings nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch keine abgeschlossene Ausbildung habe und mir deshalb selbst den Druck gemacht habe, aber es hat mich immer mehr gestresst, dass ich abends im Bett liege und kein Produkt von meinem Tag habe. Ich konnte keine Verbesserungen an mir mehr erkennen, hatte nichts, was ich vorzeigen kann und habe mich geärgert, wenn meine Freunde zuhause Bilder von ihrem Bachelor gepostet haben und ich gerade Bingo spielen oder Shuffleboard Stäbe desinfizieren war. Ich wollte einfach etwas neues lernen und mir selbst beweisen, dass ich in etwas richtig gut werden kann. Also habe ich mir schon längere Zeit überlegt, dass ich gerne in den Beruf des Redakteurs reinschnuppern würde. Ich fand es total cool, die bordeigene Zeitung zu sehen und den Gedanken, dass es eine einzige Person gibt, die diese Tag für Tag schreibt, gestaltet und druckt. Natürlich wusste ich nicht annähernd, wie das alles funktioniert und was der Job noch alles umfasst. Aber ich wollte es unbedingt wissen. Und das habe ich auch einigen Leuten erzählt. Und, ohne jetzt zu weit ins Detail zu gehen, irgendwann reihten sich unendlich viele Zufälle aneinander und ein kleines Wunder geschah, indem es hieß: „Saskia, ab morgen kannst du mal im Print Office vorbei schauen und ein bisschen über die Schultern gucken“. Die derzeitige Redakteurin sollte dafür in den Bereich der Gastgeber reinschnuppern, allerdings im Kids Club. Plötzlich saß ich also hinter ihr am Schreibtisch, ließ mir den Job erklären und durfte sogar am ersten Tag schon alles selbst ausprobieren und mitmachen. So sollte es erstmal ein paar Tage lang gehen, damit wir beide unsere Traumjobs an Bord genauer kennenlernen dürfen und vielleicht irgendwann einmal dorthin wechseln können. Ich hätte aber niemals damit gerechnet, dass es am Ende so unglaublich schnell gehen würde. Einen Tag später wurde die Redakteurin krank und ich habe ihren Job für den Tag übernommen. Natürlich nicht alles, die Managerin für Bordkommunikation war schließlich noch da und hat tatkräftig unterstützt und mir sehr viel gezeigt und beigebracht. Nun ja, so kam es, dass ich von da an den Schreibtisch nie mehr verlassen habe und noch mitten in meinem Einsatz den Job mit der Redakteurin getauscht habe. Sie ist jetzt glücklich im Kids Club und ich bin glücklich am PC und besser hätte ich es mir niemals erträumen können.
Fasching ‘22 – mein letzter Abend als Gastgeberin
Was beinhaltet der Job als „RedBo“ alles?
Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: „ich kümmere mich um alles, was ausgedruckt wird“. Doch das beinhaltet tatsächlich mehr, als ich vorher dachte. Was jeder, der schonmal an Bord eines AIDA Schiffes war kennt, ist die AIDA Heute. Eine Zeitung, die täglich an jeder Gästekabine hängt die über den aktuellen Hafen, das Wetter, das Programm an Bord, Angebote, Aktionen und weiteres informiert. Auf AIDA selection Reisen gibt es zusätzlich noch eine doppelseitige Hafeninformation mit Sehenswürdigkeiten, einer Karte, Informationen über die Währung, Notfallnummern, Geschichte des Hafens und weiterem. Doch diese zwei Dinge sind nicht das einzige, was an Bord gedruckt wird. Es geht von Kleinigkeiten wie Wegweiser, Schilder und Werbeplakate über die Restaurant- und Barkarten, Aufzugwerbung, Öffnungszeiten für alle Bereiche, Quizzettel, Kabinenbriefe, Wasser-Bestelllisten und noch vieles weiteres. Zudem läuft man gelegentlich alle öffentlichen Orte an Bord ab und schaut, ob alles gedruckte im offiziellen Format ist, also dass sich niemand einfach selbst ein Schild gebastelt hat oder ein veraltetes Layout nutzt, ob alles ordentlich aussieht und noch irgendwo etwas fehlt. Als Redakteur war ich aber auch wie vorhin schon erwähnt nicht für alles allein zuständig, sondern hatte neben mir im Büro noch einen Manager sitzen. Dieser war einfach formuliert für alles digitale zuständig und natürlich dafür, dass ich meinen Job richtig mache 😋. Der Manager kümmert sich unter anderem um das Bordportal, das Programm auf den Fernsehern und Displays im öffentlichen Bereich, Filme und mehr.
“RedBo-Fail” Nr. 1: wenn die Faltmaschine mal kaputt ist muss man eben nachts 1000 Flyer von Hand falten“RedBo-Fail Nr. 2: und wenn man beim drucken nicht auf die Reihenfolge achtet darf man mehrere tausend Zettel neu sortieren
Ich hatte auf AIDAmar das große Glück, dass ich meine Managerin schon aus vorherigen Einsätzen kannte und mich super mit ihr verstanden habe. Wir haben jeden Tag zu zweit in einem kleinen Büro „aufeinander gesessen“ und uns super gut verstanden, viel gelacht und geredet und hatten eine tolle Zeit zusammen. Auch mittags mal ne Tasse Kaffee, ein gemeinsamer Landgang, ein schickes Abendessen im Steakhouse und im Gourmet-Restaurant oder einfach ein Getränk nach dem Feierabend waren natürlich dabei.
Wir waren am Ende sowohl beruflich als auch privat einfach ein super eingespieltes Team und ich gebe zu, dass meine Messlatte für zukünftige Teams jetzt sehr hoch hängt 😋. Alles in allem hatte ich also den perfekten Start in diesen neuen Job und habe meine Energie und vor allem den Spaß am arbeiten an Bord wieder gewonnen – und vielleicht mehr als je zuvor.
schlimme Situationen mit Humor nehmen können wir jetzt
Neuer Einsatz – wieder ein neuer Job?
Wie ihr am Anfang schon erfahren habt, bin ich nun seit einigen Tagen an Bord von AIDAaura. Die meisten von euch wissen bestimmt, dass dies jetzt das kleinste Schiff unserer Flotte ist. Und kleines Schiff heißt dementsprechend auch weniger Crew. In meinem Fall fällt hier also der Manager weg. Das bedeutet, ich bin hier an Bord für alles gedruckte und zusätzlich alles digitale zuständig und habe keinen Vorgesetzten in dem Sinne, der überprüft ob ich alles richtig mache und die Verantwortung für mich übernimmt. Es ist ein total komisches Gefühl. Die meiste Zeit weiß niemand wo ich bin und was ich mache und es interessiert irgendwie auch keinen solange ich alle Deadlines einhalte😂. So kommt es mir zumindest vor. Gerade stecke ich also mitten in der Übergabe und bekomme alle neuen Dinge erklärt. In den nächsten Tagen muss ich erstmal das Schiff, die Leute und den Job kennenlernen und es warten noch viele Veränderungen und Herausforderungen auf mich. Ich freue mich aber sehr darauf und werde euch irgendwann von allem berichten.
Ich habe mir schon länger vorgenommen, auch mal eine etwas andere Art von Beiträgen zu schreiben. Ich konnte mich allerdings nie wirklich dazu aufraffen, da ich erstens nicht wusste, worüber ich genau schreiben soll und mir zweitens nicht sicher war, ob es überhaupt irgendwen interessiert 😅.
In letzter Zeit haben mich allerdings immer mehr von euch auf Instagram angeschrieben, die kürzlich auf meinen Blog gestoßen sind und Fragen haben, da sie bald das erste mal aufsteigen. Am beliebtesten sind Fragen zu den unterschiedlichen Positionen an Bord, zum Bewerbungsprozess und dazu, wie man sich auf den ersten Einsatz richtig vorbereitet. Dem letzten Thema möchte ich mich jetzt mal ein wenig annehmen, mit der folgenden, wahrscheinlich meist gestellten Frage: was muss man für einen Einsatz an Bord alles einpacken?
((Kleine Warnung zu Anfang: ich bin sehr schlecht im Packen und habe meist klischeehaft viel zu viel dabei 😂))
Da ich gerade für meinen nächsten Einsatz packe, ist das Timing für diesen Beitrag perfekt. Diesen Donnerstag geht es für mich wieder los in Richtung Kanaren: 3 Monate AIDAmar. Vielleicht erinnern sich ein paar von euch daran, dass mein erster Einsatz auch auf diesem Schiff im selben Fahrtgebiet war, von daher weiß ich schon ein bisschen, was auf mich zukommt.
Bevor ich aber dazu komme, was ich generell alles einpacke, versuche ich , auf eure beliebtesten Fragen ein bisschen näher einzugehen.
Wie viel darf man mitnehmen?
Gibt es eine Kilogramm-Grenze oder eine Regel, dass man nur einen Koffer dabei haben darf?
Die einfache Antwort lautet: nein. Wenn man außerhalb von Deutschland aufsteigt, bucht AIDA euren Flug. Mitgebucht werden dann immer 2 Koffer. Das Gewicht unterscheidet sich je nach Airline, wobei 2 Koffer â 23 Kilo wohl die Norm sind. Ich hatte auf meinen letzten Flügen deutlich weniger Gewicht, was nicht ausgereicht hat, von daher habe ich mir immer selbst noch etwas Gepäck dazu gebucht. Das ist natürlich jederzeit erlaubt.
