Gestern ist die erste Reise mit AIDAbella zuende gegangen und zu dem Anlass wollte ich mich nochmal bei euch melden.
Da das Internet hier nicht das allerschnellste ist werde ich versuchen, mich kurz zu fassen. 😋
Wir hatten eine sehr schöne Zeit und es war bisher für mich mit Abstand die beste Reise, seit ich bei AIDA arbeite. Die Gäste waren total gut gelaunt und haben sich ohne größere Vorfälle auf Anhieb an alle Regeln gehalten und sich teilweise sogar bedankt, wenn man sie an das Tragen der Maske erinnert hat. Für mich war das ein total komisches und neues Gefühl, da ich mir in meinem letzten Vertrag sämtliche Beleidigungen und Verspottungen anhören musste, bezüglich meines Jobs als “Masken Polizei”. Zudem durften wir viel mehr Programm anbieten als ich es gewohnt bin: Nicht mehr nur noch Dart und Shuffleboard, sondern auch Wikingerschach, Boccia, Volleyball, Spieletreffs, Aktiv Bingo, und und und. Dazu kamen tolle Abendveranstaltungen wie die White Night und das Silent Event, bei welchen sich das alles hier fast schon angefühlt hat, wie früher.
Das größte Highlight für mich ist aber, dass wir als Crew an Land gehen dürfen!! Nicht als geführte Gruppe mit Offizier und co, sondern eigenständig! Naja, am Anfang mussten wir noch eine sogenannte „bubble“ aus drei Personen bilden, FFP2 Masken tragen und uns an sehr viele Regeln halten aber das lag daran, dass es für die Transreise besondere Hygienemaßnahmen gab. Seit wir in Dubai sind dürfen wir das Schiff verlassen wie wir lustig sind (solange es mit der Arbeitszeit übereinstimmt, versteht sich 😁). Ich werde also hier gar nicht groß über die (niemals endenden) 11 Seetage oder meine tolle Boccia-Gruppe (die mir echt teilweise ans Herz gewachsen ist und gerne noch ein zwei Reisen hätte bleiben dürfen) berichten, sondern gebe euch ein paar Einblicke in die Länder und Häfen, die wir auf der Reise angefahren haben:
Valletta, Malta
In Valletta war ich zugegebenermaßen nicht an Land, da ich noch etwas skeptisch war bezüglich der 2 PCR Tests, die man als Crewmitglied nach einem Landgang machen musste. Aber trotzdem hab ich ein paar schöne Bilder von Bord aus geschossen:
Heraklion, Griechenland
In Heraklion bin ich also das erste Mal mit zwei Kolleginnen zusammen raus gegangen. Einen richtigen Plan hatten wir nicht, wir sind einfach in die Stadt gelaufen, haben ein paar schöne Fotos gemacht, lecker gegessen und getrunken und uns eine schöne Ruine angeschaut.
Rhodos, Griechenland
In Rhodos musste ich an Bord bleiben, da immer ein Viertel der Besatzung im Hafen auf dem Schiff bleiben muss, um im Falle eines Notfalls reagieren zu können. Dafür habe ich aber einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Ruine direkt neben unserem Schiff beobachtet!
Wenn ihr das Foto antippt seht ihr den kompletten Sonnenuntergang ☺️🧡
Ein Seetag nach dem anderen
Auch wenn die Seetage nicht viele spektakuläre Landgänge zu bieten hatten, habe ich trotzdem ein paar sehr schöne Momemte festgehalten, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte 😋.
(Das Foto mit dem Delfin habe ich nicht selbst geschossen, sondern zugeschickt bekommen. Es ist aber einfach zu schön, um es nicht zu posten!)
Abu Dhabi
In Abu Dhabi war ich sogar zwei mal an Land, allerdings das eine mal für den sogenannten „Face Check“ und PCR Test und danach zum Arbeiten im Terminal. Trotzdem waren es zwei sehr schöne Tage, vor allem, da wir direkt neben dem Louvre lagen, wo ich unbedingt noch einmal hin möchte ☺️.
Dubai
Und dann erreichten wir endlich Dubai! Es war ein unbeschreiblich schöner Moment, das erste Mal nach draußen zu schauen und die wunderschöne Skyline zu sehen. Ich war vor einigen Jahren schonmal in Dubai aber hatte scheinbar ziemlich viel vergessen, da ich mich anhand der Skyline überhaupt nicht orientieren konnte. Wo kam das Riesenrad auf einmal her und wo zum Teufel ist das Burj Khalifa?? Ich hab mich echt lange total blöd gefühlt, bis mir am Abend erklärt wurde, dass der komplette Teil der Stadt, neben dem wir liegen, in den letzten drei Jahren erst neu aufgebaut wurde!! Alle Gebäude, das Riesenrad, der Hafen waren vorher noch nicht da. Es ist super erstaunlich, zu beobachten wie sich diese Stadt entwickelt und ich freue mich total, sie in den nächsten Wochen noch ein wenig zu erkunden! Hier sind schonmal ein paar kleine Einblicke in meinen ersten Tag in Dubai:
Ein sehr schönes Panoramabild konnte ich leider aufgrund des schlechten Internets nicht hochladen… aber auf meinem Instagram Account könnt ihr es euch gerne anschauen 😁✨🧡
Das wars auch schon mit der Transreise. 21 Tage, 1100 Gäste und viele schöne Erinnerungen. Es war total komisch, heute Abend über das Schiff zu laufen und so viele neue Gesichter zu erblicken aber ich freue mich schon sehr darauf, was meine letzten drei Wochen an Bord noch so mit sich bringen.
