⚓️ Der erste Monat an Bord

⚓️ Der erste Monat an Bord

Ahoi ihr Lieben! ⚓️

Nach über einem Monat an Bord melde ich mich mit einem neuen Beitrag bei euch. Einerseits vergeht die Zeit hier wie im Flug, andererseits habe ich schon so viel erlebt, dass ich das Gefühl habe, ich wäre seit über einem Jahr an Bord. 

Wie ihr wahrscheinlich alle mitbekommen habt, konnten wir leider nicht wie geplant am ersten November die ersten Gäste in Empfang nehmen. Was machen wir also die ganze Zeit? 

Früh aufstehen lohnt sich 🌞

Wir erwarten die Gäste nun am 6. Dezember und bereiten uns auf diese vor. Dadurch, dass der Großteil unseres Gastgeber-Teams aus Erstfahrern besteht, bietet es sich also an, jegliche Aktionen wie Fit4Drums und Aktiv-Bingo, aber auch Shows wie das Reisequiz und Wer Wird Millionär durchzugehen und zu üben. Für die Crew bieten wir jeden Abend Shuffleboard, Dart und andere Spiele wie zum Beispiel Werwolf oder Exit Games an. Das hilft uns, uns auf die Gäste vorzubereiten, bietet aber auch dem Rest der Crew ein bisschen Abwechslung und Programm. Zudem spielen Abends oft der Pianist oder die Band auf dem Pooldeck oder die DJs legen auf. 

Wir dürfen in unserer Freizeit auch an Sportkursen teilnehmen oder ins Fitnessstudio gehen, im Pool schwimmen und uns sonnen. Auch die Bars und Restaurants haben für uns geöffnet und gegen einen  Aufpreis dürfen wir an manchen Tagen auch die leckeren a la carte Restaurants an Bord testen.

Ein Eis auf dem Pooldeck zur Mittagspause

Ich hab es mir im letzten Monat sehr gut gehen lassen und war im Rossini zum 6 Gänge Menü, im Buffalo für ein leckeres Steak und auch schon zum all you can eat Sushi an der Sushi Bar. Auch der ein oder andere Burger im Best Burger Restaurant und das Bier im Brauhaus waren natürlich dabei 😋.

Auch wenn es nun so klingt, als sei ich den ganzen Tag lang nur mit Essen beschäftigt, wird natürlich an Bord auch gearbeitet. Neben den Gastgeber-Aktionen und Shows sind wir ein- bis dreimal täglich zum Theater-Sanitizing eingeteilt, bei welchem wir mit dem sogenannten three bucket system zuerst mit Seifenlauge, dann Wasser und zuletzt mit Oxivir alle Tische und Geländer im Theatrium wischen. Zudem seaten wir Abends die Shows oder Konzerte im Theatrium. Das bedeutet, dass wir darauf achten, dass die Crewmitglieder (und später dann die Gäste) mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten. Dazu legen wir auf die freizuhaltenden Plätze jewels einen kleinen Platzhalter. 

Um trotz der Covid-Beschränkungen den Gästen weiterhin ein lustiges und vielfältiges Programm zu bieten, haben wir uns in der ersten Zeit jeder ein Quiz ausgedacht, welches wir gerne mit den Gästen spielen würden. Ich habe mich für ein Krimi-Quiz entschieden, woraus dann wiederum ein ganz neuer Gedanke entstand: 

Eine Krimi-Nacht, bzw. eine Krimi-Rallye an Bord. Gemeinsam mit 2 weiteren Gastgebern habe ich mich also in den letzten Wochen hingesetzt und wir haben uns einen Kriminalfall ausgedacht und dazu einige Rätsel, welche die Gäste zu Ermittlerteams machen, die einen Mordfall lösen sollen. Das ganze müssen wir nun noch einmal abklären und wenn alles wie geplant läuft, dürfen wir unsere Rallye demnächst einmal für die Crew anbieten. Wir hoffen sehr, dass es klappt, da wir uns sehr viel Mühe bei der Sache gegeben haben und das Ganze inklusive der Rätsel schon auf Englisch übersetzt haben, damit auch die nicht-deutschsprachige Crew daran teilnehmen kann. 

Neben Gastgeberin, Putzfrau, Restaurant-Testerin und Kriminalhauptkommissarin war ich in den vergangenen Wochen auch einmal Schauspielerin, bei einem TV Dreh im Fotoshop. Wir durften unter anderem den Ablauf eines Einkaufs und eines Fotoshootings unter Einhaltung der Covid-Maßnahmen demonstrieren. Jeder der mich kennt und vielleicht sogar meinen äußerst professionellen Auftritt bei der Theater-AG in der 8. Klasse miterlebt hat weiß, dass ich ungefähr so gut Schauspielern kann wie Becher beim Bierpong treffen – gar nicht. Trotzdem ist das Video echt gut geworden und das Filmen hat total Spaß gemacht. Ich hätte auch noch einen zweiten Spot drehen dürfen, allerdings lag ich an dem Tag krank im Bett.

Womit wir auch schon bei meinem nächsten Erlebnis an Bord angekommen sind: Kranksein als Crewmitglied. Nicht so cool. 😂

Als ich am Dienstagmorgen mit Magenschmerzen und Übelkeit aufgewacht bin, dachte ich zuerst, dass ich mein am Vorabend neu entdecktes Getränk, die Ginny Bitch (Skinny Bitch nur mit Gin anstelle von Wodka) nicht ganz so gut vertragen hätte. Irgendwie ging es mir aber so schlecht, dass ich als Arzt-o-Phobiker (ja, so heißt das jetzt) sogar freiwillig ins Hospital gegangen bin. Ich hatte zum Glück nichts schlimmes oder ansteckendes, trotzdem wurde ich bis zum nächsten Morgen krank geschrieben, durfte eine Stunde lang an den Tropf und danach erstmal wieder auf meine Kabine. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie lang ein Tag auf einer Innenkabine sein kann. Ich durfte sogar Abends zum Essen ins Restaurant da ich wie gesagt nichts ansteckendes hatte und es mir nach der Infusion auch schon um einiges besser ging. Trotzdem bin ich danach direkt wieder zurück auf meine Kabine gegangen, habe die Prime Time statt im Theatrium vom Fernseher aus geschaut und mich danach wieder ins Bett gelegt. Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin hatte ich das Gefühl, ich hätte 7 Jahre an Bord verpasst 😂.

Dennoch tat ein wenig Zeit für mich selbst auch mal sehr gut. Hier an Bord ist man jeden Tag 24 Stunden lang von Menschen umgeben und ich merke manchmal, dass meine geliebte me-time ein wenig zu kurz kommt. In meinen Mittagspausen ziehe ich mich zwar gerne mal für eine Stunde auf das Sonnendeck auf Deck 6 zurück und höre Musik, dennoch bin ich auch da von Menschen umgeben. Da ich mir die Kabine teile, bin ich auch Abends und Nachts nie allein. Was natürlich einerseits schön ist – ich verstehe mich sehr gut mit meiner Cabinmate und freue mich jeden Morgen, wenn wir direkt nach dem Aufwachen erstmal laut loslachen und quatschen. Trotzdem bin ich es als Einzelkind und teilweise auch Einzelgängerin nicht so ganz gewöhnt, rund um die Uhr mit anderen zusammen zu sein. Ich glaube aber, so geht es hier jedem mal. 

Am Ende vom Tag zählt nur, dass wir uns alle sehr gut verstehen und ich weiß, dass ich mich auf jeden und jede in meinem Team verlassen und mit Ihnen Spaß haben kann. Obwohl hier so viele unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen sind wir uns doch alle irgendwie ähnlich und ich freue mich auf die kommenden 3 Monate zusammen. 

Und noch eine kleine Positive Notiz zum Ende: Am ersten Dezember kommt eine ganz besondere Person zu uns ins Team! Meine Freundin Päddy, welche ich beim Basic Safety Training in Hamburg kennen und lieben gelernt habe, steigt zu uns an Bord ♡. 

Vor 5 Wochen hat sie mich noch unter Tränen in Hamburg verabschiedet und sich einerseits für mich gefreut, sich andererseits gewünscht, sie könnte dabei sein. Vor einigen Wochen hat sie dann überraschenderweise auch die Vetragsdaten bekommen und ich kann es kaum abwarten, sie endlich hier zu haben! 

Sea you soon, 

Eure Saskia ⚓️

So sieht harte Arbeit aus 😋

⚓️ My first days on board – a (long) short story

⚓️ My first days on board – a (long) short story

Ahoy! ⚓️

Since I experienced so much in my first days on board that I feel like I could write a novel about it, I thought to myself, I’ll just do it! Not a novel, of course, rather a very long short story. So, without much talk and introduction: Have fun reading! (In case you get confused by my choice of words, I used google translate for the most part because I didn’t have enough time to translate it all by myself.😅)

Chapter 1: Hard Quarantine

Hard quarantine. Sounds … awful. Locked in a cabin for a week, completely isolated and without any social contact. At least that’s what I thought at first. But on the contrary: The week of hard quarantine passed far too quickly in the end.