An Bord der Sphinx Klasse Schiffe (bei den anderen weiß ich es nicht zu 100%) werden die Koffer unter den Betten verstaut. Manche Crewmitglieder behaupten, da würden nur 2 Koffer drunter passen. Ich hatte bis jetzt immer 2 große Hartschalenkoffer dabei, genau wie meine Cabinmates und es hat immer alles mit Luft drunter gepasst. Also braucht ihr euch meiner Meinung nach keine Gedanken machen, ob die Koffer auch in die Kabine passen. Ich habe auch schon erlebt, dass jemand 3 Koffer dabei hatte. Wie das gepasst hat weiß ich allerdings nicht. Mehr als 2 Koffer würde ich euch definitiv nicht empfehlen. Erstens, weil es alles auch irgendwie an und von Bord kommen muss und zweitens, weil man euch dann auch ein bisschen blöd anschaut an Bord😂. Eigentlich kann es den Leuten ja egal sein, wie viel man dabei hat. Da aber die meisten Leute gefühlt jeden zweiten Abend das selbe tragen ist es auch wirklich nicht notwendig, jeden Tag eine neue Fashionshow an Bord abzuziehen. Was mich auch schon zum nächsten Thema bringt:
Was trägt man so in seiner Freizeit an Bord?
Selbstverständlich kommt es bei jedem auf den individuellen Style an. Was ich jedoch bei der Mehrheit der Leute beobachtet habe, ist ein bequemer Style am Abend und in der Pause. Das macht auch Sinn wenn man darüber nachdenkt: wir tragen den ganzen Tag lang die (in manchen Fahrtgebieten viel zu enge und heisse) Uniform, da will man abends einfach eine lockere Hose und einen bequemen Pulli anhaben. Ich mache mich persönlich sehr gerne schick, habe aber nur 2 mal versucht, abends mit Kleid und Absätzen in die Crew bar zu gehen und es dann auch wieder aufgegeben, weil ich einfach viel zu overdressed war.
Mittlerweile ist mein meistgetragenes Kleidungsstück die lockere Stoffhose, die ich in 4 verschiedenen Farben dabei habe.
Was auch eher weniger getragen wird an Bord sind Spaghettiträger Tops, knappe Hosen und Bauchfrei. Klar, gibt es immer einige, die sich trauen, die meisten tun es aber nicht. Es gibt einfach sehr viele verschiedene Kulturen an Bord und man sollte immer daran denken, dass manche Leute nicht so offen sind wie man selbst. Des Weiteren lebt man an Bord am selben Ort, an dem man auch arbeitet. Und mit den selben Menschen. Das ist jetzt zwar nur meine persönliche Ansicht, aber an Land würde ich auch nicht komplett freizügig in die Stammbar meines Chefs gehen 😂. Doch, wie gesagt, es handelt sich in diesem Beitrag komplett um meine eigene Meinung und Erfahrung und jeder sollte sich dort sein eigenes Bild machen und sich selbst wohlfühlen.
Wie streng ist das denn mit der Uniform?
Bei der Arbeit an Bord trägt than Uniform, das ist klar. Viele von euch wundern sich jedoch, wie eng das gesehen wird; ob man nicht doch seine eigene Hose oder Bluse tragen kann und ob man wirklich, so wie es im Dresscode steht, ganz weiße und ganz schwarze Schuhe braucht. Auch hier kann ich keine komplett einheitliche und korrekte Antwort geben. Es kommt erstens auf die Position an Bord an und zweitens auch auf die Crew. Als Gastgeber trägt man zum Beispiel des Öfteren mal Mottokleidung und auf manchen Schiffen sogar private Abenduniform (dunkelblaue Hose und weißes Oberteil). Ich habe bis jetzt aber immer abends die offizielle Uniform tragen müssen und tagsüber sowieso. Das einzige, was man für seine Uniform selbst mitbringen muss, sind die Schuhe. Hierfür bekommt ihr vor eurem ersten Einsatz die Info, dass ihr komplett weiße Schuhe ohne Logo und komplett schwarze Schuhe ohne Logo braucht. Da würde ich mich auch dran halten. Ich trage (so wie viele andere an Bord auch) grundsätzlich Schuhe der Marke Sketchers mit meiner Uniform, da diese sehr bequem sind und kein sichtbares Logo oder andersfarbige Akzente haben. Natürlich gibt es auch einige, die Schuhe mit Logo tragen oder das nicht ganz so eng sehen mit den Farben. Trotzdem kommt es besser an, wenn ihr euch einfach an den Dresscode haltet.
Wie sieht es mit privater Uniform und Mottokleidung aus?
Solltet ihr doch private Abenduniform einpacken, achtet darauf, dass
⁃ die Hose lang genug ist (überm Knöchel ist nicht so gern gesehen)
⁃ die Hose einfarbig, dunkelblau und ohne Risse ist
⁃ das Oberteil angemessen ist (nicht bauchfrei, nicht zu viel Dekolleté, nicht schulterfrei, keine Logos, Muster, Aufschrift, Pailletten,…)
Auch Mottokleidung müsst ihr nicht unbedingt selbst einpacken. Es gibt einen sogenannten Fundus an Bord, wo Kostüme für alle Anlässe gelagert sind. Dort findet ihr wirklich alles, von Dirndl und Lederhosen über neon Kleidung, Neptun, den Weihnachtsmann, Osterhasen, Faschingskostüme, und und und. Wenn ihr aber so wie ich trotzdem lieber eure private Kleidung dabei habt, ist das natürlich auch in Ordnung. Macht euch einfach Gedanken, was es auf eurem Schiff so für Partys gibt und für welche davon ihr privat etwas dabei haben möchtet. Ich nehme zum Beispiel ein Dirndl fürs Alpenglühn, ein weißes Kleid für die White Party, Schwarzweiß für die Black and White Party und je nach Jahreszeit Gala Kleidung für die Weihnachtsgala und Silvester mit. Auf manchen Schiffen gibt es dann zum Beispiel noch Neon Partys, Beach Partys, Silent Partys, die Haifischbar und noch vieles mehr. Es ist also komplett euch überlassen, ob ihr private Mottokleidung mitnehmt, oder euch auf den Fundus verlasst. ☺️
Kommen wir nun also zu dem Punkt, zu dem die meisten wahrscheinlich eh runtergescrollt haben 😅:
Meine Packliste
Ich bin sehr froh, dass ich mich dazu entschieden habe, diesen Post zu machen. So bin ich endlich mal dazu gekommen, mir eine Packliste anzufertigen, die ich ab jetzt grob für alle Einsätze an Bord benutzen kann. Und ich hoffe, sie hilft euch auch! Ich habe einige freie Zeilen gelassen, in die ihr euch selbst noch etwas eintragen könnt, sowie Lücken für Mengenangaben, da natürlich jeder ein bisschen anders packt. ☺️
Die Liste folgt hier einmal schriftlich, da ich auf manchen Punkte gerne noch etwas eigehen möchte. Wenn euch das aber nicht interessiert, scrollt einfach runter zum fertigen Template.
Allgemein
◦ Reisepass
◦ AIDA Mappe (Inkl. Dokumente)
◦ Handy
◦ Portemonnaie (mit EC/Kreditkarte)
Kosmetik und Toilettenartikel
◦ Zahnbürste
◦ Zahnpasta
◦ Bürste
◦ Föhn
◦ Glätteisen
Achtet bei Glätteisen, Föhn etc. darauf, dass diese ein CE-Sicherheitssiegel haben, damit ihr es mit an Bord nehmen dürft.
◦ Hitzeschutz Spray
◦ Trockenshampoo
◦ Shampoo
◦ Conditioner
Ganz wichtig für empfindliche Köpfe: kauft euch unbedingt Conditioner und keine Spülung. Das wurde mir von einer Friseurin an Bord empfohlen, da man mit dem Chlor Wasser an Bord besondere Pflege braucht und sonst fettige Haare bekommt
◦ Duschgel
◦ Rasierer
◦ Handseife
Es gibt Handseife an Bord, allerdings finde ich den Geruch ganz schrecklich. Von daher nehme ich immer meine eigene Seife mit. Shampoo und Duschgel hängt übrigens nur in den Gästekabinen an der Wand. Als Crew müsst ihr das selbst mitbringen☺️.
◦ Hand Creme
◦ Masken
◦ Salbe
◦ Creme
Diese 4 Punkte sind meiner Meinung nach besonders wichtig. Ich erwähne in diesem Beitrag ein paar mal das chlorige Wasser. Manchen Menschen macht das nichts aus, andere machen sich total die Haut kaputt. Deswegen ist es wichtig, wenn ihr das erste mal an Bord seid, euch auf so etwas vorzubereiten und die richtigen Pflegeprodukte mitzunehmen. Wenn ihr es am Ende nicht braucht ist das natürlich super und ihr lasst es beim nächsten mal einfach weg😊.
◦ Deo
◦ Parfüm
◦ Makeup
◦ Abschminktücher/Reinigungswasser
◦ Nagellack
◦ Nagellackentferner
◦ Pinzette, Nagelschere, Nagelfeile
◦ Sonnencreme
◦ Hygieneartikel
◦ Haar Handtuch
◦ Chlor Filter
Auch die letzten beiden Punkte fallen in die Kategorie Chlorgehalt im Wasser. Ich nehme immer mein eigenes Handtuch für die Haare mit, da die an Bord gewaschenen Handtücher meine Haare total austrocknen lassen. Einen Chlorfilter zum einschrauben in die Dusche habe ich trotz allem immer zusätzlich dabei und obwohl das Wasser immer noch einen sehr hohen Chlorgehalt hat, merkt man einen riesigen Unterschied zwischen dem Duschwasser mit und dem Waschbecken Wasser ohne Filter.