Ich hoffe ihr hattet Spaß am Lesen und ich konnte ein bisschen Sonne und Wärme über eure Bildschirme ins kalte Deutschland bringen 😋🥶. Wir schwitzen uns hier zu Tode und ich musste mir erstmal in der Dubai Mall zwei Kleider kaufen, damit ich etwas Luftigeres zum Tragen habe 🥵👗😁.
Einige von euch werden bemerkt haben, dass es nach meinem letzten Blogeintrag plötzlich ganz still wurde. Ich wollte noch von meiner ersten Woche mit Gästen berichten und plötzlich kam nichts mehr. Das liegt nicht daran, dass ich keine Zeit oder kein Interesse mehr daran hatte, diesen Blog weiterzuführen, sondern daran, dass ich nicht wusste was ich schreiben soll/kann. Nun bin ich aber zurück und habe einiges zu erzählen:
First things first: die Woche mit Gästen!
Es war so eine schöne Woche und natürlich sagt eine Reise überhaupt nichts aus, aber ich habe einfach gemerkt, wie sehr ich diesen Job liebe. Natürlich gab es ein paar Gäste, denen das neue Konzept nicht passte, die keine Maske tragen oder sich im Theatrium nicht an die Seating-Regeln halten wollten. Aber für jeden dieser Gäste gab es fünf verständnisvolle, die uns unterstützt haben und einfach nur froh und dankbar waren, wieder an Bord sein zu dürfen. Und genau diese haben uns so viel Kraft gegeben. Ich habe solch ein positives Feedback erhalten und täglich so nette Unterhaltungen geführt, dass ich jeden Morgen aufs Neue froh war, als ich aus meiner Kabine raus ging und in den Gästebereich durfte. Die Zeit ging super schnell um (was ja grundsätzlich immer ein gutes Zeichen ist) und plötzlich war auch schon Weihnachten. Ich hatte mein schönes Gala-Outfit an, habe mir die Weihnachtsgala mit Staunen angeschaut und viele glückliche Gesichter gesehen.
Sowohl Gäste als auch Crew waren gut gelaunt und es war einfach ein toller Abend. Nachdem ich den Gästebereich verlassen habe, gab es im Crew Bereich etwas Glühwein, Weihnachtsmusik und gute Laune und ich war einfach nur glücklich. Und plötzlich ging das Internet aus.
In dem Moment machte ich mir nicht viel daraus, genoss weiterhin den Abend und ging glücklich zu Bett.
Am nächsten morgen war die Stimmung ein wenig komisch. Und es dauerte nicht lange, bis wir erfuhren, dass die nächste Reise nicht stattfinden würde. AIDAmar hatte IT Probleme und diese mussten erst einmal behoben werden, um den nächsten Gästen eine Sichere Reise mit hohen Standards zu gewährleisten.
Die Weihnachtsreise wurde selbstverständlich fortgesetzt und wir hatten noch schöne Tage mit den Gästen.
Bei der Verabschiedung der Gäste am letzten Tag war ich wirklich positiv überrascht. Ich hatte mit überwiegend Beschwerden gerechnet (vielleicht weil ich manchmal ein kleiner Pessimist bin), aber das Gegenteil passierte. Natürlich gibt es einzelne Ausnahmen, doch die meisten unserer Gäste verabschiedeten sich mit einem Lächeln, bedankten sich für die gelungene Reise und wünschten uns alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit. Anstatt dass sich die absteigenden Gäste über fehlendes Internet oder möglicherweise längere Wartezeiten vor den Restaurants aufgrund der Papierlisten beschwerten, tat es ihnen leid für uns, dass wir wieder ohne Gäste weiter schippern müssen. Und genau das hat mich in der Meinung bestärkt, dass ich bei genau der richtigen Reederei, mit der besten Crew und den tollsten Gästen gelandet bin 🙈.
Was ist seitdem geschehen?
Der treue Blogleser (hallo Mama😋) weiß, dass ich ein großer Fan von Unterüberschriften und Aufzählungen bin, so here we go:
Die erste Woche ohne Gäste
Die erste Woche ohne Gäste war… komisch. Irgendwie back to normal, weil ich es ja nicht anders kennengelernt habe, aber die Stimmung war bedrückt. Gerade hatten wir unser großes Ziel erreicht und es ging viel zu schnell vorbei. Es herrschte auch eine ziemliche Ungewissheit; wie lange werden diese IT Probleme andauern, wann sehen wir die nächsten Gäste, wird eventuell sogar Corona uns nochmal einen Strich durch die Rechnung ziehen?