I got on board last Thursday in Skagen, was warmly welcomed there and shown to my cabin. Deck 6, balcony, sea view. When I opened the door for the first time, I already knew that the week would be better than expected. A welcome snack was already waiting for me, which I enjoyed in my hammock on the balcony. I also found a letter from our entertainment manager, a clinical thermometer with a table in which I should enter my temperature twice a day, a voucher for 250 MB internet and a schedule including a list of snacks and drinks that I could order to my cabin. The following days were scheduled as follows: breakfast at 08:00, lunch at 12:00 and dinner at 18:00. The food was placed in front of the cabin by the crewmembers who were already on board and we had to grab it after they were gone. The portions were huge and the food was very varied, so there was always something for everyone. When I wasn’t busy eating or sleeping I would draw on my iPad, listen to music, workout, or talk to my neighbors on the balcony. I was very lucky that there were other hosts in the 4 cabins to my right, with whom I could talk and laugh a lot. One of them was Nils, whom I am supposed to greet inconspicuously here. Hello Nils. On the second day, we left Skagen and set sail towards the Canary Islands. Since we have planned 13 days for the trip, we only move very slowly and accordingly the waves hit a lot harder on the first day. But I’ll come to that in chapter three. Two small highlights of our trip so far were the farewell to AIDA Perla in Skagen with waving, cheering, AIDA sail-away music and a lot of horn blowing, as well as the sighting of dolphins on the fifth day. Unfortunately, I was just showering when four or five dolphins were next to our ship, but I was able to see a dolphin in the evening and was very happy about it. All in all, I was almost a little sad last Thursday after the negative Corona test when the captain announced  „you are now officially released from hard quarantine“. Of course, I was also looking forward to:

Chapter 2: Moving into my crew cabin

As already mentioned above, after seven days of hard quarantine and a second negative corona test, we were allowed to leave our cabins for the first time and take part in a town hall meeting. There the entire crew (of course with masks, distance and strict separation of the Soft Quarantine Crew from the rest) met for the first time. Then we were allowed to check in at the reception and we received our crew IDs. And as if all that hadn’t been exciting enough after doing nothing for a week, we moved to our crew cabins right away. At least half of us. The rest of them have moved to other guest cabins and will join us after the soft quarantine so that we can now occupy the double cabins alone. My first impression of the cabin was a mixture of „cuuuuuuute“ and „oh god, where do I pack all my clothes ??“. It’s a double cabin the size of my balcony from the week before. There is a loft bed (of course I took the lower bed), 2 and a half narrow cupboards per person, a chair, a stool, a television and a small bathroom in which you could theoretically sit on the toilet while showering. It’s small, but it’s definitely enough. I now live on the „Bremen“ corridor (the crew area is divided into different streets, but I’ll come to that again in another post). My cabin is in the very front of the ship on deck 3. So it’s loud, you can hear every wave that hits the ship and it shakes very strongly. Which brings me to the third chapter:

Chapter 3: Seasickness 

Anyone who knows me knows: I get seasick on ships. Yes, I know you are now thinking: „um and why are you working on a cruise ship?“ Because I heard that you get used to it. At least I hope so, I don’t have many more stories more to tell to my toilet bowl 😂. During the hard quarantine I tried to get through the whole thing without any pills and bracelets and convince myself that it was all just a matter of the head. Since Thursday, however, I have been taking a pill whenever I know I have to work and things are getting shaky. So far, I’ve had it quite well under control, while working I can easily forget it. As soon as I’m in my cabin though, it unfortunately overwhelms me. In addition, I have to spend a lot of time in my rocky cabin, since I’m still in soft quarantine and can only go out to work, eat and do laundry. I very much hope that my seasickness will subside a little during the course of this week so that I will be fit when the first guests arrive.

Chapter 4: „What are you doing now that there are no guests on board?“

Since Thursday was only my first day at work, of course I can’t give you a real picture of our daily routine, but I can tell you what I’ve done in the last two days. Yesterday only consisted of meetings in which we got to know our entertainment office manager and the entertainment manager, a short tour of the crew area and some inductions regarding safety and security, as well as medical and environmental matters on board. On Friday morning after breakfast we had a fever measurement and then a very exciting day began. Shortly after 10 am I had my first drill. I am on the Pax Muster team, which means that in an emergency I will meet the guests at their muster station and – should it ever come to that – get into the lifeboat with them. So I went to muster station X on deck 5 with a life jacket, sturdy clothing and a crew cap. I had already chosen the fastest route beforehand, but unfortunately I didn’t consider the following: no-go areas. During a drill, an emergency is simulated and if, for example, there is a fire, a so-called no-go area is announced, which we are not allowed to enter or cross since that’s where the fire would be. The no-go area of course was part of the way I planned in advance. So instead I just followed everyone else blindly and still got to my destination very quickly. Everything was explained to me in detail once I arrived. However, the drill was a bit strange because we don’t have any guests on board with whom we could practice together. After the drill we had a meeting in the kids club and the experienced hosts showed us the entire ship. Then we went to the Tailor to pick up our uniforms. We made the mistake of showing up with four people who have never worked on a ship before, which meant that the poor woman had to dress all four of us at the same time. Since we’ve never worn the uniform before, of course we had to try everything on and the leg length for the pants had to be measured. The whole thing took an hour and a half because it was a lot harder than expected to find the right sizes. But the woman was very patient with us and kept her good mood the whole time, which I really admire, because I think we stole her last nerve. After the whole procedure, we went to lunch and then to the so-called Entertainment All Meeting, where the entire entertainment department met and our entertainment manager introduced himself again. We also got a stage induction, in which we were told how the stage works and what we have to pay attention to when we are on (or under) the stage. The meeting was the last official duty for me. Then I washed laundry with Kathrin and we had dinner together and after that I had to go back to my cabin.

Bonus Chapter: One Clumsy Fool, Two Days, Three Encounters with the Bridge.

If you’ve made it this far, then I have a little goodie for you: Some good old second-hand embarrassment. I’ve been an official crew member for only two days and have already had three encounters with the bridge. At the induction yesterday we were told how to behave if we accidentally call the bridge. I thought to myself „huh, who is calling the bridge by mistake?“ Well, that would be me. Less than 10 minutes after the inductions I get to my cabin, put my backpack on the table and it falls over. Onto the phone, right on the speed-dial button to the bridge … I only noticed the whole thing when my phone suddenly spoke to me. „Hello, this is the bridge“. Then, very embarrassed, I answered and explained that I had called by mistake. Apparently nobody was mad at me, but of course it was still uncomfortable. First day and I called the bridge, it couldn’t get any worse. „I beg your pardon?“ Said the universe. “Challenge accepted!” At breakfast yesterday morning, Kathrin looks at me confused and says: „Umm, we have to go to the environmental officer, we forgot to sign something.“ Actually only Kathrin got this information, but since we spent the the entire day together, it was clear to us that if she hadn’t signed something, then I didn’t either. So we asked someone where we had to go now. “Deck 11, at the very front towards the bridge. You’ll find it. “ So towards the bridge, all right. Perhaps it would have been useful information that we not only have in the direction of the bridge, but to the bridge! So you can now imagine how confused Kathrin and I were when the door opened and everything in front of us consisted of computers and glass. By the way, you know that something went wrong when you are greeted by the security officer on the bridge with the words „Oh, you guys again“ !!! So we were asked in, apparently only Kathrin’s signature was missing, she signed and we went with bright red heads back towards the crew area. At that time, little did I know that my phone was gonna ring at lunch, I had not yet signed and should please come up again and do it immediately. So, back in the elevator, already with a red head, apologized ten times, back to the crew area. In the elevator a few decks below, people joined me and greeted me with the words „Oh, have you been called to the bridge again?“ Such news apparently spread very quickly on board. So now I’m Saskia, the one who had contact with the bridge three times in the first two days. Not quite what I expected, but at least I made some people laugh on board. And that’s what I’m here for as a host, right?

That’s it „already“ with my slightly different blog post. If you’ve read this far, thank you so much for your interest ♡

Sea you soon,

Saskia ⚓️

⚓️ Meine ersten Tage an Bord – eine Kurzgeschichte

⚓️ Meine ersten Tage an Bord – eine Kurzgeschichte

Ahoi ihr Lieben! ⚓️

Da ich in meinen ersten Tagen an Bord so viel erlebt habe, dass ich das Gefühl habe, ich könnte einen Roman darüber schreiben, dachte ich mir, ich mache es einfach! Natürlich keinen Roman, eher eine sehr lange Kurzgeschichte. Also, ohne großes Gerede und Einleitung: Viel Spaß beim Lesen! 

Kapitel 1: Die Geschichte von der Hard Quarantäne

Hard Quarantäne. Klingt… schrecklich. Eine Woche lang eingesperrt auf einer Kabine, völlig isoliert und ohne soziale Kontakte. Zumindest dachte ich das anfangs. Doch im Gegenteil: Die Woche Hard Quarantäne ging sogar viel zu schnell vorbei. 