Kleidung
Ich habe mal als Richtwert meine Mengenangaben dazu geschrieben. Das macht natürlich jeder anders, aber ich hätte es beim ersten Mal Packen auf alle Fälle gut gefunden, soetwas mal zu lesen😅.
◦ Unterwäsche
◦ BHS
◦ 10 paar Weiße Socken
◦ 10 paar Schwarze Socken
◦ 5 Strumpfhosen
◦ 2 Bikinis
◦ 1 Badeanzug
◦ 3 Schlafsachen
Zweimal kurz, einmal lang, je nachdem wie kalt es auf der Kabine wird. Da muss man sich natürlich mit dem/der Cabinmate einigen. Zudem ist es deutlich wärmer, wenn man im Hochbett oben schläft.
◦ 2 Sport Outfits
(Noch nie genutzt aber die Hoffnung stirbt zuletzt😂) achtet hier darauf, dass ihr keine zu knappen Tops oder zu kurzen Hosen tragt und vor allem nicht unbedingt Bauchfrei oder nur im Sport BH ins GYM geht.
◦ 7 Hosen
Klingt nach viel, beinhaltet aber verschiedene Arten: eine dunkelblaue Jeans, sowie eine dunkelblaue Stoffhose als private Abenduniform, eine schwarze und eine blaue Jeans, zwei weitere Stoffhosen und eine kurze Hose.
◦ 9 Tshirts
Davon 2 als Abenduniform.
◦ 5 Blusen
Davon 2 als Abenduniform.
◦ 2 Pullis
◦ 3 Langarm Shirts
◦ 1 Jogginghose
◦ 4 Kleider
◦ 6 Jacken
Dazu zählen eine Jeansjacke, eine weitere sommerliche Jacke, eine Strickjacke und 3 Blazer.
◦ 2 Schals
Einen dicken Schal und ein Tuch.
Schuhe
◦ Uniform weiß
◦ Uniform Schwarz
◦ Schicke Schwarze
◦ Hohe Schuhe
◦ Sneaker
◦ Sandalen
◦ Flip Flops
◦ Sportschuhe
Sonstiges
◦ Schmuck
◦ Sonnenbrille
◦ Kosmetikspiegel
Es gibt zwar einen Spiegel im Bad, aber irgendwann wird der Moment kommen, wo eure Cabinmate im Bad ist und ihr euch ganz schnell fertig machen müsst und dann werdet ihr den Kosmetikspiegel definitiv brauchen.
◦ Magnethaken
◦ Magnete
Magnete und Magnethaken sind für mich die wichtigste unwichtige Sache die man sich fürs Schiff einpacken kann! Heißt: wenn ihr es nicht dabei habt werdet ihr es wahrscheinlich auch nicht vermissen. Wenn ihr es aber einmal dabeihattet fallen euch 1000 Verwendungszwecke dafür ein! Ich habe mir für meinen ersten Einsatz 100 kleine Magnete gekauft, von denen ich jetzt noch etwas mehr als die Hälfte habe. Ein paar habe ich verloren und ein paar verschenkt, weil am Ende doch jeder mal einen gebrauchen konnte 😂. Der Grund dafür ist, dass alle Wände und Türen an Bord magnetisch sind. Wenn ihr also so wie ich gerne Fotos in eurer Kabine aufhängen möchtet, kommt ihr mit Tesafilm oder Heftzwecken nicht weit. Magnete sind perfekt. Den Duschvorhang hänge ich mir gerne mit Magneten an der Wand fest, da das Badezimmer sehr klein ist und ansonsten der komplette Vorhang beim duschen am Körper hängt. 😅
Sogar für einige Gastgeber Aktionen konnte ich meine Magnete schon gebrauchen. Beim Dart zum Beispiel hänge ich gerne einen Zettel mit dem Spielstand an die Wand und beim Kreativtreff im Konferenzraum die Bastelanleitungen. Also wie gesagt, Magnete sind für manche unnötig, für mich ein muss 🧲☺️.
◦ Fotos
◦ Kamera
◦ Laptop / Tablet
◦ Bluetooth Box
◦ Power Bank
◦ 3m Ladekabel
Im ersten Vertrag hatte ich noch kein langes Ladekabel und konnte mein handy so über Nacht nicht laden. Auf den größeren Schiffen (Prima, Perla, Nova, Cosma) hat man wohl ein USB Outlet am Bett. Auf den kleineren Schiffen hat jede Kabine drei Steckdosen am Schreibtisch und das war’s. Wenn ihr euch also gerne morgens einen Wecker am Handy stellt und über Nacht aufladen möchtet, kann ich euch ein 3m langes Ladekabel nur ans Herz legen
◦ Kopfhörer
◦ Müllbeutel
Müllbeutel gibt es zwar auf den meisten Schiffen, allerdings sind diese sehr dünn und reißen schnell. Also nicht das beste Material, vor allem fürs Badezimmer bei Frauen. Deswegen habe ich immer meine eigenen kleinen Müllbeutel dabei.
◦ Stifte und Marker
Kulis bekommt ihr überall an Bord. Für alles andere müsstet ihr euch entweder beim Chef oder beim Kids Club einschleimen, um euch mal einen Fineliner oder Textmarker auszuleihen. Deswegen hab ich auch das gern selbst dabei, ist aber wirklich kein Muss, vor allem wenn ihr nicht kreativ seid.
◦ Kaffeebecher
Ich glaube so gut wie jedes Crewmitglied hat an Bord einen Kaffeebecher. Man kann diese allerdings auch im Shop oder im Café Mare kaufen, heißt wenn ihr keinen habt oder der Koffer voll ist, keine Sorge.
Wie ihr vielleicht wisst, darf man an Bord nicht mit offenen Lebensmitteln rumlaufen. Wenn ihr also mal in Ruhe einen Kaffee trinken oder ein Getränk mit aufs Crew Deck nehmen möchtet, ist der Becher sehr, sehr praktisch.
◦ Desinfektionsmittel
◦ Stoffboxen
Leute gucken mich blöd an, wenn ichmeine 10 Stoffboxen aus dem Koffer hole und ausklappe aber ich kann nicht mehr ohne 😁. Man hat zwar viel Stauraum auf der Kabine, allerdings sind nur 2 Schubladen da und der Rest sind Schränke. Von daher wird es schnell mal unordentlich. Mit den Stoffboxen bleibt alles organisiert und fällt auch bei Seegang nicht so leicht raus 😋. Das Ganze hier könnte aber auch in die Kategorie „ich-bin-super-schlecht-im-Packen-und-hab-immer-unnötig-viel-dabei“ passen 🤷🏽♀️. Wer weiß das schon.
◦ Tempos
◦ Bücher
◦ Handtasche
◦ Beutel
◦ Wäschebeutel
Das nervigste was an Bord passiert ist, dass Leute regelmäßig deine Wäsche aus der Waschmaschine nehmen 🙄. Wenn du nicht sofort da bist, wenn deine Maschine fertig ist, nimmt jemand deine Wäsche raus. Wenn du Glück hast wird alles auf einen Tisch geworfen, wenn du Pech hast in den Trockner und auf höchster Stufe trocken geschrumpft. Von daher ist es mir wichtig, dass alle meine Klamotten immer in einem Wäschesack sind, damit fremde Leute wenigstens nicht meine Unterwäsche einzeln in die Hand nehmen, sondern den ganzen Sack raus holen. Aber auch hier wieder: persönliche Präferenz 🤷🏽♀️.
◦ Rucksack
◦ Bettwäsche
Keine Angst, es gibt Bettwäsche an Bord. Ich schlafe aber sehr gerne in meiner eigenen Bettwäsche und mag die Vorstellung nicht, dass ich keine Ahnung habe, wer als letztes auf meinem Kissen gelegen hat. Aus dem Grund habe ich immer meine eigene Bettwäsche und mein eigenes Kissen dabei.
◦ Badehandtuch
◦ Reiseapotheke
So ihr Lieben, das war meine Packliste und somit einer der längsten Posts auf diesem Blog. Ich habe versucht, auf all eure Fragen einzugehen weil ich weiß, dass ich mich vor 2 Jahren sehr über diesen Post gefreut hätte. Wenn ihr noch weitere Fragen habt könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich weiß aber auch, dass die wenigsten einen WordPress Account haben, von daher dürft ihr mir immer gerne auf Instagram schreiben. Wenn noch was interessantes/relevantes neues dazukommt, ergänze ich das auch gerne hier nochmal. ☺️
Gestern ist die erste Reise mit AIDAbella zuende gegangen und zu dem Anlass wollte ich mich nochmal bei euch melden.
Da das Internet hier nicht das allerschnellste ist werde ich versuchen, mich kurz zu fassen. 😋
Wir hatten eine sehr schöne Zeit und es war bisher für mich mit Abstand die beste Reise, seit ich bei AIDA arbeite. Die Gäste waren total gut gelaunt und haben sich ohne größere Vorfälle auf Anhieb an alle Regeln gehalten und sich teilweise sogar bedankt, wenn man sie an das Tragen der Maske erinnert hat. Für mich war das ein total komisches und neues Gefühl, da ich mir in meinem letzten Vertrag sämtliche Beleidigungen und Verspottungen anhören musste, bezüglich meines Jobs als “Masken Polizei”. Zudem durften wir viel mehr Programm anbieten als ich es gewohnt bin: Nicht mehr nur noch Dart und Shuffleboard, sondern auch Wikingerschach, Boccia, Volleyball, Spieletreffs, Aktiv Bingo, und und und. Dazu kamen tolle Abendveranstaltungen wie die White Night und das Silent Event, bei welchen sich das alles hier fast schon angefühlt hat, wie früher.