Dennoch haben wir alle das Beste aus der ersten Woche gemacht und hatten eine schöne Zeit zusammen. Wir durften abends wieder in der Beach Bar sitzen und Musik hören, wir haben mit den Gastgebern gemeinsam gewichtelt, durften das (eigentlich für die Gäste geplante) Silvester Menü im Buffalo Steakhouse essen und sogar nochmal im Rahmen einer geführten Crew-Tour an Land gehen. Und dann kam auch schon Silvester.
Silvester
Der wohl meist ersehnte Tag im Jahr 2020. Wir alle wussten, dass sich nicht innerhalb einer Nacht alles zum Besseren wenden würde, trotzdem war glaube ich jeder froh, als sich um Mitternacht die Zahl 2020 auflöste und zu einer 2021 wurde.
Wir alle hatten uns zwar erhofft, das neue Jahr gemeinsam mit Gästen zu starten, trotzdem war es natürlich auch schön, das Schiff für uns zu haben, schöne Musik zu hören, gemeinsam den Countdown zu rufen und das wunderschöne Feuerwerk an Land zu betrachten.
Wir trugen Gala-Outfits, es lief gute Musik, das Pooldeck wurde mit Lichterketten geschmückt und es gab lecker Currywurst (Entwarnung: mein komplett weißes Outfit hat keine Currysoße abbekommen!). Um Mitternacht haben die Jüngste und die Älteste Person an Bord gemeinsam auf der Bühne die Glocke geläutet. Und schon war 2020 vorbei.
Reiseabsagen
Leider hielt auch das neue Jahr keine allzu Guten Nachrichten für uns bereit. Kaum hatte 2021 begonnen, erfuhren wir, dass alle Reisen bis zum 6. März abgesagt werden mussten. Diesmal erneut aufgrund der Corona Situation. Die Neuigkeiten schockierten die meisten von uns, da es sich diesmal nicht um ein oder zwei Wochen, sondern um zwei Monate handelte. Für mich bedeutet das: keine Gäste mehr in diesem Vertrag… ich steige Mitte Februar ab und habe innerhalb von 4 Monaten nur eine Woche lang mit Gästen gearbeitet. Natürlich war ich dann einige Tage einfach nur traurig, enttäuscht und überfordert. Was mache ich dann jetzt noch hier ?
Zurück in den Gästebereich
Schnell ging jedoch der alte Alltag wieder los. Wir durften wieder in den Pool, in die Gäste Restaurants und Bars und boten wieder Aktionen wie Dart und Shuffleboard für die Crew an. Um alle bei Laune zu halten kam sogar noch einiges dazu, wie zum Beispiel ein Crew meets Band Konzert bei welchem die Crewmitglieder ihr Gesangstalent unter Beweis stellen konnten. Zudem wurde ein bisschen Bespaßung auf dem Pooldeck gefordert, deshalb moderiere ich gemeinsam mit Päddy seit Anfang des Jahres zweimal die Woche das Crew Radio. Jeden Mittwoch und Sonntag spielen wir eine Stunde lang Musik, erzählen Funfacts und Crew News, laden uns Interview Gäste ein und spielen Spiele. Zudem gibt es jeden Montag den Movie Monday, bei welchem um 20:15 ein zuvor gewählter Film auf dem Pooldeck gezeigt wird. So wird also die Crew in dieser Zeit bei Laune gehalten.
Das für mich größte Event was in dieser Zeit stattfand war der Bodybuilding Wettbewerb „Mr. AIDAmar“. Acht Männer durften auf der Bühne innerhalb von 3 Runden ihre Muskeln präsentieren und zeigen, was sie im Köpfchen haben und der Gewinner wurde zu „Mr. AIDAmar“ ernannt. Ich durfte dieses Event gemeinsam mit David auf englisch moderieren und es hat super viel Spaß gemacht. Das war meine erste wirklich große Moderation auf der Bühne mit vielen Zuschauern und ich habe tatsächlich ausschließlich positives Feedback erhalten, was mich total glücklich und stolz gemacht hat. Auch wenn die Zeit ohne Gäste manchmal echt trist erschien, werde ich die Dinge die ich erlebt habe nie vergessen und ich bin super dankbar dafür, dass ich ein Teil davon sein durfte.
Heartbreaking goodbyes
Kommen wir zu dem Tag, der mich in den letzten Wochen am meisten beschäftigt hat. Ich wusste es schon sehr früh, trotzdem hat es mich lange belastet, dass die Menschen, mit denen ich mich hier an Bord am besten verstehe, einen Monat vor mir absteigen. Und so schlich sich der 23.1.2021 langsam an. Dadurch, dass keine Gäste hier waren habe ich sehr viel Zeit mit einigen Menschen hier an Bord verbracht und als ich sie am Samstagmorgen mit dem kleinen Boot habe wegfahren sehen, konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. Ich hatte mich so an den Umgang mit diesen Menschen gewöhnt, dass ich plötzlich gar nicht mehr wusste was ich überhaupt noch hier an Bord machen soll wenn sie nicht mehr da sind. Natürlich habe ich mich auch schnell wieder an die neue Situation angepasst und laufe jetzt nicht den ganzen Tag alleine rum, dennoch vermisse ich einfach meine Leute, unsere Gesprächsthemen und Witze.