Ich stieg am letzten Donnerstag in Skagen an Bord, wurde dort freundlich empfangen und zu meiner Kabine geführt. Deck 6, Balkonkabine, Meerblick. Als ich die Tür das erste mal öffnete wusste ich schon, dass die Woche besser werden würde, als erwartet. Ein Welcome-Snack wartete auch schon auf mich, welchen ich direkt in meiner Hängematte auf dem Balkon genoss. Zudem fand ich auf meiner Kabine einen netten Willkommens-Brief von unserem Entertainment Manager, ein Fieberthermometer mit Tabelle, in welche ich zweimal täglich meine Temperatur eintragen sollte, einen Voucher für 250 MB Internet und einen Zeitplan inklusive einer Liste mit Snacks und Getränken, welche ich auf meine Kabine bestellen durfte. Die folgenden Tage sahen wie folgt aus: Frühstück um 08:00, Mittagessen um 12:00 und Abendessen um 18:00. Das Essen wurde uns von der Crew, die bereits an Bord war, vor die Kabine gestellt und wir durften es dann selbst reinholen nachdem sie weg waren. Die Portionen waren riiiieesig und das Essen war sehr abwechslungsreich, sodass eigentlich immer für jeden etwas dabei war. Wenn ich gerade nicht mit Essen oder Schlafen beschäftigt war habe ich an meinem iPad gezeichnet, Musik gehört, (ein wenig) Sport gemacht, oder mich auf dem Balkon mit meinen Nachbarn unterhalten. Ich hatte das große Glück, dass in den 4 Kabinen rechts neben mir jeweils andere Gastgeber waren, mit welchen ich viel reden und lachen konnte. Einer davon war der liebe Nils, welchen ich hier ganz unauffällig grüßen soll. Hallo Nils. Liebe Grüße. Bereits am Tag nach meinem Aufstieg verließen wir Skagen und machten uns auf den Weg in Richtung Kanaren. Da wir 13 Tage für die Reise eingeplant haben, fahren wir nur sehr langsam und dementsprechend wackelte es am ersten Tag ein wenig mehr. Aber dazu komme ich noch in Kapitel drei. Zwei kleine Highlights unserer bisherigen Reise waren für mich die Verabschiedung von AIDA Perla in Skagen mit Winken, Jubeln, AIDA Auslaufmusik und ganz viel Hupen, sowie das Sichten von Delfinen am fünften Tag. Ich habe leider gerade geduscht, als vier oder fünf Delfine neben unserem Schiff waren, dafür habe ich aber am Abend noch einen Delfin sehen können und war sehr happy darüber. Alles in allem war ich diesen Donnerstag schon fast ein wenig traurig als es nach dem negativen Corona Test hieß „you are now released from hard quarantine“. Natürlich freute ich mich aber auch sehr auf: 

Kapitel 2: Umzug in die Crew Kabine

Wie bereits erwähnt durften wir nach sieben Tagen Hard Quarantäne und einem zweiten negativen  Corona Test das erste Mal unsere Kabinen verlassen und an einem Townhall Meeting teilnehmen. Dort traf die gesamte Crew (natürlich mit Maske, Abstand und strikter Trennung der Soft Quarantine Crew vom Rest) zum ersten Mal aufeinander. Danach durften wir an der Rezeption einchecken und erhielten unsere Crew Karte. Und als wäre das alles nach einer Woche nichtstun noch nicht aufregend genug gewesen, zogen wir daraufhin auf unsere Crew Kabinen. Zumindest die Hälfte von uns. Der Rest ist auf andere Gästekabinen umgezogen und wird erst nach der Soft Quarantäne zu uns kommen, damit wir jetzt noch die Doppelkabinen alleine belegen können. Mein erster Eindruck der Kabine war eine Mischung aus „süüüüüüß“ und „ohje wo packe ich meine ganzen Klamotten hin??“. Es ist eine Doppelkabine in der größe meines Balkons aus der Woche zuvor. Darin befindet sich ein Hochbett (ich habe mir natürlich erstmal das untere Bett gesichert), 2 einhalb schmale Schränke pro Person, ein Stuhl, ein Hocker, ein Fernseher und ein kleines Bad in welchem man theoretisch beim Duschen auf der Toilette sitzen könnte. Es ist klein, aber es reicht auf jeden Fall. Ich wohne nun auf dem Gang „Bremen“ (der Crewbereich ist in verschiedene Straßen aufgeteilt, dazu komme ich aber in einem anderen Post nochmal). Meine Kabine befindet sich gaaaanz vorne im Schiff auf Deck 3. Es ist also laut, man hört jede Welle die gegen das Schiff schlägt und es wackelt sehr stark. Was mich auch schon zum dritten Kapitel bringt und zwar:

Kapitel 3: Seekrankheit 

Wer mich kennt weiß: ich werde auf Schiffen schnell seekrank. Ja ich weiß, ihr denkt euch jetzt: „äähhm und warum arbeitest du dann auf einem Kreuzfahrtschiff?“. Weil ich gehört habe, dass man sich daran wohl gewöhnt. Ich hoffe es zumindest, viel mehr hab ich meiner Kloschüssel nämlich nicht mehr zu erzählen 😂. Während der Hard Quarantäne habe ich versucht, das ganze ohne jegliche Tabletten und Armbänder zu überstehen und mir einzureden, dass das alles nur Kopfsache ist. Seit gestern handhabe ich es allerdings so, dass ich eine Tablette nehme, wenn ich weiß, ich muss arbeiten und es wird wackelig. Bis jetzt habe ich es ganz gut unter Kontrolle, beim Arbeiten kann ich es gut vergessen, sobald ich auf meiner Kabine bin, überkommt es mich dann aber leider meistens. Dazu kommt, dass ich recht viel Zeit auf meiner schaukeligen Kabine verbringen muss, da ich ja noch in Soft Quarantäne bin und nur zum Arbeiten, Essen und Wäsche waschen raus darf. Ich hoffe sehr, dass meine Seekrankheit im Laufe dieser Woche schon etwas nachlässt, damit ich fit bin, wenn die ersten Gäste kommen. 

Kapitel 4: „Was machst du eigentlich, jetzt wo noch keine Gäste an Bord sind?“

Da gestern erst mein erster Arbeitstag war kann ich euch natürlich noch kein richtiges Bild von unserem Tagesablauf geben aber ich kann natürlich berichten, was ich in den letzten zwei Tagen so gemacht habe. Der gestrige Tag bestand eigentlich nur aus Meetings, in welchen wir unseren Entertainment Office Manager und den Entertainment Manager kennenlernen durften, einem kurzen Rundgang durch den Crewbereich und einigen Inductions bezüglich Safety und Security, sowie Medical and Environmental Topics an Bord. Heute früh nach dem Frühstück ging es erstmal Fiebermessen und danach begann ein sehr aufregender Tag. Um kurz nach 10 hatte ich meinen ersten Drill. Ich bin im Pax Muster Team, was bedeutet, dass ich im Notfall die Gäste auf ihrer Musterstation empfange und – sollte es jemals dazu kommen – mit ihnen zusammen ins Rettungsboot steige. Also ging es mit Rettungsweste, fester Kleidung und Crew-Kappe auf Deck 5 zu Musterstation X. Ich hatte mir vorher schon den schnellsten Weg ausgesucht, nur leider folgendes nicht bedacht: No-go areas. Bei einem Drill wird ein Notfall simuliert und handelt es sich beispielsweise um ein Feuer, wird eine sogenannte no-go area durchgesagt, welche wir nicht betreten dürfen, weil dort das Feuer ist. Diese lag – wie auch sonst – auf meinem vorher geplanten Weg. Also bin ich erstmal ganz blöd allen anderen hinterher gelaufen und kam dann trotzdem sehr schnell am gewollten Ziel an. Oben wurde mir dann alles ausführlich erklärt. Allerdings war der Drill etwas seltsam, da wir ja keine Gäste an Bord haben mit denen wir gemeinsam üben konnten. Nach dem Drill hatten wir ein Meeting im Kids Club und uns Erstfahrern wurde nochmal von den Erfahrenen Gastgebern das komplette Schiff gezeigt. Danach ging es zum Tailor, die Uniform abholen. Wir haben den Fehler gemacht, zu viert als Erstfahrer dort aufzukreuzen, was bedeutete, dass die Arme Frau dort vier von uns gleichzeitig ankleiden musste. Da wir die Uniform ja noch nie zuvor getragen haben, mussten wir natürlich alles anprobieren und die Beinlänge für die Hosen musste vermessen werden. Das ganze dauerte insgesamt anderthalb Stunden, da es echt schwerer war als gedacht, die passenden Größen zu finden. Die Frau hatte aber sehr viel Gedult mit uns und hat ihre gute Laune die ganze Zeit beibehalten, was ich echt bewundere, da wir ihr glaube ich den lezten Nerv geraubt haben. Nach dem ganzen Prozedere ging es für uns zum Mittagessen und danach zum sogenannten Entertainment All Meeting, wo das gesamte Entertainment Department sich traf und unser Entertainment Manager sich vorgestellt hat. Zudem bekamen wir noch eine Stage Induction, in welcher uns erklärt wurde, wie die Bühne funktioniert und was wir beachten müssen, wenn wir auf (oder unter) der Bühne stehen. Das Meeting war der letzte offizielle Punkt für mich. Danach habe ich mit Kathrin zusammen Wäsche gewaschen und zu Abend gegessen und mich dann auf meine Kabine verzogen. 