Das größte Highlight für mich ist aber, dass wir als Crew an Land gehen dürfen!! Nicht als geführte Gruppe mit Offizier und co, sondern eigenständig! Naja, am Anfang mussten wir noch eine sogenannte „bubble“ aus drei Personen bilden, FFP2 Masken tragen und uns an sehr viele Regeln halten aber das lag daran, dass es für die Transreise besondere Hygienemaßnahmen gab. Seit wir in Dubai sind dürfen wir das Schiff verlassen wie wir lustig sind (solange es mit der Arbeitszeit übereinstimmt, versteht sich 😁). Ich werde also hier gar nicht groß über die (niemals endenden) 11 Seetage oder meine tolle Boccia-Gruppe (die mir echt teilweise ans Herz gewachsen ist und gerne noch ein zwei Reisen hätte bleiben dürfen) berichten, sondern gebe euch ein paar Einblicke in die Länder und Häfen, die wir auf der Reise angefahren haben:
Valletta, Malta
In Valletta war ich zugegebenermaßen nicht an Land, da ich noch etwas skeptisch war bezüglich der 2 PCR Tests, die man als Crewmitglied nach einem Landgang machen musste. Aber trotzdem hab ich ein paar schöne Bilder von Bord aus geschossen:
Heraklion, Griechenland
In Heraklion bin ich also das erste Mal mit zwei Kolleginnen zusammen raus gegangen. Einen richtigen Plan hatten wir nicht, wir sind einfach in die Stadt gelaufen, haben ein paar schöne Fotos gemacht, lecker gegessen und getrunken und uns eine schöne Ruine angeschaut.
Rhodos, Griechenland
In Rhodos musste ich an Bord bleiben, da immer ein Viertel der Besatzung im Hafen auf dem Schiff bleiben muss, um im Falle eines Notfalls reagieren zu können. Dafür habe ich aber einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Ruine direkt neben unserem Schiff beobachtet!
Wenn ihr das Foto antippt seht ihr den kompletten Sonnenuntergang ☺️🧡
Ein Seetag nach dem anderen
Auch wenn die Seetage nicht viele spektakuläre Landgänge zu bieten hatten, habe ich trotzdem ein paar sehr schöne Momemte festgehalten, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte 😋.
(Das Foto mit dem Delfin habe ich nicht selbst geschossen, sondern zugeschickt bekommen. Es ist aber einfach zu schön, um es nicht zu posten!)
Abu Dhabi
In Abu Dhabi war ich sogar zwei mal an Land, allerdings das eine mal für den sogenannten „Face Check“ und PCR Test und danach zum Arbeiten im Terminal. Trotzdem waren es zwei sehr schöne Tage, vor allem, da wir direkt neben dem Louvre lagen, wo ich unbedingt noch einmal hin möchte ☺️.
Dubai
Und dann erreichten wir endlich Dubai! Es war ein unbeschreiblich schöner Moment, das erste Mal nach draußen zu schauen und die wunderschöne Skyline zu sehen. Ich war vor einigen Jahren schonmal in Dubai aber hatte scheinbar ziemlich viel vergessen, da ich mich anhand der Skyline überhaupt nicht orientieren konnte. Wo kam das Riesenrad auf einmal her und wo zum Teufel ist das Burj Khalifa?? Ich hab mich echt lange total blöd gefühlt, bis mir am Abend erklärt wurde, dass der komplette Teil der Stadt, neben dem wir liegen, in den letzten drei Jahren erst neu aufgebaut wurde!! Alle Gebäude, das Riesenrad, der Hafen waren vorher noch nicht da. Es ist super erstaunlich, zu beobachten wie sich diese Stadt entwickelt und ich freue mich total, sie in den nächsten Wochen noch ein wenig zu erkunden! Hier sind schonmal ein paar kleine Einblicke in meinen ersten Tag in Dubai:
Ein sehr schönes Panoramabild konnte ich leider aufgrund des schlechten Internets nicht hochladen… aber auf meinem Instagram Account könnt ihr es euch gerne anschauen 😁✨🧡
Das wars auch schon mit der Transreise. 21 Tage, 1100 Gäste und viele schöne Erinnerungen. Es war total komisch, heute Abend über das Schiff zu laufen und so viele neue Gesichter zu erblicken aber ich freue mich schon sehr darauf, was meine letzten drei Wochen an Bord noch so mit sich bringen.
Ich hoffe ihr hattet Spaß am Lesen und ich konnte ein bisschen Sonne und Wärme über eure Bildschirme ins kalte Deutschland bringen 😋🥶. Wir schwitzen uns hier zu Tode und ich musste mir erstmal in der Dubai Mall zwei Kleider kaufen, damit ich etwas Luftigeres zum Tragen habe 🥵👗😁.
Ja, mich gibt’s noch. Mein letzter Beitrag auf diesem Blog ist einige Monate her, damals noch aus der Quarantäne auf AIDAsol. Danach hab ich mich nicht wie versprochen gemeldet. Aber das habt ihr vielleicht schon selbst gemerkt. Es ist mir unglaublich schwer gefallen, einen Beitrag zu schreiben nachdem ich aus der Quarantäne kam. Ich hatte viele gute Erlebnisse – aber leider auch einige schlechte und ich konnte keinen authentischen, objektiven und optimistischen Text für euch verfassen. Jetzt im Nachhinein bin ich sehr froh darüber, dass ich mich dagegen entschieden habe hier etwas hochzuladen. Denn ich möchte natürlich für niemanden ein schlechtes Licht auf den Beruf werfen indem ich über meine persönlichen Gefühle berichte. Jeder erlebt seine Zeit an Bord anders und bei mir haben eben viele Faktoren zusammengespielt und dafür gesorgt, dass es mir nicht so gut ging. Woran es letztlich wirklich lag und ob ich es hätte ändern oder anders wahrnehmen können weiß ich noch nicht aber ich weiß, dass ich jetzt wieder positiv gestimmt bin. Ich freue mich auf meinen nächsten Einsatz und bin mir sicher, dass ich mit neuen Menschen in einer neuen Umgebung gute Erfahrungen machen kann und werde.
Soviel zu dem Thema. Natürlich konnte ich es doch nicht ganz lassen und habe einige Einblicke in meinen Alltag an Bord von AIDAsol auf Instagram gepostet. Dort könnt ihr mich immer gerne auf meinen Abenteuern begleiten und bekommt auch ein wenig mit, selbst wenn ich hier mal wieder länger nichts von mir hören lasse 🙈.
Der eigentliche Grund weshalb ich heute wieder schreibe ist, dass ich gerade an Bord von AIDAbella bin. Ich bin letzte Woche Mittwoch aufgestiegen und befinde mich gerade (mittlerweile ist das ja keine Überraschung mehr) in einer 10 tägigen Quarantäne bevor es bald wieder richtig los geht. Seit einer Woche heißt es für mich also wieder: Frühstück um 07:00, Mittagessen um 11:00 und Abendbrot um 18:00 und dazwischen lesen, malen, sonnen, schlafen. Zurzeit sind noch keine Gäste an Bord, was bedeutet, dass wir uns ab in ein paar Tagen auf die Ankunft der ersten Gäste vorbereiten werden ☺️.
In der ersten Novemberwoche starten wir von Mallorca aus die Reise in den Orient und ich freue mich unglaublich doll auf das gute Wetter, darauf schöne neue Aussichten zu haben und – wer weiß, vielleicht sogar mal an Land zu gehen. Wie es genau aussehen wird und was das Hygienekonzept auf dieser Reise für mich als Crewmitglied beinhaltet weiß ich noch nicht. Ich bin also genau so gespannt wie ihr 😋. Was ich weiß ist, dass wir nur mit geimpften Gästen fahren und daher individuelle Landgänge in allen Häfen der eben genannten Reise für unsere Gäste möglich sind. Das ist ein riesiger Unterschied zu meinem vorherigen Einsatz und ich bin gespannt, inwiefern sich das vergleichsweise positiv auf die Stimmung an Bord auswirken wird.
Viel mehr kann ich euch im Moment nicht erzählen, da ich selbst noch keine weiteren Informationen habe. Ich wollte mich einfach mal kurz melden, meine Abwesenheit entschuldigen und euch ein kurzes Update geben. Ich bin bis zum 18.12. an Bord und werde in der Zeit definitiv nochmal versuchen, mich hier bei euch zu melden. Falls nicht seid mir bitte nicht böse. Ich schreibe diesen Blog weil es mir Spaß macht, weil ich meine Familie und Freunde auf dem Laufenden halten möchte und weil es mich unglaublich erfreut zu sehen, wie viele “Fremde” immer mal wieder hier herein schnuppern, positives Feedback hinterlassen und sogar für Rat und Informationen hier her kommen, weil sie selbst bald das erste Mal aufsteigen oder sich gerne bewerben möchten. Deswegen könnt ihr euch sicher sein, dass ich das ganze hier weiterführen werde, solange es mir noch Spaß macht. Allerdings kann ich nicht garantieren, dass mir immer danach ist und ich alles hier teilen möchte und ich hoffe, ihr versteht das. 🙂
Vielen vielen Dank fürs Lesen und dass ihr mich weiterhin hier begleitet. Ihr werdet von mir hören 😉
Endlich ist es wieder soweit und ich darf euch Grüße von Bord eines Kussmundschiffes zusenden! Da alles plötzlich so schnell ging, bin ich nicht dazu gekommen vor meinem Aufstieg noch einen Blogbeitrag zu schreiben. Als mich aber gestern – am 6. Tag meiner Hartquarantäne – die Langeweile überkam, entschloss ich mich dazu, den Beginn dieser wunderbaren Reise für euch zu illustrieren.