Wer mich gut kennt weiß, dass ich ein Gewohnheitsmensch bin wenn es um sowas geht und dass ich mit Abschieden gar nicht klar komme. Ich denke, das werde ich im Laufe der nächsten Verträge wohl oder übel lernen müssen, aber bis dahin möchte ich gerne noch ein bisschen jammern und sagen: Ich vermisse euch!!
Unser Team hat sich innerhalb kürzester Zeit halbiert und es steigen mittlerweile täglich neue Leute ab. Auch unser Entertainment Manager und der Entertainment Office Manager, sowie die Show Managerin sind abgestiegen und wenn ich morgens zum Fieber messen ins Entertainment Office gehe, vermisse ich die Menschen, die auf den nun leeren Stühlen sitzen sollten.
Man merkt also langsam, dass das Schiff leer wird. Es sollen zwar neue Leute aufsteigen, aber bis das der Fall ist bin auch ich abgestiegen und ich werde erstmal keine prall gefüllte AIDAmar mehr zu Gesicht bekommen.
Endspurt
Wie bereits gesagt, auch meine Zeit hier an Bord neigt sich dem Ende zu. Ich habe so viel gelernt, bin so über mich hinaus gewachsen und hab mich so sehr verändert. Ich bin so unendlich dankbar für die Zeit hier und werde das Schiff in einigen Wochen mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Einsatz an Bord eines AIDA Schiffs und für mich kann es nicht schnell genug losgehen. Am liebsten würde ich zuhause ankommen, meine Koffer umpacken (ich bin nämlich auch was das Packen angeht ein wenig schlauer geworden) und direkt wieder losfliegen.
Bis dahin genieße ich aber die Zeit hier an Bord, die Sonne, die Musik, das Essen und die Menschen und bin jeden Tag dankbarer, dass ich hier sein darf.
I wrote the German version of this the week before Christmas and I’m just now posting the english one for the completeness of this blog. A lot has changed ever since but I’ll tell you about that in the next post.
We have guests! I usually start my blogposts by saying „Ahoy“, but this time I was just too excited! I’ve been on board of this ship for 67 days now and I’ve been waiting so long to say this: we. have. guests!
Real guests!!!! I still can’t believe it.
The last 67 days have been a rollercoaster of emotions. I’ve experienced so many new and exciting things, got to know so many people, discovered talents in myself and learned things about myself that I would never have thought possible. Who would have thought, for example, that you could put me on stage with a microphone and that words would actually come out in the end? And I even enjoy it! I’ve eaten so many delicious dishes, drank drinks, listened to great music, seen shows, played games, just lived. In the midst of a pandemic, our AIDAmar was a safe place. Of course we adhered to all the rules and restrictions on board, kept our distance and wore masks, but the whole Covid-19 story was somehow further away from us. Two weeks ago I had the chance to go ashore for a day in Tenerife (in a guided crew tour). Of course, I did it straight away and endlessly enjoyed walking more than 100 meters, feeling new ground under my feet, smelling new smells and hearing noises again. Nevertheless, after 2 hours ashore I was somehow totally happy to be „home“ again. And I think that describes my life here on board quite well. I feel so safe here, I’ve arrived, AIDAmar has become my home. But one thing was missing from my home for the last 67 days: guests.
I was there three times when planned cruises had to be canceled and by now I had already prepared myself for the fact that our Christmas trip would also be canceled. Every time the captain came on stage and talked to the crew, I thought, „here it comes! Now they are canceling“. But it didn’t happen that way. It didn’t happen two weeks ago, not a week, not three days ago. Not the day before yesterday. The night before yesterday I laid in my bed and thought „Wait a minute .. now nobody can cancel! It’s actually happening! „
And suddenly everything went so much faster than planned. Final preparations, meetings, trainings, and suddenly the time had come. December 20th came and I was allowed to leave the ship to check in the guests in the harbor. Even at the check-in counter, we all joked that we only believe it when the first guest is on board. And suddenly this very person entered the terminal! We all applauded and suddenly it was real! Our home, which we have cleaned, cared for, prepared and learned to love over the last few months, has finally been filled with life today!
I couldn’t hide my glow all day. I was allowed to greet guests, check in and give them their boarding passes and in the evening in the Theatrium I was allowed to seat the prime time, where I was able to talk to a few people again. And then I watched the departure from the crew area on deck 5 and realized: we are really starting our first voyage!
Tomorrow morning I have a pool duty, where I take care of the physical distance and compliance with the hygiene rules, at noon I can check in the guests in front of the restaurants and then do arts and crafts with them at the creative meeting. Even if it doesn’t sound exciting, I look forward to each and every one of these tasks. I am looking forward to seeing new faces, experiencing new things and going on my very first trip with guests! This is what I have been working towards all of last year and now I have reached my goal. It’s been a wonderful journey so far and I hope and think that it will be even more beautiful from now on!
I’m so looking forward to the week ahead.
I’m just so happy right now.