Bonus Kapitel: Ein Tollpatsch, Zwei Tage, Drei Begegnungen mit der Brücke. 

Wenn ihr es bis hierhin durchgehalten habt, dann hab ich noch ein kleines goodie für euch: Fremdschämen deluxe. Ich bin gerade mal zwei Tage offizielles Crewmitglied und hatte schon drei Begegnungen mit der Brücke. Bei den Inductions gestern wurde uns noch erklärt, wie wir uns zu verhalten haben, wenn wir mal ausversehen die Brücke anrufen. Ich dachte mir noch „hä, wer ruft denn ausversehen auf der Brücke an?“. Ja, das bin dann wohl ich. Keine 10 Minuten nach den Inductions komme ich auf meine Kabine, stelle meinen Rucksack auf den Tisch und er kippt um. Auf das Telefon, auf den Speed-Dial Knopf zur Brücke… Gemerkt habe ich das Ganze erst, als mein Telefon plötzich mit mir redete. „Hello, this is the bridge“. Ich habe dann ganz verlegen abgehoben und erklärt, dass ich ausversehen angerufen habe. Scheinbar war niemand sauer auf mich, aber unangenehm war es mir natürlich trotzdem. Erster Tag und direkt mal mit der Brücke telefoniert, schlimmer geht es wohl nicht. „Wie bitte?“, sagte das Universum. „Challenge accepted!“  Heute morgen beim Frühstück guckt Kathrin mich verwirrt an und sagt: Du wir müssen zum Environmental Officer, wir haben vergessen etwas zu unterschreiben. Eigentlich hatte nur Kathrin diese Info bekommen, da wir aber den ganzen gestrigen Tag miteinander verbracht haben, war uns klar, dass wenn sie etwas nicht unterschrieben hat, ich es auch nicht getan habe. Also fragten wir jemanden, wo wir nun hinmüssen. „Deck 11, ganz vorne Richtung Brücke. Ihr findet das schon.“. Richtung Brücke also, alles klar. Es wäre vielleicht noch eine ganz brauchbare Info gewesen, dass wir nicht nur Richtung Brücke müssen, sondern zur Brücke! Ihr könnt euch also nun vorstellen, wie verdutzt Kathrin und ich waren, als sich die Tür öffnete und alles vor uns aus Computern und Glasscheiben bestand. Du weißt übrigens, dass etwas schiefgelaufen ist, wenn du vom Security Officer auf der Brücke mit den Worten „Ach, ihr schon wieder“ begrüßt wirst!!! Wir wurden also reingebeten, scheinbar fehlte nur Kathrins Unterschrift, sie unterschrieb und wir gingen mit hochroten Köpfen wieder Richtung Crew Messe. Zu dem Zeitpunkt konnte ich noch nicht ahnen, dass auch ich beim Mittagessen noch einen Anruf bekommen würde, ich hätte noch nicht unterschrieben und solle doch bitte nochmal hochkommen und das unverzüglich erledigen. Also, zurück in den Aufzug, schon mit hochrotem Kopf oben aufgetaucht, 10 mal entschuldigt, wieder Richtung Crew Messe. Im Aufzug stiegen dann ein paar Decks weiter unten Leute dazu, die mich mit den Worten „Na, warst du schon wieder auf der Brücke?“ begrüßten. Solche Neuigkeiten verbreiten sich also scheinbar sehr schnell an Bord. Ich bin jetzt also Saskia, die, die an ihren ersten zwei Tagen dreimal Kontakt mit der Brücke hatte. Nicht ganz das, was ich erwartet hätte, aber dafür konnte ich wenigstens für einige Lacher an Bord sorgen. Und dafür bin ich als Gastgeberin ja schließlich da. 

Das war’s auch „schon“ mit meinem etwas anderen Blogbeitrag. Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, Hut ab! Dankeschön für euer Interesse ♡ 

Sea you soon, 

Eure Saskia ⚓️

⚓️ And so the adventure begins

⚓️ And so the adventure begins

I found out that a few of you actually google translate my blogposts in order to read them. Since my main reason to start a blog again was to keep my friends and family updated, I’ve decided to write my posts in two languages from now on. So here we go😘:

Ahoi ⚓️

It is really happening! My last couple of days were so exciting, stressful, spontaneous and chaotic that I am just now getting a chance to update you all 😋: I boarded AIDAmar today in Skagen, Denmark. Just yesterday I was sitting in a hotel room in Hamburg, writing my german blogpost, almost exploding of anticipation. But how did I get here?

After I could not go on the ship in march as planned, I checked my mails daily, hoping for a miracle to happen so that I could go on board soon. But nothing happened, so I kind of got used to the thought that I would not leave for my great adventure in 2020. I started working at a primary school and I applied for college for this semester. But we all know the saying „The best things in life happen unexpectedly„, which is exactly what happened: Last Thursday, I was sitting in the car with some friends on the way to get brunch, when I checked my mails for news from the college. And there it was: a mail from the cruise company. AIDAmar – spontaneous slots available! Of course I answered right away, saying that I would be available whenever. Not even 10 minutes later I got a call asking if I could be in Hamburg on Monday and embark the ship in Denmark on Thursday. Without hesitating, I said yes. I was offered a contract for 2 months, but I extended it until February within that same phone call.

The following days brought nothing but chaos. Doctor’s appointments, packing, saying goodbye to friends and family and trying to realize what’s happening. To be honest, I’m still working on that last point 😅.

It was not easy to get an appointment for the Italian medical certificate so last minute. After several phone calls and desperate emails, I finally found a doctor in Frankfurt who was willing to squeeze me in on Friday. Unfortunately, I had to spend 4 hours in the waiting room because they were only able to see me for a couple minutes whenever another patient was done and until the next one came. Additionally, I needed to get some other medication for the next four months, which is why I spent my Friday driving from one doctor to the next until I had everything. There wasn’t much time left for packing that day. In the evening I met up with my friends to go to the mall to buy the last few things I needed.

My suitcase didn’t really feel like being closed though…

My Saturday morning was spent packing with my mom and in the afternoon I went out for dinner with some of my friends. Sunday was supposed to be the last day with my friends, but since my best friend and I weren’t ready to say goodbye yet, she spontaneously decided to drive me to Hamburg with another friend on Monday.

a last selfie with my mom

So instead of taking the train on Monday noon, the three of us started our little road trip in the morning. I couldn’t have been happier! I am so grateful that I got to spend one more day with them and that I didn’t have to travel with my two huge suitcases all by myself. On Monday night we met another one of my friends in Hamburg for dinner and a little bit of sightseeing in the most beautiful city in Germany. I also met some people in the hotel lobby that night that are going to spend these next few months on the ship with me.

Mini road trip with my best friend ♡
If you know me personally, you know that I’d never just walk past a photo booth

When my friends left on Tuesday morning, I realized for the first time that my big adventure was about to begin. I met the other „Gastgeber“ (that’s the position I have on the cruise ship – similar to an entertainer) at breakfast on Tuesday and I couldn’t be more satisfied with our little team. That noon we all did a Covid-test at the hotel.

Our last picture for a long time

Everything went as planned and we got on a bus in Hamburg at 2am this morning. We arrived in Skagen around 9am and boarded the ship. We had to go straight to our cabins, because we are going to be quarantined for the next 14 days. We all got a guest cabin with a balcony, which we won’t be allowed to leave at all for a week. That’s called hard quarantine. After that follows a week of soft quarantine, which means that we get to go to work, but after that we go straight back to our own cabins. During this time we are going to leave Denmark and heading towards the Canaries, which is where we will welcome our first guests in November 😍.

I am so incredibly greateful that my dream of working on a cruise ship is finally coming true and that I get to go on this exciting adventure with so many great people.

I am going to try to keep you updated on here as much as possible. If you want to have further inside into my life on the ship, feel free to check out my instagram!

Sea you soon,

Saskia ♡

⚓️ Es geht endlich los

⚓️ Es geht endlich los

Ahoi ihr Lieben ⚓️

Es geht wirklich los! Die letzten Tage waren bei mir so aufregend, stressig, spontan und durcheinander, dass ich jetzt erst dazu komme, euch einzuweihen 😋: Ich steige morgen in Skagen auf die AIDAmar auf. Gerade sitze ich in meinem Zimmer in einem sehr schönen Hotel in Hamburg und platze beinahe vor Vorfreude! Aber wie kam es jetzt doch dazu?