Viel Spaß beim Lesen!
Der Beginn eines Abenteuers
Alles begann an einem Freitagmorgen, als ich noch in tiefsten Träumen lag.
Und plötzlich blinkte das Handy auf! Wer schreibt mir denn bitte zu einer solch unchristlichen Zeit?? (09:32😁). Noch wenig aufnahmefähig erfuhr ich kurze Zeit später, dass mir gerade ein neuer Vertrag auf der AIDAsol angeboten wurde! Ab in einer Woche!!! Ich hatte also nicht viel Zeit zum Überlegen, die brauchte ich aber auch gar nicht! Natürlich war ich bereit, wieder an Bord zu gehen! Auf den Tag wartete ich schließlich seit drei Monaten.
Ohne groß nachzudenken hatte ich also zugesagt, und erst dann überkam es mich! Es geht wieder los!!! Und das viel schneller als erwartet. In mir machte sich eine Mischung aus Vorfreude und Panik breit. Jeder weiß, dass ich super schlecht im Packen bin! Selbst eine Woche ist eigentlich nicht lang genug 😅.
Letztendlich überwog aber die Freude und ich machte mich mithilfe der besten Kofferpackerin der Welt (aka Mama) an die Arbeit. Nach einigen stressigen Tagen war es dann also so weit und meine beiden viel zu vollen und mit unnötigen Dingen bepackten Koffer waren zu.
Natürlich habe ich in der Woche nicht nur gepackt, sondern auch sämtliche Arzttermine wahrgenommen, letzte Einkäufe erledigt, die Italienische Seediensttauglichkeit absolviert, einen PCR Test gemacht und mich von meiner Familie verabschiedet. Wie gut, dass mir nach dem Stress erstmal eine Woche „Urlaub“ bevorstand!
Da mir Abschiede immer sehr schwer fallen, fuhr ich am Samstagmorgen mit einem lachenden und einem weinenden Auge Richtung Kieler Hafen. Ich war traurig, weil ich meine Liebsten monatelang nicht sehen würde, ängstlich, da mir eine vollkommen neue Situation bevorstand und auch glücklich und voller Vorfreude auf die kommende Zeit.
Angekommen am Kieler Hafen vergaß ich dann all diese Emotionen und meine Gefühlslage verwandelte sich innerhalb von Minuten zu „verzweifelt“. Bepackt mit zwei Koffern, einem Rucksack und einer Mappe machte ich mich auf den Weg zum Schiff, mit einem kleinen Problem: wo musste ich hin???
Es war eine für mich sehr frustrierende Situation, denn ich stand vor dem Schiff und fand den Eingang in den Hafen einfach nicht. Alle Türen waren zu und als ich versuchte den Menschen an der Gangway zu signalisieren, dass ich Hilfe brauche, winkten diese nur freundlich zurück (ja, an dieser Stelle dürft ihr mich sehr gerne auslachen).
Naja… auf jeden Fall fand ich nach langem suchen irgendwann eine mini Klingel am riesigen Hafengebäude und wurde rein gelassen. Dort angekommen musste ich noch einen Corona Test machen, Papiere unterschreiben und durfte mich dann auf den Weg zu meiner Hartquarantäne Kabine machen. Ihr glaubt mir bestimmt, wenn ich sage: ich war nassgeschwitzt als ich dort ankam.
Die nächsten Tage waren sehr entspannt, aber auch ein wenig langweilig. Es gab jeden Morgen um 07:00 Frühstück, um 11:30 Mittagessen und um 17:30 dann Abendessen
Und dazwischen?
Den ersten Tag habe ich mich noch ein wenig zurückgezogen, mit Leuten von zuhause telefoniert und mich ein wenig in meiner Hängematte auf dem Balkon entspannt.
Plötzlich hörte ich nur hinter mir ein „Hi!“ und meine Quarantäne-Nachbarin stellte sich bei mir vor. Sie ist ebenfalls Gastgeberin und wir haben uns direkt am ersten Tag sehr lange und ausführlich unterhalten.
Meine nächsten Tage bestanden also aus Essen, Serien schauen, Sport machen, Musik hören und quatschen auf dem Balkon.
Eines Tages saß ich in meinem Stuhl auf dem Balkon, als ich plötzlich jemanden singen und Gitarre spielen hörte. Es stellte sich also heraus, dass ich sowohl neben einer wahnsinnig guten Sängerin, als auch neben dem Guitaristen wohnte. Es folgte ein wunderschönes Balkonkonzert der beiden bei Sonnenuntergang. In den nächsten Tagen setzte ich mich immer mal wieder auf den Balkon, um (heimlich😋!) Boris beim Proben zuzuhören.
Und so näherte sich die Hartquarantäne langsam aber sicher dem Ende zu. Mit jedem Tag stiegen sowohl meine Langeweile, als auch meine Vorfreude auf die kommende Zeit. Diesmal werde ich Gäste sehen, sobald ich aus der Quarantäne raus komme. Es wird eine komplett andere Erfahrung sein, als mein letzter Vertrag auf der AIDAmar. Und ich freue mich unglaublich doll auf dieses Abenteuer!
Am Samstag sollte ich endlich diese Kabine verlassen dürfen, also blieb ich Donnerstag noch mal länger wach, schaute fern und genoss meinen Vorletzten Abend in Quarantäne.
Umso überraschter war ich, als am Freitagmorgen um kurz nach 7 ein Anruf kam, wir müssten doch jetzt schon die Kabine wechseln und werden in einer Stunde abgeholt. Es folgte die stressigste Stunde meiner Quarantäne. Ich musste meine Bilder von der Wand abhängen, meine Koffer packen, duschen und Haare föhnen, das Bett abziehen und das Badezimmer putzen. Genau um 20 nach 8 war ich mit allem fertig und setzte mich auf den Stuhl um auf meinen PCR Test zu warten. Knappe 2 Stunden später hieß es dann „Kommando zurück“, wir bleiben doch noch eine Nacht in Quarantäne. Also, Bett wieder beziehen, Koffer wieder öffnen und abwarten.
Der heutige Tag war dementsprechend eine Achterbahn der Gefühle, von „ich Frühstücke heute nicht und schlafe dafür aus“, über „wie zur Hölle soll ich in einer Stunde dieses Chaos beseitigen“ und „oh ich freue mich total, dass heute doch schon der erste Tag ist“ bis hin zu „ich hab keine Lust jetzt alles wieder zu beziehen“ und „schade, eigentlich hatte ich mich jetzt total auf die Menschen und den ersten Tag gefreut“.
Und so startete nun mein letzter Tag in der Balkonkabine. Den Rest des Tages werde ich (wie jeden anderen Tag) ganz ruhig angehen und mich noch ein wenig ausruhen und früh zu Bett gehen, damit ich morgen entspannt in einen wunderschönen ersten Tag starten kann.
Ich bin gespannt, was die kommenden Wochen so bringen und werde euch dazu auf dem Laufenden halten.
Ich hoffe, euch haben meine Illustrationen gefallen, mir hat dieses kleine Projekt zumindest einen Tag der Quarantäne versüßt.
Some of you may have noticed that after my last blog post, things suddenly went very quiet. I wanted to report about my first week with guests and suddenly nothing came up. This is not because I didn’t have the time or interest in continuing this blog, but because I didn’t know what I can/should write. But now I’m back and have a lot to tell:
First things first: the week with guests!
It was such a nice week and even though I know that one week doesn’t show everything, I realized how much I love this job. Of course there were a few guests who didn’t like the new concept, who didn’t wear a mask or who didn’t want to adhere to the seating rules in the theatrium. But for each of these guests there were at least five sympathetic ones who supported us and were just happy and grateful to be back on board. And these guests have given us so much strength. I received such positive feedback and had such nice conversations every day that I was happy every morning when I got out of my cabin and was allowed to go to the guest area. The time went by super fast (which is always a good sign) and suddenly it was Christmas. I was wearing my beautiful gala outfit, looked at the Christmas gala with amazement and saw many happy faces. Both guests and crew were in a good mood and it was just a great evening. After I left the guest area, there was some Glühwein, Christmas music and good vibes in the crew area and I was just happy. And suddenly the internet went off.
At that moment I didn’t care much about it, continued to enjoy the evening and went to bed happy and fulfilled.
The next morning the mood was a little strange. And it wasn’t long before we learned that the next trip would not take place. AIDAmar had IT problems and these first had to be solved in order to guarantee the next guests a safe trip with high standards.
The Christmas trip was of course continued and we still had nice days with the guests.
When we said goodbye on the last day, I was really pleasantly surprised. I was expecting mostly complaints (maybe because I’m a little pessimist at times), but the opposite happened. Of course there are a few exceptions, but most of our guests said goodbye with a smile, thanked us for the successful trip and wished us all the best and lots of strength for the upcoming time. Instead of the descending guests complaining about the lack of internet or possibly longer waiting times in front of the restaurants due to the paper lists, they were sorry for us that we had to continue sailing without guests again. And that is exactly what confirmed my opinion that I ended up with the right company, with the best crew and the greatest guests 🙈.
What has happened since then?
The loyal blog reader (hello Mama😋) knows that I’m a big fan of subheadings and lists, so here we go:
The first week without guests
The first week without guests was … weird. Somehow back to normal, because I didn’t get to know it any other way, but the mood was depressing. We had just achieved our big goal and it passed way too quickly. There was also a fair amount of uncertainty; How long will these IT problems last, when will we see the next guests, will Corona possibly even put a spanner in the works?