I know this blog post had no system and no real core, but I just wanted to share my thoughts with you for the first time in a while. Thank you for reading this far and I look forward to telling you about my first trip soon ♥ ️
In diesem Beitrag möchte ich über das Basic Training for Service Personnel in Hamburg berichten. Seit dem Bewerbertag habe ich mich sehr auf dieses Training gefreut, weil ich wusste, dass ich dort coole Leute kennenlernen und viel Spaß haben werde. Genau so war es auch. Schon vom ersten Tag an habe ich mich in der Gruppe und beim Training sehr wohl gefühlt und als die Woche vorbei war, wollte ich gar nicht mehr zurück nach Hause fahren.
Vorab ein paar allgemeine Informationen:
Das Training findet wöchentlich in Hamburg statt. Dieses kann sowohl mit der Fähre, als auch mit Bus und Bahn erreicht werden.
Ich habe mir mit zwei Mädels, die ich beim Bewerbertag kennengelernt habe, ein Zimmer im A&O Hostel Hamburg City geteilt. Von dort aus waren wir jeden Morgen weniger als eine Stunde unterwegs. Ein Paar Leute vom Training wohnten in der Seemannsmission; eine der Unterkünfte die von AIDA empfohlen werden. Diese kostet zwar ein wenig mehr, hat aber auch eine Bar mit Dart, Billiard und Tischkicker im Keller und bietet somit einen schönen Ort, an dem man sich Abends treffen und den Tag ausklingen lassen kann.
Ich war sehr zufrieden mit unserer Unterkunft, wenn ihr aber alleine zum Training fahrt und schneller Leute kennenlernen wollt, würde ich euch die Seemannsmission ans Herz legen.
Das Training findet auf Englisch statt, da (wie ich bereits in meinem ersten Post erwähnt habe) die Sicherheitssprache an Bord Englisch ist. Aber keine Angst: In unserer Gruppe hatte niemand Probleme mit der Sprache und wenn es doch mal zu Missverständnissen kommt, können die Kursleiter auch alle Fragen auf deutsch beantworten.
Auch das Essen ist sehr lecker und die Portionen sind groß, ihr müsst euch also keine Gedanken machen, dass ihr dort verhungert 😋. Es gibt jeden Tag 5 verschiedene Gerichte zur Auswahl, darunter auch täglich mindestens ein vegetarisches Gericht sowie eine Salatbar. Kaffee, Tee und Wasser werden euch natürlich auch während des gesamten Trainings zur Verfügung gestellt.
Kommen wir zum Ablauf der Woche:
Montag:
Als wir am Montagmorgen angekommen sind, wurden wir sehr freundlich empfangen und uns wurde direkt der Weg ins Klassenzimmer gezeigt. Dort saßen fast alle Anderen schon an ihren Tischen und haben sich unterhalten. Wir haben natürlich direkt mitgeredet und uns mit allen auf Anhieb gut verstanden. Auf unseren Tischen lagen bereits Blöcke, Kullis und ein Handout, sowie ein Ablaufplan für die gesamte Woche. Auch Namensschilder wurden für uns alle ausgedruckt.
Als der Kursleiter in den Raum kam, haben wir uns alle kurz vorgestellt und sind den Plan für die Woche durchgegangen. Relativ schnell ging es dann auch mit der Theorie los. Zuerst lernten wir allgemeine Begriffe über das Schiff, zum Beispiel Port (Backbord), Starboard (Steuerbord), Bow (Bug) und Stern (Heck), sowie einige Punkte zur Orientierung an Bord, wie Decks und die verschiedenen vertikalen Zonen, in welche ein Schiff aufgeteilt ist. Weiter ging es mit Wasser- und Feuerfesten Türen, Musterstationen, Notfallmaßnahmen und vieles mehr und ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Weder in der Schule, noch in der Uni habe ich jemals so viel mitgeschrieben oder so viel am Unterricht teilgenommen, wie in dieser Woche 😅.
Nach dem Mittagessen redeten wir über Rettungsboote und sogenannte MES (Marine Evacuation Systems), welche man im Notfall mittels einer Rutsche erreicht. Dann ging es nach Draußen und wir durften alle einmal diese Rutsche („Chute“) ausprobieren. Ich hatte vorher etwas Angst aber ich bin zum Glück weder stecken geblieben noch zu schnell unten angekommen 😂.
Auch ein Rettungsboot haben wir uns von Innen angeschaut und dort über die Ausstattung dieser Boote geredet. Es war sehr interessant zu sehen, was sich alles in darin befindet und wie man verschiedene Rationen (zum Beispiel Essen, Wasser, Tabletten) aufteilt.
Nach dem Training haben wir uns in einem Restaurant in der Europa-Passage zum Abendessen und Cocktails trinken getroffen. Spätestens nach dem ersten gemeinsamen Abend war mir bewusst, wie sehr ich diese Gruppe nach der Woche vermissen würde!😪
Dienstag:
Als am Dienstagmorgen um halb 7 der Wecker klingelte bin ich – obwohl ich ein extrem-Langschläfer bin – erstaunlich gut aus dem Bett gekommen. Dies hing einerseits damit zusammen, dass ich mich so auf den Tag freute und andererseits, dass ich total aufgeregt war, denn Dienstag stand das Feuerlöschen an! Wer mich kennt weiß, dass ich riesige Angst vor Feuer habe 😰.