Nachdem mein Aufstieg im März nicht stattfinden konnte habe ich täglich meine Mails gecheckt, in der Hoffnung, dass ein kleines Wunder geschieht und ich doch bald an Bord kann. Doch es kam und kam nichts, also habe ich mich irgendwann mit dem Gedanken abgefunden, dass ein Aufstieg in 2020 für mich nicht mehr realistisch ist. Ich habe einen Job in einer Grundschule angefangen und mich für das Wintersemester für ein Studium beworben. Doch wir kennen ja alle den Spruch „The best things in life happen unexpectedly“. So war es auch: Als ich am Donnerstagmorgen mit Freunden auf dem Weg zum brunchen war, schaute ich in meine Mails um zu sehen, ob es Neuigkeiten von der Uni gibt. Ich habe erstmal ein paar Sekunden gebraucht, um zu realisieren, dass ganz oben eine Mail mit dem Absender AIDA war: AIDAmar – spontane Slots verfügbar! Natürlich habe ich direkt auf die Mail geantwortet und gesagt, dass ich spontan bereit wäre, aufzusteigen. Keine 10 Minuten später kam der Anruf, ob ich am Montag in Hamburg sein und am Donnerstag in Skagen an Bord gehen könne. Ich habe keine Sekunde gezögert und direkt ja gesagt. Mir wurde ein Vertrag für 2 Monate angeboten, ich habe aber noch im selben Telefonat auf 4 Monate verlängert.

Die nächsten Tage waren das reinste Chaos. Arztbesuche, packen, Freunde treffen, Familie verabschieden und dazu noch realisieren, was gerade passiert. Am letzten Punkt arbeite ich auch tatsächlich noch 😂.

Es war sehr schwierig, auf den letzten Drücker noch einen Termin für die italienische Aufstiegsuntersuchung zu bekommen. Ein Arzt in Frankfurt konnte mich dann schließlich am Freitag noch reinschieben, allerdings saß ich dort knapp 4 Stunden, da ich immer nur zwischen anderen Terminen kurz reinkommen durfte. Zudem musste ich noch meine anderen Medikamente für die nächsten 4 Monate abholen, also sind wir von einem Arzt zum anderen gefahren und es blieb nicht sonderlich viel Zeit zum packen. Abends habe ich mich dann noch mit Freunden getroffen und wir sind ins Einkaufszentrum gefahren, um noch einige letzte Sachen zu besorgen.

Ganz so leicht wollte der Koffer dann doch nicht zu gehen…

Den Samstagmorgen habe ich mit meiner Mama zusammen meine Koffer gepackt und Abends haben mich meine Freunde zum Sushi essen eingeladen. Auch am Sonntag war ich einen Großteil des Tages mit Freunden unterwegs. Dies sollte eigentlich unser letztes Treffen für die nächsten 4 Monate werden. Da meine beste Freundin und ich uns allerdings nicht voneinander trennen konnten, hat sie sich Sonntagnacht spontan dazu entschieden, mich mit einem Freund zusammen am Montag nach Hamburg zu fahren.

Ein letztes Selfie mit meiner Mama 🥰

Anstatt also am Montag um 11 Uhr in Frankfurt in den Zug zu steigen, haben wir Drei uns auf einen spontanen Roadtrip nach Hamburg begeben. Und ich hätte nicht glücklicher sein können! Ich bin so unendlich dankbar, dass ich noch einen ganzen Tag mit den beiden hatte und dass ich nicht ganz alleine mit meinen zwei Riesen Koffern im Zug sein musste. Abends haben wir uns mit einer weiteren Freundin von mir in Hamburg getroffen und sind zusammen Burger essen gegangen und ein bisschen durch Hamburg gelaufen. In der Hotellobby habe ich danach noch einige Leute kennengelernt, die mit mir zusammen am Donnerstag aufsteigen werden.

Mini Roadtrip mit meiner besten Freundin ♡
Am Fotoautomaten sind wir natürlich nicht einfach vorbeigelaufen

Als meine Freunde sich dann am Dienstagmorgen auf den Heimweg gemacht haben, habe ich zum ersten mal wirklich realisiert, dass mein großes Abenteuer jetzt losgeht. Ich habe noch beim Frühstück alle Gastgeber kennengelernt und könnte mit dem „Team“ nicht zufriedener sein. Mittags haben wir dann alle gemeinsam einen Corona Test im Hotel gemacht.

Noch ein letztes müdes und verweintes Selfie zusammen 😂

Wenn alles gut läuft und mein Test negativ zurück kommt geht es also morgen früh um 02:00 mit dem Bus los in Richtung Skagen. Dort werden wir auf die AIDAmar aufsteigen und ab dann erstmal eine Woche in Quarantäne gehen. Wir werden dort vorerst jeder in einer Einzelkabine untergebracht und dürfen diese für eine Woche nicht verlassen. Das ganze nennt sich Hartquarantäne. Danach folgt noch eine Woche Softquarantäne, in welcher wir nur zum Arbeiten die Kabine verlassen werden. Während dieser Zeit fahren wir in Richtung Kanaren, wo wir dann im November die ersten Gäste begrüßen dürfen 🤩.

Ich bin sehr, sehr glücklich, dass mein Traum AIDA nun doch in Erfüllung geht und dankbar, dass ich dieses Abenteuer gemeinsam mit vielen tollen Leuten antreten darf.

Ich werde euch hier so gut es geht auf dem Laufenden halten. Wenn ihr mehr Einblicke in mein Leben an Bord erhalten wollt, schaut auch gerne mal auf meinem Instagram vorbei.

Sea you soon,

Eure Saskia ♡

⚓️ Ich gehe erstmal nicht an Bord…

⚓️ Ich gehe erstmal nicht an Bord…

Ahoi ihr Lieben! ⚓️♡

Wie ihr es euch wahrscheinlich schon denken könnt, werde ich vorerst nicht wie geplant an Bord gehen. Aufgrund von Corona hat AIDA alle Kreuzfahrten bis voraussichtlich Anfang April abgesagt.

Die Crewmitglieder an Bord dürfen soweit ich weiß selbst entscheiden, ob sie auf dem Schiff bleiben oder nach Hause fliegen. Wir, die noch nicht an Bord sind, müssen aber zuhause bleiben.

Diese Information habe ich erst am Montagabend erhalten, deshalb waren meine Koffer schon so gut wie gepackt, ich habe die italienische Aufstiegsuntersuchung gemacht und war dementsprechend umso trauriger, als es hieß, dass vor dem 03.04. kein Crewmitglied mehr aufsteigt.

Einen neuen Vertrag habe ich noch nicht, jedoch wurde mir gesagt, dass für mich immer noch der Einsatz auf der AIDAnova geplant ist, sobald dies wieder möglich ist. Meine Koffer bleiben also gepackt und ich bin bereit für mein Abenteuer. Ich melde mich bei euch, sobald ich mehr weiß.

Sea you soon,

Eure Saskia ♡

🧳 von mir aus kann es losgehen 🗺

⚓️ Basic Training in Hamburg

⚓️ Basic Training in Hamburg

Ahoi ihr Lieben! ⚓️♡

In diesem Beitrag möchte ich über das Basic Training for Service Personnel in Hamburg berichten. Seit dem Bewerbertag habe ich mich sehr auf dieses Training gefreut, weil ich wusste, dass ich dort coole Leute kennenlernen und viel Spaß haben werde. Genau so war es auch. Schon vom ersten Tag an habe ich mich in der Gruppe und beim Training sehr wohl gefühlt und als die Woche vorbei war, wollte ich gar nicht mehr zurück nach Hause fahren.

Vorab ein paar allgemeine Informationen:

Das Training findet wöchentlich in Hamburg statt. Dieses kann sowohl mit der Fähre, als auch mit Bus und Bahn erreicht werden.

Ich habe mir mit zwei Mädels, die ich beim Bewerbertag kennengelernt habe, ein Zimmer im A&O Hostel Hamburg City geteilt. Von dort aus waren wir jeden Morgen weniger als eine Stunde unterwegs. Ein Paar Leute vom Training wohnten in der Seemannsmission; eine der Unterkünfte die von AIDA empfohlen werden. Diese kostet zwar ein wenig mehr, hat aber auch eine Bar mit Dart, Billiard und Tischkicker im Keller und bietet somit einen schönen Ort, an dem man sich Abends treffen und den Tag ausklingen lassen kann.

Ich war sehr zufrieden mit unserer Unterkunft, wenn ihr aber alleine zum Training fahrt und schneller Leute kennenlernen wollt, würde ich euch die Seemannsmission ans Herz legen.

Das Training findet auf Englisch statt, da (wie ich bereits in meinem ersten Post erwähnt habe) die Sicherheitssprache an Bord Englisch ist. Aber keine Angst: In unserer Gruppe hatte niemand Probleme mit der Sprache und wenn es doch mal zu Missverständnissen kommt, können die Kursleiter auch alle Fragen auf deutsch beantworten.