Still, we all made the most of the first week and had a great time together. We were allowed to sit in the beach bar in the evening and listen to music, we did secret Santa with the hosts, were allowed to eat the New Year’s Eve menu (actually planned for the guests) in the Buffalo Steakhouse and even go ashore again as part of a guided crew tour. And then New Year’s Eve came.
New Year’s Eve
Probably the most longed-for day in 2020. We all knew that not everything would change for the better within one night, but I think everyone was happy when the number 2020 dissolved at midnight and became a 2021.
We all had hoped to start the new year together with guests, but of course it was also nice to have the ship to us, to hear nice music, to do the countdown together and to watch the beautiful fireworks.
We wore gala outfits, there was good music, the pool deck was decorated with fairy lights and there was delicious currywurst (disclaimer: my completely white outfit didn’t get any curry sauce on it!). At midnight the youngest and the oldest person on board rang the bell together on the stage. And 2020 was over.
Travel cancellations
Unfortunately, the new year didn’t have too good news for us either. Just as 2021 started we learned that all trips had to be canceled until March 6th. This time again due to the Covid-19 situation. The news shocked most of us, as this time it was not a week or two, but two months. For me that means: no more guests in this contract … I am leaving in mid-February and have only worked with guests for one week within 4 months. Of course, for a few days I was just sad, disappointed and overwhelmed. What am I still doing here?
Back to the guest area
But the old daily routine quickly started again. We were allowed to go back to the pool, to the guests restaurants and bars and again offered activities like darts and shuffleboard for the crew. In order to keep everyone in a good mood, there was even a lot more, such as a crew meets band concert where the crew members could prove their singing talent. In addition, a bit of entertainment was required on the pool deck, which is why I have been moderating the crew radio twice a week with Päddy since the beginning of the year. Every Wednesday and Sunday we play music for an hour, tell fun facts and crew news, invite interview guests and play games. There is also Movie Monday every Monday, where a previously selected film is shown on the pool deck at 8:15 pm. This is how the crew is kept happy during this time.
The biggest event for me that took place during this time was the bodybuilding competition “Mr. AIDAmar ”. Eight men were allowed to present their muscles on stage within 3 rounds and show that they have brains as well and the winner became “Mr. AIDAmar ”. I was allowed to moderate this event together with David in English and it was great fun. That was my first really big moderation on stage with a huge audience and I actually received only positive feedback, which made me very happy and proud. Even if the time without guests sometimes seemed really dreary, I will never forget the things I have experienced and I am super grateful that I was allowed to be a part of all of that.
Heartbreaking goodbyes
Let’s get to the day that has bothered me the most in the past few weeks. I knew it very early on, but it still bothered me for a long time that the people I liked the most here on board disembarked a month before me. And so, January 23rd, 2021 slowly crept up. Because there were no guests here, I spent a lot of time with some people on board and when I saw them leave on the small boat on Saturday morning, I couldn’t hold back the tears. I had gotten so used to dealing with these people that I suddenly no longer knew what to do here on board when they were no longer there. Of course, I quickly adapted to the new situation and now don’t walk around alone all day, but I just miss my people, our topics of conversation and jokes.
Anyone who knows me well knows that I am a habitual person when it comes to that and that I cannot cope with saying goodbye. I think I’ll have to learn that for better or worse in the course of the next contracts, but until then I would like to complain a bit more and say: I miss you !!
Our team has become so small within a very short time and more and more people are now leaving every day. Our entertainment manager, the entertainment office manager and the show manager have also disembarked and when I go to the entertainment office in the morning to sign the temperature check list, I miss the people who should be sitting on the now empty chairs.
So you slowly notice that the ship is getting empty. New people are supposed to embark, but by the time that happens, I will also have left so I won’t be seeing a crowded AIDAmar anytime soon.
The grand finale
As I said, my time here on board is slowly coming to an end. I’ve learned so much, I’ve grown beyond myself and I’ve changed into a new person. I am so infinitely grateful for the time here and will leave the ship in a few weeks with a crying and a laughing eye (I hope that’s also a saying in English and not just in german 😂). I’m already looking forward to my next contract on board of an AIDA ship and it can’t start fast enough for me. I would love to arrive at home, repack my suitcase (I have also become a little smarter when it comes to packing) and take off right away.
Until then, I’ll be enjoying the time here on board, the sun, the music, the food and the people, and I’m more grateful every day that I get to be here.
Einige von euch werden bemerkt haben, dass es nach meinem letzten Blogeintrag plötzlich ganz still wurde. Ich wollte noch von meiner ersten Woche mit Gästen berichten und plötzlich kam nichts mehr. Das liegt nicht daran, dass ich keine Zeit oder kein Interesse mehr daran hatte, diesen Blog weiterzuführen, sondern daran, dass ich nicht wusste was ich schreiben soll/kann. Nun bin ich aber zurück und habe einiges zu erzählen:
First things first: die Woche mit Gästen!
Es war so eine schöne Woche und natürlich sagt eine Reise überhaupt nichts aus, aber ich habe einfach gemerkt, wie sehr ich diesen Job liebe. Natürlich gab es ein paar Gäste, denen das neue Konzept nicht passte, die keine Maske tragen oder sich im Theatrium nicht an die Seating-Regeln halten wollten. Aber für jeden dieser Gäste gab es fünf verständnisvolle, die uns unterstützt haben und einfach nur froh und dankbar waren, wieder an Bord sein zu dürfen. Und genau diese haben uns so viel Kraft gegeben. Ich habe solch ein positives Feedback erhalten und täglich so nette Unterhaltungen geführt, dass ich jeden Morgen aufs Neue froh war, als ich aus meiner Kabine raus ging und in den Gästebereich durfte. Die Zeit ging super schnell um (was ja grundsätzlich immer ein gutes Zeichen ist) und plötzlich war auch schon Weihnachten. Ich hatte mein schönes Gala-Outfit an, habe mir die Weihnachtsgala mit Staunen angeschaut und viele glückliche Gesichter gesehen.
Sowohl Gäste als auch Crew waren gut gelaunt und es war einfach ein toller Abend. Nachdem ich den Gästebereich verlassen habe, gab es im Crew Bereich etwas Glühwein, Weihnachtsmusik und gute Laune und ich war einfach nur glücklich. Und plötzlich ging das Internet aus.
In dem Moment machte ich mir nicht viel daraus, genoss weiterhin den Abend und ging glücklich zu Bett.
Am nächsten morgen war die Stimmung ein wenig komisch. Und es dauerte nicht lange, bis wir erfuhren, dass die nächste Reise nicht stattfinden würde. AIDAmar hatte IT Probleme und diese mussten erst einmal behoben werden, um den nächsten Gästen eine Sichere Reise mit hohen Standards zu gewährleisten.
Die Weihnachtsreise wurde selbstverständlich fortgesetzt und wir hatten noch schöne Tage mit den Gästen.
Bei der Verabschiedung der Gäste am letzten Tag war ich wirklich positiv überrascht. Ich hatte mit überwiegend Beschwerden gerechnet (vielleicht weil ich manchmal ein kleiner Pessimist bin), aber das Gegenteil passierte. Natürlich gibt es einzelne Ausnahmen, doch die meisten unserer Gäste verabschiedeten sich mit einem Lächeln, bedankten sich für die gelungene Reise und wünschten uns alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit. Anstatt dass sich die absteigenden Gäste über fehlendes Internet oder möglicherweise längere Wartezeiten vor den Restaurants aufgrund der Papierlisten beschwerten, tat es ihnen leid für uns, dass wir wieder ohne Gäste weiter schippern müssen. Und genau das hat mich in der Meinung bestärkt, dass ich bei genau der richtigen Reederei, mit der besten Crew und den tollsten Gästen gelandet bin 🙈.
Was ist seitdem geschehen?
Der treue Blogleser (hallo Mama😋) weiß, dass ich ein großer Fan von Unterüberschriften und Aufzählungen bin, so here we go:
Die erste Woche ohne Gäste
Die erste Woche ohne Gäste war… komisch. Irgendwie back to normal, weil ich es ja nicht anders kennengelernt habe, aber die Stimmung war bedrückt. Gerade hatten wir unser großes Ziel erreicht und es ging viel zu schnell vorbei. Es herrschte auch eine ziemliche Ungewissheit; wie lange werden diese IT Probleme andauern, wann sehen wir die nächsten Gäste, wird eventuell sogar Corona uns nochmal einen Strich durch die Rechnung ziehen?
Dennoch haben wir alle das Beste aus der ersten Woche gemacht und hatten eine schöne Zeit zusammen. Wir durften abends wieder in der Beach Bar sitzen und Musik hören, wir haben mit den Gastgebern gemeinsam gewichtelt, durften das (eigentlich für die Gäste geplante) Silvester Menü im Buffalo Steakhouse essen und sogar nochmal im Rahmen einer geführten Crew-Tour an Land gehen. Und dann kam auch schon Silvester.
Silvester
Der wohl meist ersehnte Tag im Jahr 2020. Wir alle wussten, dass sich nicht innerhalb einer Nacht alles zum Besseren wenden würde, trotzdem war glaube ich jeder froh, als sich um Mitternacht die Zahl 2020 auflöste und zu einer 2021 wurde.
Wir alle hatten uns zwar erhofft, das neue Jahr gemeinsam mit Gästen zu starten, trotzdem war es natürlich auch schön, das Schiff für uns zu haben, schöne Musik zu hören, gemeinsam den Countdown zu rufen und das wunderschöne Feuerwerk an Land zu betrachten.