Unser Kursleiter am Dienstag war ein Feuerwehrmann aus Hamburg. Der Tag begann wieder mit einer Vorstellungsrunde, einem Theorieteil und ein paar Filmen über Brände auf Fährschiffen und in Fußballstadien. Ich habe an diesem Morgen erstaunlich viel über Feuer gelernt und obwohl es mir eigentlich Angst machen sollte, zu sehen wie schnell ein Feuer sich ausbreiten und was für Schäden es anrichten kann, fühle ich mich jetzt viel sicherer als zuvor.
Vor dem Mittagessen ging es auch schon wieder raus zur nächsten Übung. Zuerst wurden wir in Zweierteams in einen mit Theaterrauch gefüllten Container geschickt und sollten den Ausgang finden. Der Feuerwehrmann war natürlich direkt hinter uns und hätte sofort eingreifen können, wenn jemand Angst bekommt oder wir Hilfe benötigen. Obwohl wir zuvor den Container im Hellen und ohne Qualm von Innen gesehen haben, war es sehr schwer, den Ausgang zu finden und wir haben gegen Ende die Orientierung verloren.
In der Zweiten Runde gingen wir in Dreierteams erneut in den Container und sollten in dem Rauch eine Puppe finden, welche einen bewusstlosen Menschen simulierte. Es war sehr schwer, erst die Puppe und dann den Ausgang zu finden und wir haben circa dreieinhalb Minuten dafür gebraucht.
Nach dem Mittagessen ging es wieder weiter mit der Theorie. Wir wurden über verschiedene Arten von Feuern und Feuerlöschern aufgeklärt und wir lernten, wie man bei Rauchentwicklung oder Feuer an Bord vorgeht.
Danach ging es raus zur praktischen Übung und wir mussten ein Feuer mit ABC Powder und eins mit CO2 löschen. Ich weiß nun also nach 20 Jahren endlich, wie man einen Feuerlöscher bedient 🙆🏼♀️.
Mein Lieblingsbild der Woche
Nach dem Training bin ich mit einem Teil der Gruppe mit der Fähre in die Stadt gefahren und wir sind auf die Elbphilharmonie gegangen. Dort sind einige lustige Fotos entstanden, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte 😋:
Am Abend waren wir in der L’Osteria Pizza essen und haben danach in der Seemannsmission Billiard, Dart und Tischkicker gespielt (und unglaublich günstiges Bier getrunken 👅).
Mittwoch:
Am Mittwochmorgen erwartete uns wieder ein neues Gesicht vor der Tafel. Unser Kursleiter vom Montag ist leider krank geworden und wurde für den Rest der Woche vertreten.
Der Morgen begann wie immer: Vorstellungsrunde, dann ein wenig Theorie. Danach schrieb unser neuer Trainer eine Liste mit unseren Namen, unserer Position und einem noch leeren Feld mit der Überschrift „Manning Number“. Er erklärte uns, was es mit dem Begriff Manning Number auf sich hat und dass diese wichtig ist, da sie unsere Aufgaben und Stationen im Notfall definiert. Hinter seinem eigenen Namen trug er dann die Manning Number „001“ ein. Nun wussten wir also, wer da vor uns steht: Ein echter Kapitän! Unser Trainer für den Rest der Woche war einer der ersten Kapitäne von AIDA! Für Einige klingt das jetzt blöd, aber ich fand das total cool. Er konnte uns sehr viele Insider Infos geben und hat schon in sehr hohen Positionen bei AIDA gearbeitet, was das Training nochmal um einiges spannender gemacht hat (wenn das überhaupt noch möglich war 👀).
Der Praktische Teil am Mittwoch war eher kurz: Wir mussten die sogenannte Embarkation Ladder (Einschiffungsleiter) bis zur Hälfte hoch, und dann wieder runter klettern.
Ansonsten haben wir viel über Crowd Management gelernt und einmal alle Notfallsignale und Aktionen anhand von unseren zugewiesenen Manning Numbern und Aufgaben theoretisch durchgesprochen.
Am Abend habe ich mir mit den Beiden aus meinem Zimmer das Levante Haus angeschaut und wir haben leckere Bowls gegessen. Danach sind wir aufs Zimmer gegangen, haben uns eine Geschichte überlegt, anhand von der wir uns das NATO-Alphabet gut merken können und dazu ein lustiges Video gedreht. Eigentlich wollten wir den ganzen Abend zum Lernen nutzen, wir haben aber komplett die Zeit vergessen und mussten dann Prioritäten setzen – aka: Bachelor gucken 😂.