Auch das Essen ist sehr lecker und die Portionen sind groß, ihr müsst euch also keine Gedanken machen, dass ihr dort verhungert 😋. Es gibt jeden Tag 5 verschiedene Gerichte zur Auswahl, darunter auch täglich mindestens ein vegetarisches Gericht sowie eine Salatbar. Kaffee, Tee und Wasser werden euch natürlich auch während des gesamten Trainings zur Verfügung gestellt.

Kommen wir zum Ablauf der Woche:

Montag:

Als wir am Montagmorgen angekommen sind, wurden wir sehr freundlich empfangen und uns wurde direkt der Weg ins Klassenzimmer gezeigt. Dort saßen fast alle Anderen schon an ihren Tischen und haben sich unterhalten. Wir haben natürlich direkt mitgeredet und uns mit allen auf Anhieb gut verstanden. Auf unseren Tischen lagen bereits Blöcke, Kullis und ein Handout, sowie ein Ablaufplan für die gesamte Woche. Auch Namensschilder wurden für uns alle ausgedruckt.

Als der Kursleiter in den Raum kam, haben wir uns alle kurz vorgestellt und sind den Plan für die Woche durchgegangen. Relativ schnell ging es dann auch mit der Theorie los. Zuerst lernten wir allgemeine Begriffe über das Schiff, zum Beispiel Port (Backbord), Starboard (Steuerbord), Bow (Bug) und Stern (Heck), sowie einige Punkte zur Orientierung an Bord, wie Decks und die verschiedenen vertikalen Zonen, in welche ein Schiff aufgeteilt ist. Weiter ging es mit Wasser- und Feuerfesten Türen, Musterstationen, Notfallmaßnahmen und vieles mehr und ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Weder in der Schule, noch in der Uni habe ich jemals so viel mitgeschrieben oder so viel am Unterricht teilgenommen, wie in dieser Woche 😅.

Nach dem Mittagessen redeten wir über Rettungsboote und sogenannte MES (Marine Evacuation Systems), welche man im Notfall mittels einer Rutsche erreicht. Dann ging es nach Draußen und wir durften alle einmal diese Rutsche („Chute“) ausprobieren. Ich hatte vorher etwas Angst aber ich bin zum Glück weder stecken geblieben noch zu schnell unten angekommen 😂.

Auch ein Rettungsboot haben wir uns von Innen angeschaut und dort über die Ausstattung dieser Boote geredet. Es war sehr interessant zu sehen, was sich alles in darin befindet und wie man verschiedene Rationen (zum Beispiel Essen, Wasser, Tabletten) aufteilt.

Nach dem Training haben wir uns in einem Restaurant in der Europa-Passage zum Abendessen und Cocktails trinken getroffen. Spätestens nach dem ersten gemeinsamen Abend war mir bewusst, wie sehr ich diese Gruppe nach der Woche vermissen würde!😪

Dienstag:

Als am Dienstagmorgen um halb 7 der Wecker klingelte bin ich – obwohl ich ein extrem-Langschläfer bin – erstaunlich gut aus dem Bett gekommen. Dies hing einerseits damit zusammen, dass ich mich so auf den Tag freute und andererseits, dass ich total aufgeregt war, denn Dienstag stand das Feuerlöschen an! Wer mich kennt weiß, dass ich riesige Angst vor Feuer habe 😰.

Unser Kursleiter am Dienstag war ein Feuerwehrmann aus Hamburg. Der Tag begann wieder mit einer Vorstellungsrunde, einem Theorieteil und ein paar Filmen über Brände auf Fährschiffen und in Fußballstadien. Ich habe an diesem Morgen erstaunlich viel über Feuer gelernt und obwohl es mir eigentlich Angst machen sollte, zu sehen wie schnell ein Feuer sich ausbreiten und was für Schäden es anrichten kann, fühle ich mich jetzt viel sicherer als zuvor.

Vor dem Mittagessen ging es auch schon wieder raus zur nächsten Übung. Zuerst wurden wir in Zweierteams in einen mit Theaterrauch gefüllten Container geschickt und sollten den Ausgang finden. Der Feuerwehrmann war natürlich direkt hinter uns und hätte sofort eingreifen können, wenn jemand Angst bekommt oder wir Hilfe benötigen. Obwohl wir zuvor den Container im Hellen und ohne Qualm von Innen gesehen haben, war es sehr schwer, den Ausgang zu finden und wir haben gegen Ende die Orientierung verloren.

In der Zweiten Runde gingen wir in Dreierteams erneut in den Container und sollten in dem Rauch eine Puppe finden, welche einen bewusstlosen Menschen simulierte. Es war sehr schwer, erst die Puppe und dann den Ausgang zu finden und wir haben circa dreieinhalb Minuten dafür gebraucht.

Nach dem Mittagessen ging es wieder weiter mit der Theorie. Wir wurden über verschiedene Arten von Feuern und Feuerlöschern aufgeklärt und wir lernten, wie man bei Rauchentwicklung oder Feuer an Bord vorgeht.

Danach ging es raus zur praktischen Übung und wir mussten ein Feuer mit ABC Powder und eins mit CO2 löschen. Ich weiß nun also nach 20 Jahren endlich, wie man einen Feuerlöscher bedient 🙆🏼‍♀️.

Mein Lieblingsbild der Woche

Nach dem Training bin ich mit einem Teil der Gruppe mit der Fähre in die Stadt gefahren und wir sind auf die Elbphilharmonie gegangen. Dort sind einige lustige Fotos entstanden, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte 😋:

Am Abend waren wir in der L’Osteria Pizza essen und haben danach in der Seemannsmission Billiard, Dart und Tischkicker gespielt (und unglaublich günstiges Bier getrunken 👅).

Mittwoch:

Am Mittwochmorgen erwartete uns wieder ein neues Gesicht vor der Tafel. Unser Kursleiter vom Montag ist leider krank geworden und wurde für den Rest der Woche vertreten.

Der Morgen begann wie immer: Vorstellungsrunde, dann ein wenig Theorie. Danach schrieb unser neuer Trainer eine Liste mit unseren Namen, unserer Position und einem noch leeren Feld mit der Überschrift „Manning Number“. Er erklärte uns, was es mit dem Begriff Manning Number auf sich hat und dass diese wichtig ist, da sie unsere Aufgaben und Stationen im Notfall definiert. Hinter seinem eigenen Namen trug er dann die Manning Number „001“ ein. Nun wussten wir also, wer da vor uns steht: Ein echter Kapitän! Unser Trainer für den Rest der Woche war einer der ersten Kapitäne von AIDA! Für Einige klingt das jetzt blöd, aber ich fand das total cool. Er konnte uns sehr viele Insider Infos geben und hat schon in sehr hohen Positionen bei AIDA gearbeitet, was das Training nochmal um einiges spannender gemacht hat (wenn das überhaupt noch möglich war 👀).

Der Praktische Teil am Mittwoch war eher kurz: Wir mussten die sogenannte Embarkation Ladder (Einschiffungsleiter) bis zur Hälfte hoch, und dann wieder runter klettern.

Ansonsten haben wir viel über Crowd Management gelernt und einmal alle Notfallsignale und Aktionen anhand von unseren zugewiesenen Manning Numbern und Aufgaben theoretisch durchgesprochen.

Am Abend habe ich mir mit den Beiden aus meinem Zimmer das Levante Haus angeschaut und wir haben leckere Bowls gegessen. Danach sind wir aufs Zimmer gegangen, haben uns eine Geschichte überlegt, anhand von der wir uns das NATO-Alphabet gut merken können und dazu ein lustiges Video gedreht. Eigentlich wollten wir den ganzen Abend zum Lernen nutzen, wir haben aber komplett die Zeit vergessen und mussten dann Prioritäten setzen – aka: Bachelor gucken 😂.

Donnerstag:

Auch am Donnerstagmorgen ging es viel um das Thema Crowd Management. Direkt zum Tageseinstieg haben wir uns eine Dokumentation über den Untergang der Costa Concordia angeschaut. Wir konnten sehen, welche schwerwiegenden Fehler auf dem Schiff gemacht wurden und aus diesen lernen. Nach der Dokumentation war ich ehrlich gesagt ziemlich schlecht gelaunt, weil das Fehlverhalten des Kapitäns und der Brücke mich total wütend gemacht hat 😅. Ich hatte mich davor noch nie so richtig mit dem Thema auseinandergesetzt.

Der Tag ging weiter mit den Themen Security und Personal Survival Techniques. Nach dem Mittagessen haben wir über die bevorstehende praktische Übung im Pool geredet und dann ging es auch schon los ins gegenüberliegende Gebäude. Dort haben wir uns unsere Badesachen angezogen und einen weißen Overall und Schuhe dazu bekommen, um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten – im echten Notfall hat man ja schließlich auch keinen Bikini an.