Wir trugen Gala-Outfits, es lief gute Musik, das Pooldeck wurde mit Lichterketten geschmückt und es gab lecker Currywurst (Entwarnung: mein komplett weißes Outfit hat keine Currysoße abbekommen!). Um Mitternacht haben die Jüngste und die Älteste Person an Bord gemeinsam auf der Bühne die Glocke geläutet. Und schon war 2020 vorbei.
Reiseabsagen
Leider hielt auch das neue Jahr keine allzu Guten Nachrichten für uns bereit. Kaum hatte 2021 begonnen, erfuhren wir, dass alle Reisen bis zum 6. März abgesagt werden mussten. Diesmal erneut aufgrund der Corona Situation. Die Neuigkeiten schockierten die meisten von uns, da es sich diesmal nicht um ein oder zwei Wochen, sondern um zwei Monate handelte. Für mich bedeutet das: keine Gäste mehr in diesem Vertrag… ich steige Mitte Februar ab und habe innerhalb von 4 Monaten nur eine Woche lang mit Gästen gearbeitet. Natürlich war ich dann einige Tage einfach nur traurig, enttäuscht und überfordert. Was mache ich dann jetzt noch hier ?
Zurück in den Gästebereich
Schnell ging jedoch der alte Alltag wieder los. Wir durften wieder in den Pool, in die Gäste Restaurants und Bars und boten wieder Aktionen wie Dart und Shuffleboard für die Crew an. Um alle bei Laune zu halten kam sogar noch einiges dazu, wie zum Beispiel ein Crew meets Band Konzert bei welchem die Crewmitglieder ihr Gesangstalent unter Beweis stellen konnten. Zudem wurde ein bisschen Bespaßung auf dem Pooldeck gefordert, deshalb moderiere ich gemeinsam mit Päddy seit Anfang des Jahres zweimal die Woche das Crew Radio. Jeden Mittwoch und Sonntag spielen wir eine Stunde lang Musik, erzählen Funfacts und Crew News, laden uns Interview Gäste ein und spielen Spiele. Zudem gibt es jeden Montag den Movie Monday, bei welchem um 20:15 ein zuvor gewählter Film auf dem Pooldeck gezeigt wird. So wird also die Crew in dieser Zeit bei Laune gehalten.
Das für mich größte Event was in dieser Zeit stattfand war der Bodybuilding Wettbewerb „Mr. AIDAmar“. Acht Männer durften auf der Bühne innerhalb von 3 Runden ihre Muskeln präsentieren und zeigen, was sie im Köpfchen haben und der Gewinner wurde zu „Mr. AIDAmar“ ernannt. Ich durfte dieses Event gemeinsam mit David auf englisch moderieren und es hat super viel Spaß gemacht. Das war meine erste wirklich große Moderation auf der Bühne mit vielen Zuschauern und ich habe tatsächlich ausschließlich positives Feedback erhalten, was mich total glücklich und stolz gemacht hat. Auch wenn die Zeit ohne Gäste manchmal echt trist erschien, werde ich die Dinge die ich erlebt habe nie vergessen und ich bin super dankbar dafür, dass ich ein Teil davon sein durfte.
Heartbreaking goodbyes
Kommen wir zu dem Tag, der mich in den letzten Wochen am meisten beschäftigt hat. Ich wusste es schon sehr früh, trotzdem hat es mich lange belastet, dass die Menschen, mit denen ich mich hier an Bord am besten verstehe, einen Monat vor mir absteigen. Und so schlich sich der 23.1.2021 langsam an. Dadurch, dass keine Gäste hier waren habe ich sehr viel Zeit mit einigen Menschen hier an Bord verbracht und als ich sie am Samstagmorgen mit dem kleinen Boot habe wegfahren sehen, konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. Ich hatte mich so an den Umgang mit diesen Menschen gewöhnt, dass ich plötzlich gar nicht mehr wusste was ich überhaupt noch hier an Bord machen soll wenn sie nicht mehr da sind. Natürlich habe ich mich auch schnell wieder an die neue Situation angepasst und laufe jetzt nicht den ganzen Tag alleine rum, dennoch vermisse ich einfach meine Leute, unsere Gesprächsthemen und Witze.
Wer mich gut kennt weiß, dass ich ein Gewohnheitsmensch bin wenn es um sowas geht und dass ich mit Abschieden gar nicht klar komme. Ich denke, das werde ich im Laufe der nächsten Verträge wohl oder übel lernen müssen, aber bis dahin möchte ich gerne noch ein bisschen jammern und sagen: Ich vermisse euch!!
Unser Team hat sich innerhalb kürzester Zeit halbiert und es steigen mittlerweile täglich neue Leute ab. Auch unser Entertainment Manager und der Entertainment Office Manager, sowie die Show Managerin sind abgestiegen und wenn ich morgens zum Fieber messen ins Entertainment Office gehe, vermisse ich die Menschen, die auf den nun leeren Stühlen sitzen sollten.
Man merkt also langsam, dass das Schiff leer wird. Es sollen zwar neue Leute aufsteigen, aber bis das der Fall ist bin auch ich abgestiegen und ich werde erstmal keine prall gefüllte AIDAmar mehr zu Gesicht bekommen.
Endspurt
Wie bereits gesagt, auch meine Zeit hier an Bord neigt sich dem Ende zu. Ich habe so viel gelernt, bin so über mich hinaus gewachsen und hab mich so sehr verändert. Ich bin so unendlich dankbar für die Zeit hier und werde das Schiff in einigen Wochen mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Einsatz an Bord eines AIDA Schiffs und für mich kann es nicht schnell genug losgehen. Am liebsten würde ich zuhause ankommen, meine Koffer umpacken (ich bin nämlich auch was das Packen angeht ein wenig schlauer geworden) und direkt wieder losfliegen.
Bis dahin genieße ich aber die Zeit hier an Bord, die Sonne, die Musik, das Essen und die Menschen und bin jeden Tag dankbarer, dass ich hier sein darf.
I wrote the German version of this the week before Christmas and I’m just now posting the english one for the completeness of this blog. A lot has changed ever since but I’ll tell you about that in the next post.
We have guests! I usually start my blogposts by saying „Ahoy“, but this time I was just too excited! I’ve been on board of this ship for 67 days now and I’ve been waiting so long to say this: we. have. guests!
Real guests!!!! I still can’t believe it.
The last 67 days have been a rollercoaster of emotions. I’ve experienced so many new and exciting things, got to know so many people, discovered talents in myself and learned things about myself that I would never have thought possible. Who would have thought, for example, that you could put me on stage with a microphone and that words would actually come out in the end? And I even enjoy it! I’ve eaten so many delicious dishes, drank drinks, listened to great music, seen shows, played games, just lived. In the midst of a pandemic, our AIDAmar was a safe place. Of course we adhered to all the rules and restrictions on board, kept our distance and wore masks, but the whole Covid-19 story was somehow further away from us. Two weeks ago I had the chance to go ashore for a day in Tenerife (in a guided crew tour). Of course, I did it straight away and endlessly enjoyed walking more than 100 meters, feeling new ground under my feet, smelling new smells and hearing noises again. Nevertheless, after 2 hours ashore I was somehow totally happy to be „home“ again. And I think that describes my life here on board quite well. I feel so safe here, I’ve arrived, AIDAmar has become my home. But one thing was missing from my home for the last 67 days: guests.
I was there three times when planned cruises had to be canceled and by now I had already prepared myself for the fact that our Christmas trip would also be canceled. Every time the captain came on stage and talked to the crew, I thought, „here it comes! Now they are canceling“. But it didn’t happen that way. It didn’t happen two weeks ago, not a week, not three days ago. Not the day before yesterday. The night before yesterday I laid in my bed and thought „Wait a minute .. now nobody can cancel! It’s actually happening! „
And suddenly everything went so much faster than planned. Final preparations, meetings, trainings, and suddenly the time had come. December 20th came and I was allowed to leave the ship to check in the guests in the harbor. Even at the check-in counter, we all joked that we only believe it when the first guest is on board. And suddenly this very person entered the terminal! We all applauded and suddenly it was real! Our home, which we have cleaned, cared for, prepared and learned to love over the last few months, has finally been filled with life today!
I couldn’t hide my glow all day. I was allowed to greet guests, check in and give them their boarding passes and in the evening in the Theatrium I was allowed to seat the prime time, where I was able to talk to a few people again. And then I watched the departure from the crew area on deck 5 and realized: we are really starting our first voyage!
Tomorrow morning I have a pool duty, where I take care of the physical distance and compliance with the hygiene rules, at noon I can check in the guests in front of the restaurants and then do arts and crafts with them at the creative meeting. Even if it doesn’t sound exciting, I look forward to each and every one of these tasks. I am looking forward to seeing new faces, experiencing new things and going on my very first trip with guests! This is what I have been working towards all of last year and now I have reached my goal. It’s been a wonderful journey so far and I hope and think that it will be even more beautiful from now on!
I’m so looking forward to the week ahead.
I’m just so happy right now.
I know this blog post had no system and no real core, but I just wanted to share my thoughts with you for the first time in a while. Thank you for reading this far and I look forward to telling you about my first trip soon ♥ ️
Wir haben Gäste! Normalerweise beginne ich meine Blogbeiträge ja mit „Ahoi ihr Lieben“ aber heute war die Vorfreude einfach zu groß! Seit 67 Tagen bin ich nun an Bord und warte darauf, dass ich genau diese Worte hier schreiben kann… Wir. Haben. Gäste!