Donnerstag:
Auch am Donnerstagmorgen ging es viel um das Thema Crowd Management. Direkt zum Tageseinstieg haben wir uns eine Dokumentation über den Untergang der Costa Concordia angeschaut. Wir konnten sehen, welche schwerwiegenden Fehler auf dem Schiff gemacht wurden und aus diesen lernen. Nach der Dokumentation war ich ehrlich gesagt ziemlich schlecht gelaunt, weil das Fehlverhalten des Kapitäns und der Brücke mich total wütend gemacht hat 😅. Ich hatte mich davor noch nie so richtig mit dem Thema auseinandergesetzt.
Der Tag ging weiter mit den Themen Security und Personal Survival Techniques. Nach dem Mittagessen haben wir über die bevorstehende praktische Übung im Pool geredet und dann ging es auch schon los ins gegenüberliegende Gebäude. Dort haben wir uns unsere Badesachen angezogen und einen weißen Overall und Schuhe dazu bekommen, um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten – im echten Notfall hat man ja schließlich auch keinen Bikini an.
Das erste was wir machen mussten, war über eine Leiter ins Wasser zu gehen und die sogenannte „Help Position“ einzunehmen; eine Position, die einen im kalten Wasser möglichst warm hält. Danach sind wir vom 2,5 Meter Brett mit Rettungswesten ins Wasser gesprungen, was zu meinem Erstaunen kaum wehgetan hat. Hätte ich nicht mitten im Sprung die Rettungsweste losgelassen, um meine Nase zuzuhalten, hätte es bestimmt gar nicht wehgetan 🤦🏼♀️.
Des Weiteren haben wir ein paar unterschiedliche Formationen geübt, sind auf eine Rettungsinsel geklettert und haben eine Helikopterrettung simuliert.
Eher ungeplant: Die „Herzchenformation“
Am Abend war ich mit einer von den Beiden aus meinem Zimmer Sushi essen und danach sind wir ins Hostel gegangen, um für den Test am Freitag zu lernen. Ihr könnt es euch schon denken: Wir mussten wieder Prioritäten setzen – Topmodel lief schließlich. Trotzdem haben wir uns in den Werbungen gegenseitig abgefragt und da wir eh die ganze Woche lang gut aufgepasst und mitgeschrieben haben, gab es auch nicht viel zu Lernen.
Freitag:
Am Freitag war es endlich so weit: Nach ein paar Stunden Theorie (diesmal ging es um die Umwelt und um „HESS„) und einem frühen Mittagessen haben wir einen richtigen Drill durchgeführt. Wir durften eine andere Gruppe (sie hatten nichts mit dem Basic Training zu tun) aus ihrem Klassenzimmer heraus in ein Rettungsboot evakuieren. Wir sind dabei vorgegangen, als wären wir wirklich auf dem Schiff: Es gab Durchsagen über Walkie Talkies, wir wurden in verschiedene Teams aufgeteilt (Evacuation, Stairway Guides, Assigned Stairway Guides, Special Needs Team, …) und es liefen echte Notfallsignale. Ich war im Passenger Muster Team eingeteilt, musste also dafür sorgen, dass alle vollständig auf der Musterstation sind, ihre Rettungswesten richtig tragen und geordnet und schnell ins Rettungsboot kommen.
Zuletzt haben wir noch einen Test geschrieben, auf welchen ich jetzt nicht genauer eingehen werde. Ich kann aber sagen: Wir haben alle bestanden 🥳.
Zur Feier des Tages sind wir nach einem kurzen Touri-Trip durch den Elbtunnel wieder in die Seemannsmission gefahren und haben dort ein wenig Hopfensaft getrunken 🍻.
Samstag:
An unserem letzten gemeinsamen Tag stand der Erste Hilfe Kurs an. Da ich vor einigen Wochen erst einen gemacht hatte, habe ich erwartet, dass der Tag sehr langweilig wird. Das war aber überhaupt nicht der Fall. Wir haben einige nützliche Sachen gelernt, die sonst im Erste Hilfe Kurs nicht vorkommen und es hat auch wieder sehr viel Spaß gemacht.
Nach dem Kurs erhielten wir unsere Zertifikate für die Woche und mussten uns von den Ersten verabschieden. Da mein Zug erst um 20:00 Uhr fuhr, bin ich noch mit zwei Weiteren zu einer Kursteilnehmerin, die in Hamburg wohnt, nach Hause gefahren und wir haben dort noch geredet und die letzten Stunden zusammen genossen.
Als ich am Abend im Zug saß wusste ich garnicht, was ich fühlen soll: Ich war glücklich, dass ich so eine tolle Woche hatte und so tolle Menschen kennenlernen durfte; traurig, weil es schon vorbei war; empfand Vorfreude, weil ich einen kleinen Teil der Gruppe bei der Gastgeberschulung in zwei Wochen wieder treffen werde; war satt, weil ich so viel gegessen hatte; müde, weil ich so wenig geschlafen hatte und dachte mir „Oh Gott, in 20 Tagen geht es wirklich los“ 😱.
An alle, bei denen das Safety Training in nächster Zeit ansteht:
Freut euch darauf! Es wird eine sehr schöne und intensive Zeit und es gibt meiner Meinung nach keine bessere Vorbereitung auf die Zeit an Bord.