Das erste was wir machen mussten, war über eine Leiter ins Wasser zu gehen und die sogenannte „Help Position“ einzunehmen; eine Position, die einen im kalten Wasser möglichst warm hält. Danach sind wir vom 2,5 Meter Brett mit Rettungswesten ins Wasser gesprungen, was zu meinem Erstaunen kaum wehgetan hat. Hätte ich nicht mitten im Sprung die Rettungsweste losgelassen, um meine Nase zuzuhalten, hätte es bestimmt gar nicht wehgetan 🤦🏼‍♀️.

Des Weiteren haben wir ein paar unterschiedliche Formationen geübt, sind auf eine Rettungsinsel geklettert und haben eine Helikopterrettung simuliert.

Eher ungeplant: Die „Herzchenformation“

Am Abend war ich mit einer von den Beiden aus meinem Zimmer Sushi essen und danach sind wir ins Hostel gegangen, um für den Test am Freitag zu lernen. Ihr könnt es euch schon denken: Wir mussten wieder Prioritäten setzen – Topmodel lief schließlich. Trotzdem haben wir uns in den Werbungen gegenseitig abgefragt und da wir eh die ganze Woche lang gut aufgepasst und mitgeschrieben haben, gab es auch nicht viel zu Lernen.

Freitag:

Am Freitag war es endlich so weit: Nach ein paar Stunden Theorie (diesmal ging es um die Umwelt und um „HESS„) und einem frühen Mittagessen haben wir einen richtigen Drill durchgeführt. Wir durften eine andere Gruppe (sie hatten nichts mit dem Basic Training zu tun) aus ihrem Klassenzimmer heraus in ein Rettungsboot evakuieren. Wir sind dabei vorgegangen, als wären wir wirklich auf dem Schiff: Es gab Durchsagen über Walkie Talkies, wir wurden in verschiedene Teams aufgeteilt (Evacuation, Stairway Guides, Assigned Stairway Guides, Special Needs Team, …) und es liefen echte Notfallsignale. Ich war im Passenger Muster Team eingeteilt, musste also dafür sorgen, dass alle vollständig auf der Musterstation sind, ihre Rettungswesten richtig tragen und geordnet und schnell ins Rettungsboot kommen.

Zuletzt haben wir noch einen Test geschrieben, auf welchen ich jetzt nicht genauer eingehen werde. Ich kann aber sagen: Wir haben alle bestanden 🥳.

Zur Feier des Tages sind wir nach einem kurzen Touri-Trip durch den Elbtunnel wieder in die Seemannsmission gefahren und haben dort ein wenig Hopfensaft getrunken 🍻.

Samstag:

An unserem letzten gemeinsamen Tag stand der Erste Hilfe Kurs an. Da ich vor einigen Wochen erst einen gemacht hatte, habe ich erwartet, dass der Tag sehr langweilig wird. Das war aber überhaupt nicht der Fall. Wir haben einige nützliche Sachen gelernt, die sonst im Erste Hilfe Kurs nicht vorkommen und es hat auch wieder sehr viel Spaß gemacht.

Nach dem Kurs erhielten wir unsere Zertifikate für die Woche und mussten uns von den Ersten verabschieden. Da mein Zug erst um 20:00 Uhr fuhr, bin ich noch mit zwei Weiteren zu einer Kursteilnehmerin, die in Hamburg wohnt, nach Hause gefahren und wir haben dort noch geredet und die letzten Stunden zusammen genossen.

Als ich am Abend im Zug saß wusste ich garnicht, was ich fühlen soll: Ich war glücklich, dass ich so eine tolle Woche hatte und so tolle Menschen kennenlernen durfte; traurig, weil es schon vorbei war; empfand Vorfreude, weil ich einen kleinen Teil der Gruppe bei der Gastgeberschulung in zwei Wochen wieder treffen werde; war satt, weil ich so viel gegessen hatte; müde, weil ich so wenig geschlafen hatte und dachte mir „Oh Gott, in 20 Tagen geht es wirklich los“ 😱.

An alle, bei denen das Safety Training in nächster Zeit ansteht:

Freut euch darauf! Es wird eine sehr schöne und intensive Zeit und es gibt meiner Meinung nach keine bessere Vorbereitung auf die Zeit an Bord.

Danke, dass ihr diesen (unendlich langen) Blogbeitrag gelesen habt! Wenn ihr noch Fragen habt (was eigentlich unmöglich ist, so viel wie ich geschrieben habe 😂), dann schreibt mir gerne einen Kommentar, eine Mail oder auf Instagram.

Sea you soon,

Eure Saskia ♡

⚓️ Meine Route (und mein Überraschungsjob)

⚓️ Meine Route (und mein Überraschungsjob)

Ahoi ihr Lieben ⚓️

Das „lange“ Warten hat ein Ende. Heute Vormittag habe ich endlich meine Vertragsunterlagen von AIDA bekommen. Es sind zwar erst 10 Tage seit dem Bewerbertag vergangen, diese 10 Tage kamen mir aber vor wie eine Ewigkeit. Am Montagmorgen haben die ersten Leute eine Email mit ihren voraussichtlichen Routen und Daten bekommen. Im Laufe des Tages erhielten also alle Ihre Emails, außer mir. Wer mich kennt kann sich schon denken, dass ich natürlich direkt Panik bekommen habe: Was ist, wenn meine Unterlagen nicht angekommen sind? Was ist, wenn ich zur Zeit einfach nicht gebraucht werde? Und, und, und.

Am Dienstag habe ich also direkt angerufen. Ich wurde von einer Nummer zur nächsten weitergeleitet und war nicht gerade erfolgreich. Gegen Mittag habe ich dann einen Rückruf bekommen, mit der Bestätigung für das Basic Safety Training in Hamburg und der Aussage, dass mein Vertrag in den nächsten 2-3 Werktagen ankommen wird.

Nachdem am Mittwochmorgen alle anderen schon ihre Verträge hatten, habe ich noch einmal angerufen und zumindest schon mal das voraussichtliche Datum erfahren.

Nachdem ich also 10 Tage lang rund um die Uhr bei meinen Emails auf „Neue Mails empfangen“ geklickt habe, kam heute Vormittag endlich der Vertrag. Im Nachhinein ging das alles echt schnell aber in dem Moment hat es sich angefühlt wie Monate. 😂

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin schon in 5 Wochen an Bord!

Am 21. März steige ich in Gran Canaria auf die AIDAnova auf. Dort werde ich für zwei Wochen die Kanaren Tour fahren (welche ich im Januar noch als Gast gefahren bin), von dort aus nach Barcelona und ab dann findet ihr mich ich bis zum 18. Juli im Mittelmeer.

Am Anfang hatte ich mir immer gewünscht, dass ich auf ein kleines Schiff komme und nicht direkt auf das sechstgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt. 🙈 Von den meisten Crewmitgliedern hört man aber, dass es auf den großen Schiffen am meisten Spaß macht zu Arbeiten. Ich freue mich also schon sehr auf das Schiff, die Route und vor allem auf das Wetter. ☀️

Eine weitere Sache, auf die ich mich sehr freue ist, dass ich schon drei Leute kenne, die auch auf der Nova arbeiten werden. Ein Mädchen vom Bewerbertag steigt eine Woche nach mir auf und bleibt meine gesamte Reise über mit an Bord. Ab Mai kommt für einen Monat eine Bekannte dazu, die ich mal im Urlaub auf dem Schiff kennengelernt habe und die jetzt Kids und Teens Betreuerin ist. Und dann kommt in meinen letzten zwei Wochen noch ein Crewmitglied aus dem Restaurant dazu, den ich seit meiner Karibik Tour vor drei Jahren kenne.

Kommen wir zur Überraschung:

Ich habe ja schon im letzten Beitrag berichtet, dass ich einen etwas anderen Job bekommen habe als den, für den ich mich beworben hatte. Das hat sich jetzt nochmal geändert und ich bin nun Gastgeberin. Das heißt: keine Kids Disco, Piratenabenteuer und Pyjama Movie Nights mit den Kleinen, sondern Shuffleboard, Volleyball und interaktive Quizze mit den Großen. Zuerst war ich ein wenig irritiert, da das ja schon ein komplett anderer Job ist, mittlerweile freue ich mich aber total darauf und möchte schon gar nicht mehr zurück tauschen. Ich bin sehr gespannt, was ich auf dieser Reise alles erleben werde und freue mich schon riesig auf die Herausforderung.

Was muss ich nun noch alles erledigen?

Die nächsten Wochen werden auf jeden Fall sehr intensiv für mich. Zuerst muss ich mich um alles Vertragliche kümmern und meine Onboarding Checkliste durcharbeiten. Die zweijährige Seediensttauglichkeitsuntersuchung habe ich gestern schon gemacht und bestanden. Als nächstes steht für mich das Basic Training for Service Personnel in Hamburg an. Dieses werde ich vom 24.02. bis zum 29.02 mit zwei weiteren sehr netten Mädels vom Bewerbertag zusammen machen. ☺️ Zusätzlich muss ich noch einige Online Kurse belegen. Vom 18.03. bis zum 20.03. bin ich dann wieder in Hamburg und mache eine Gastgeber Neuaufsteigerschulung. Irgendwann dazwischen muss ich noch die Italienische Aufstiegsuntersuchung absolvieren und dann geht es am 21.03. auch schon los.