Echte Gäste!!! Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben.
Die letzten 67 Tage waren ein Wechselbad der Gefühle. Ich hab so viel neues und Aufregendes erlebt, so viele Menschen kennengelernt, Talente an mir entdeckt und Dinge über mich selbst erfahren, die ich nie für möglich gehalten hätte. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass man mich mit Mikrofon auf eine Bühne stellen kann und da am Ende tatsächlich Wörter rauskommen? Und es mir sogar noch Spaß macht! Ich hab so viele leckere Gerichte gegessen, Getränke getrunken, tolle Musik gehört, Shows gesehen, Spiele gespielt, einfach gelebt. Inmitten einer Pandemie war unsere AIDAmar ein sicheres Örtchen. Natürlich hielten wir uns an Bord an alle Regeln und Beschränkungen, hielten Abstand und trugen Masken, dennoch war die ganze Corona-Geschichte irgendwie weiter weg von uns. Vor zwei Wochen hatte ich die Chance, einen Tag in Teneriffa (in einer geführten Crew Tour) von Bord zu gehen. Ich hab es natürlich sofort gemacht und unendlich genossen, mal weiter als 100 Meter zu laufen, neuen Boden unter den Füßen zu spüren, mal wieder neue Gerüche zu riechen und Geräusche zu hören. Trotzdem war ich nach 2 Stunden Landgang irgendwie total froh, wieder „zuhause“ zu sein. Und das beschreibt mein Leben hier an Bord glaube ich ganz gut. Ich fühle mich hier so wohl, ich bin hier angekommen, AIDAmar ist mein Zuhause geworden. Doch eine Sache fehlte meinem Zuhause die letzten 67 Tage: Gäste.
Ich war dreimal dabei, als geplante Kreuzfahrten abgesagt werden mussten und hatte mich mittlerweile eigentlich schon darauf eingestellt, dass auch unsere Weihnachtsreise abgesagt werden würde. Jedes Mal, wenn der Kapitän auf die Bühne kam und mit der Crew sprach, dachte ich „jetzt kommt’s! Jetzt sagen sie ab.“ Doch so kam es nicht. So kam es nicht vor zwei Wochen, nicht vor einer Woche, nicht vor drei Tagen. Nicht vorgestern. Vorgestern Nacht lag ich dann in meinem Bett und dachte „Moment.. jetzt kann keiner mehr absagen! Es passiert wirklich!“
Und auf einmal ging alles so viel schneller als geplant. Letzte Vorbereitungen, Meetings, Trainings, und plötzlich war es so weit. Der 20.12. kam und ich durfte das Schiff verlassen um im Hafen die Gäste in Empfang zu nehmen. Selbst am Check-In Schalter scherzten wir alle noch, dass wir es erst glauben, wenn der erste Gast an Bord ist. Und plötzlich betrat genau dieser das Terminal! Wir applaudierten alle und plötzlich war es real! Unser Zuhause, was wir die letzten Monate geputzt, gepflegt, vorbereitet und lieben gelernt haben wurde heute endlich mit Leben gefüllt!
Ich konnte mein Strahlen den ganzen Tag lang nicht verbergen. Ich durfte Gäste begrüßen, einchecken und ihnen ihre Bordkarten geben und abends im Theatrium durfte ich die Prime Time seaten, wobei ich auch nochmal mit ein paar Menschen reden konnte. Und dann habe ich vom Crewbereich auf Deck 5 das Auslaufen geguckt und realisiert: wir starten gerade unsere erste Reise!
Morgen früh habe ich eine Pool Duty, bei der ich auf Abstand und Einhaltung der Hygieneregeln achte, mittags darf ich die Gäste vor den Restaurants einchecken und danach mit ihnen beim Kreativtreff malen. Auch wenn es nicht spannend klingt freue ich mich auf jede einzelne dieser Aufgaben. Ich freue mich, neue Gesichter zu sehen, neue Dinge zu erleben und meine allererste Reise mit Gästen zu fahren! Das ist das, worauf ich das ganze letzte Jahr hingearbeitet habe und nun bin ich am Ziel angekommen. Es war eine wunderschöne Reise bis hier her und ich hoffe und denke, dass es ab jetzt sogar noch viel schöner wird!
Ich freue mich so auf die kommende Woche.
Gerade bin ich einfach nur glücklich 💓 !
Ich weiß, dieser Blogbeitrag hatte kein System und keinen wirklichen Kern, aber ich wollte einfach seit langem mal wieder meine Gedanken mit euch teilen! Danke, dass ihr bis hier hin gelesen habt und ich freue mich, euch demnächst von meiner ersten Reise zu berichten ♥️
Bis dahin alles Liebe und ein frohes Weihnachtsfest,
After over a month here on board of AIDAmar, I thought it was time for a new blogpost. On the one hand, time on board flies and I feel like I just arrived, on the other hand – since I experience and learn so much every day – it sometimes feels like a year.
As many of you might already know, we could not start the guest operations as planned on November 1st. So, what do we do all day long on an empty cruise ship?
We expect the first guests to board on December 6th and that’s what we are getting ready for. Since most of the hosts are “first-timers“ on board, we use every chance to learn the proceedures and practice moderating events like Fit4Drums and Bingo, but also shows such as Who Wants To Be A Millionaire and the Travel Quiz.
We also offer a program for the crew every night where we play Darts and Shuffleboard or Werewolf and Exit Games. That program not only helps us practice and prepare for the guests, it also gives our fellow crewmembers a chance to connect and have fun.
Additionally, we get to listen to live music from our band Dancing Waves or to the guitarist or DJs every night on the Pool Deck.
In our freetime we are allowed to go to the gym or even participate in workout classes, go swimming in the pool or tan. The Bars and Restaurants in the guest area are available for us as well and if we pay we even get to try out our fancy a la carte restaurants.
Daily routine (and the reason for my excessive weight gaining)
I spoiled myself a little this past month and I tried every single restaurant. I ate a 6 course dinner at the Rossini, the best steak ever at the Buffalo Steakhouse and all you can eat sushi at the Sushi Bar in the East Restaurant. I also had one or two burgers in the Best Burger at Sea Restaurant and a few glasses of AIDA Zwickel beer in our Brauhaus.🍻
I know, it sounds like all I do is eat. But of course, we also have to work here on board. Apart from the aforementioned host activities and games, we have to sanitize the theater up to three times a day. We do that using the so-called three bucket system, where we clean all surfaces with soap, then rinse it with water and after that we apply a desinfectant called Oxivir. Additionally, we have a duty called seating, where we make sure that the crewmembers (and later on the guests) keep a physical distance of at least 1.5 meters to each other in the theater during shows or concerts.
Hard work sometimes means carrying a dozen balls from aft to bow, then letting out the air, carrying them back and realizing that we need them -> so filling them with air again
In order to still offer our guests a fun and colorful program even though we have to follow all these new Covid-regulations, every one of us hosts had to create a quiz on a random, self-chosen topic that they would like to play with the guests. I decided to do a crime-quiz, which lead us to a whole new idea:
A crime-night and a crime-ralley on bord. Two of my collegues and I sat down together daily for the past few weeks and we made up a crime case about a murder on board. By solving different riddles, the guests have to find out who the murderer is and why he did it. We showed our idea to our supervisor today and he liked it a lot. We even translated the whole thing to English, so that we can play it with the crew next week.
I’m not only a host, cleaning lady, Restaurant-tester and criminal detective, but also an actress. I already had to film two infomercials, demonstrating how to go to a photoshoot on board and how to use the self service counters at the reception. People who know me know that I am the worst at acting. Ever. But the videos turned out alright and filming them was a lot of fun. I should have starred in another one of those hollywood-worthy movies, but I was sick that day and had to stay in bed.
Which brings me to my next topic: Being sick on board as a crewmember. Spoiler alert: Didn’t like it.
When I woke up on Tuesday morning my stomach was hurting and I felt sick. At first I thought that my liver just didn’t get along with the drink I invented the night before: The ginny bitch (basically just a skinny bitch with gin instead of vodka). But it wouldn’t get better so I decided to go to the hospital. Fun fact about me: I am terrified of doctors so if you ever see me going to one, it must be serious 😂.
Luckily, what I had wasn’t contagious. I got an infusion for an hour and after that I was sent back to my cabin. You won’t believe how long a day can seem on a crew cabin. Even though I was allowed to go to the restaurant for dinner, I still went right back to my cabin after, watched the Captain’s Prime Time on the tv instead of live in the theatre and after that I went back to bed. When I woke up the next morning, I felt like I missed 7 years on board.
But it also felt kinda good to have some time for myself. On a cruiseship, you’re surrounded by others 24/7 and sometimes I just miss my beloved me-time. I try to get a couple of minutes alone daily, but even when I lay in the sun, listen to music and read my book, there’s still a couple of others next to me doing the same thing. Even at night there’s someone in the same room. I can’t complain about that too much though, because I like my cabinmate a lot and it feels good to wake up and have someone to talk to and laugh with.
I think everyone here feels like they need some space at times, but what counts at the end of the day is that we all get along quite well and I know that I can count on every one of my teammates. There’s so many different and unique characters here on board, but for some reason, we’re also all kinda alike. And that’s why I’m grateful that I get to spend almost three more months with all of them.
One more positive note at the end: On December first, my friend Päddy will join the AIDAmar crew!! I met her in February at the Basic Safety Training in Hamburg and we have been friends ever since. I even visited her for a week this summer and now I can’t wait to welcome her on board and spend Christmas and New Years with her. ♡