Danke, dass ihr diesen (unendlich langen) Blogbeitrag gelesen habt! Wenn ihr noch Fragen habt (was eigentlich unmöglich ist, so viel wie ich geschrieben habe 😂), dann schreibt mir gerne einen Kommentar, eine Mail oder auf Instagram.
Das „lange“ Warten hat ein Ende. Heute Vormittag habe ich endlich meine Vertragsunterlagen von AIDA bekommen. Es sind zwar erst 10 Tage seit dem Bewerbertag vergangen, diese 10 Tage kamen mir aber vor wie eine Ewigkeit. Am Montagmorgen haben die ersten Leute eine Email mit ihren voraussichtlichen Routen und Daten bekommen. Im Laufe des Tages erhielten also alle Ihre Emails, außer mir. Wer mich kennt kann sich schon denken, dass ich natürlich direkt Panik bekommen habe: Was ist, wenn meine Unterlagen nicht angekommen sind? Was ist, wenn ich zur Zeit einfach nicht gebraucht werde? Und, und, und.
Am Dienstag habe ich also direkt angerufen. Ich wurde von einer Nummer zur nächsten weitergeleitet und war nicht gerade erfolgreich. Gegen Mittag habe ich dann einen Rückruf bekommen, mit der Bestätigung für das Basic Safety Training in Hamburg und der Aussage, dass mein Vertrag in den nächsten 2-3 Werktagen ankommen wird.
Nachdem am Mittwochmorgen alle anderen schon ihre Verträge hatten, habe ich noch einmal angerufen und zumindest schon mal das voraussichtliche Datum erfahren.
Nachdem ich also 10 Tage lang rund um die Uhr bei meinen Emails auf „Neue Mails empfangen“ geklickt habe, kam heute Vormittag endlich der Vertrag. Im Nachhinein ging das alles echt schnell aber in dem Moment hat es sich angefühlt wie Monate. 😂
Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin schon in 5 Wochen an Bord!
Am 21. März steige ich in Gran Canaria auf die AIDAnova auf. Dort werde ich für zwei Wochen die Kanaren Tour fahren (welche ich im Januar noch als Gast gefahren bin), von dort aus nach Barcelona und ab dann findet ihr mich ich bis zum 18. Juli im Mittelmeer.
Am Anfang hatte ich mir immer gewünscht, dass ich auf ein kleines Schiff komme und nicht direkt auf das sechstgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt. 🙈 Von den meisten Crewmitgliedern hört man aber, dass es auf den großen Schiffen am meisten Spaß macht zu Arbeiten. Ich freue mich also schon sehr auf das Schiff, die Route und vor allem auf das Wetter. ☀️
Eine weitere Sache, auf die ich mich sehr freue ist, dass ich schon drei Leute kenne, die auch auf der Nova arbeiten werden. Ein Mädchen vom Bewerbertag steigt eine Woche nach mir auf und bleibt meine gesamte Reise über mit an Bord. Ab Mai kommt für einen Monat eine Bekannte dazu, die ich mal im Urlaub auf dem Schiff kennengelernt habe und die jetzt Kids und Teens Betreuerin ist. Und dann kommt in meinen letzten zwei Wochen noch ein Crewmitglied aus dem Restaurant dazu, den ich seit meiner Karibik Tour vor drei Jahren kenne.
Kommen wir zur Überraschung:
Ich habe ja schon im letzten Beitrag berichtet, dass ich einen etwas anderen Job bekommen habe als den, für den ich mich beworben hatte. Das hat sich jetzt nochmal geändert und ich bin nun Gastgeberin. Das heißt: keine Kids Disco, Piratenabenteuer und Pyjama Movie Nights mit den Kleinen, sondern Shuffleboard, Volleyball und interaktive Quizze mit den Großen. Zuerst war ich ein wenig irritiert, da das ja schon ein komplett anderer Job ist, mittlerweile freue ich mich aber total darauf und möchte schon gar nicht mehr zurück tauschen. Ich bin sehr gespannt, was ich auf dieser Reise alles erleben werde und freue mich schon riesig auf die Herausforderung.
Was muss ich nun noch alles erledigen?
Die nächsten Wochen werden auf jeden Fall sehr intensiv für mich. Zuerst muss ich mich um alles Vertragliche kümmern und meine Onboarding Checkliste durcharbeiten. Die zweijährigeSeediensttauglichkeitsuntersuchung habe ich gestern schon gemacht und bestanden. Als nächstes steht für mich das Basic Training for Service Personnel in Hamburg an. Dieses werde ich vom 24.02. bis zum 29.02 mit zwei weiteren sehr netten Mädels vom Bewerbertag zusammen machen. ☺️ Zusätzlich muss ich noch einige Online Kurse belegen. Vom 18.03. bis zum 20.03. bin ich dann wieder in Hamburg und mache eine Gastgeber Neuaufsteigerschulung. Irgendwann dazwischen muss ich noch die Italienische Aufstiegsuntersuchung absolvieren und dann geht es am 21.03. auch schon los.
Es kommt eine sehr, sehr aufregende Zeit auf mich zu und ich kann es kaum erwarten, euch von allem was ich so erlebe zu berichten.