Es kommt eine sehr, sehr aufregende Zeit auf mich zu und ich kann es kaum erwarten, euch von allem was ich so erlebe zu berichten.

Danke für’s Lesen ! 🙂

Sea you soon,

Eure Saskia ♡⚓️

Hier sind nochmal meine drei Routen im Überblick:

1: Kanaren und Madeira

2: Von Teneriffa nach Barcelona

3: Mediterrane Schätze ab Barcelona

⚓️ Der Bewerbertag

⚓️ Der Bewerbertag

Ahoi ihr Lieben! ⚓️

In meinem ersten richtigen Beitrag möchte ich euch gerne ein paar Tipps für den Bewerbertag geben. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich selbst vor meinem Bewerbertag total nervös war und versucht habe, im Internet an Informationen zu kommen – was aber nicht wirklich erfolgreich war. Ich selbst hatte das Glück, dass ich schon ein paar Leute kenne, die an Bord arbeiten und zwei Wochen vor dem Bewerbertag sogar nochmal im Urlaub auf der AIDAstella war und somit einiges erfragen konnte. Wenn ihr die Möglichkeit aber nicht habt, seid ihr hier genau richtig 😋.

Tipp #1 Bereitet euch gut vor

Für Einige ist es selbstverständlich: Vor einem Vorstellungsgespräch informiert man sich über den Betrieb, den Bereich in dem man arbeiten möchte und liest sämtliche Broschüren und Webseiten der Firma. Leider musste ich am Bewerbertag feststellen, dass Andere das wiederum gar nicht selbstverständlich finden.

Auch eure Englischkenntnisse solltet ihr gegebenenfalls noch einmal auffrischen, da die Crew- und Sicherheitssprache an Bord Englisch ist. Es werden euch also ein paar Fragen auf Englisch gestellt, um sicherzugehen, dass ihr im Notfall Anweisungen verstehen und weitergeben könnt.

Tipp #2 Seid kreativ

Ich weiß nicht, ob das bei jedem Bewerbertag der Fall ist, aber wir wurden vorher per Mail informiert, dass wir einen persönlichen Gegenstand mitbringen sollen, anhand dessen wir uns innerhalb von 2 Minuten kurz vorstellen. Es stand auch noch extra in der Mail, dass es gerne etwas selbstgebasteltes sein darf.

Ich selbst hab vielleicht leicht reden, mir fällt das Kreativsein nicht wirklich schwer. Es ist dennoch sehr wichtig, dass ihr aus der Masse herausstecht und zeigt was ihr drauf habt. Wenn ihr nichts basteln oder malen wollt, ist das natürlich auch okay. Dann macht euch erstmal Gedanken wie ihr eure Vorstellung kreativ gestalten könnt und überlegt euch dann einen individuellen Gegenstand dazu. Lasst aber am besten Globus, Weltkarte, Flummi und co zuhause, das sehen die jedes Mal.

Kleiner Tipp im Tipp: Übt eure Vorstellung vorher zuhause und haltet euch wirklich an die 2 Minuten.

Tipp #3 Kommt aus euch heraus

Ich selbst wäre glaube ich in einer Runde am Bewerbertag fast rausgeflogen, da ich einfach an der Stelle zu schüchtern war. Die Recruiter sind auch manchmal ein bisschen harsch, um zu schauen, wie gut ihr mit Druck und Kritik umgehen könnt. Meine Reaktion darauf war es, mich während einer Gruppenpräsentation nach hinten zu Stellen und nichts mehr zu sagen. Ich denke mir wurde das aus Welpenschutz nachgesehen – da ich ja noch nicht allzu viel Erfahrung in dem Bereich habe – gut angekommen ist es aber nicht.

In der nächsten Runde wusste ich also: Das muss ich jetzt irgendwie wieder gut machen. Also bin ich, als wir aufgefordert wurden einen Kindertanz zu nennen, freiwillig aufgesprungen und habe vor allen Leuten das Fliegerlied getanzt und gesungen. Da meine Sing- und Tanzfähigkeiten alles andere als gut sind denke ich, dass dieser plötzliche Selbstbewusstseinsschub mich in letzter Sekunde gerettet hat. Und: So schlimm war es gar nicht! Hätte mir vorher jemand gesagt, du wirst dich heute Nachmittag komplett zum Affen machen hätte ich das nie geglaubt. Aber in dem Moment und mit der Gruppe die dabei war, hat es sogar richtig viel Spaß gemacht.

Tipp #4 Sei. Du. Selbst.

Könnt ihr diesen Spruch langsam nicht mehr hören? Ging mir genau so. Jeder den ich um Hilfe bat, sagte zu mir „sei einfach du selbst, dann wird das schon“. Na toll. Ich selbst bin jemand der vor Nervosität zittert und sich ein zweites T-Shirt einpackt falls vor Angst das erste Shirt durchgeschwitzt ist. Wie kann das denn einen guten Eindruck machen?

Macht es! Nervös zu sein ist völlig normal. Wenn ihr bei der Selbstvorstellung kaum noch lächeln könnt weil euer Mund so zittert und 10 Sekunden zu früh fertig seid weil ihr vor Panik so schnell geredet habt, macht euch das nur sympathischer. AIDA möchte sehen, dass euch der Job sehr wichtig ist und freut sich (so blöd es auch klingt) wenn ihr Angst habt, dass ihr nicht genommen werdet. Und wenn ihr nicht der geborene Entertainer seid, dann ist das auch nicht schlimm. Ihr müsst nicht vorne stehen und witzige Sprüche reißen, dafür gibt es den Entertainment Manager an Bord. Euer Job ist es freundlich, authentisch und engagiert zu sein, den Rest lernt ihr schnell dazu (hoffe ich zumindest, haha). Es sei denn, ihr bewerbt euch als „normaler“ Gastgeber, dann wäre eine Prise Entertainer garnicht schlecht 😋.

Alles in allem…

…macht der Bewerbertag sehr viel Spaß. Natürlich hat man jede Runde Angst, rauszufliegen und die Nervosität bleibt auch bis zum Ende, aber dennoch macht der Tag eine riesige Vorfreude auf das Arbeiten an Bord. Wir waren eine sehr coole Gruppe von (anfangs) 22 Leuten, die alle sehr motiviert waren und sich auch gegenseitig unterstützt haben. Wir haben uns Komplimente gemacht, einander in der Mittagspause Feedback gegeben und uns mit den Anderen gefreut, wenn sie eine Runde weiter waren. (Natürlich auch mit gelitten, wenn jemand raus war.) Auch die Recruiter waren sehr freundlich und lustig und das Lachen kam an keiner Stelle zu kurz. Letztendlich sind 9 von uns übrig geblieben und ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass ich mit jeder und jedem von ihnen gerne auf dem selben Schiff arbeiten würde.

Am Bewerbertag erlebt man zum ersten Mal das einzigartige AIDA-Gefühl, so stand es vorher in der Mail, und genau so war es auch.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, diesen Beitrag zu lesen. Wenn ich auch nur einer Person damit ein bisschen weiterhelfen konnte, würde mich das sehr freuen.

Sea you soon,

Eure Saskia ⚓️♡

Ps: Ich habe übrigens (wie einige Andere) nicht genau den Job bekommen für den ich mich beworben habe. Beworben habe ich mich als Kids und Teens Trainee und mein Jobangebot lautet jetzt Gastgeber (Family Allrounder). Ich freue mich selbstverständlich genau so sehr darüber, wollte es nur kurz anmerken, damit ihr euch darauf einstellt, dass ihr vielleicht auch woanders eingesetzt werdet als ihr dachtet.

⚓️ Ahoi ihr Lieben

⚓️ Ahoi ihr Lieben

Ich bin zurück 😋

Und ich nehme euch mit auf eine neue Reise. 

Mittlerweile bin ich 20 Jahre alt, habe mein Abitur gemacht und drei Semester lang Architektur in Darmstadt studiert. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich noch nicht bereit bin, meinen Anker zu werfen und noch ein bisschen um die Welt reisen möchte. Deshalb heißt es für mich bald: Leinen los!

Ich habe mich bei AIDA Cruises als Kids und Teens Trainee beworben und gestern meine Zusage bekommen.

Da mein Blog über mein Auslandsjahr in Amerika vor einigen Jahren so gut bei euch angekommen ist, möchte ich hiermit gerne in Runde 2 starten und euch auf mein Abenteuer AIDA mitnehmen. 

Ich freue mich, hiermit meine Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten und eventuelle AIDA-Interessierte über das Leben und Arbeiten an Bord informieren zu können.

Sea you soon, 

Eure Saskia ⚓️ ♥️