⚓️ Ahoi AIDAaura, Adios Job als Gastgeber

⚓️ Ahoi AIDAaura, Adios Job als Gastgeber

Und ahoi ihr Lieben!

Ich denke, ich muss gar nicht mehr erwähnen, dass es lange her ist, seit ich mich das letzte mal hier gemeldet habe. Diesmal habe ich aber so einiges zu erzählen. So viel sogar, dass ich mich dazu entschieden habe, es in mehrere (trotzdem noch viel zu lange ) Beiträge aufzuteilen, die alle in nächster Zeit online kommen (oder auch nicht, ihr kennt mich ja mittlerweile 😂).

Wie ihr es in der Überschrift gelesen habt, bin ich seit vier Tagen an Bord von AIDAaura. Für mich eine komplette Umstellung, da ich bisher nur auf Sphinx-Klasse Schiffen gefahren bin und auf einmal bin ich auf dem kleinsten Schiff der Flotte. Der Crew Bereich ist etwas komplizierter – oder vielleicht auch nicht, auf jeden Fall ist er anders und daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Auch an Kleinigkeiten, wie dass es hier kein Theatrium gibt sondern ein Theater und dass sich das meiste auf Deck 8 bis 10 abspielt, muss ich mich noch einstellen. Die größte Umstellung hat allerdings nichts mit dem Schiff zu tun, sondern mit meinem Job. Denn seit einigen Monaten fahre ich nicht mehr als Gastgeber, sondern als „RedBo“, also Redakteur Bordkommunikation. Wie es dazu kam, was meine neuen Aufgaben und die größten Herausforderungen sind und warum derselbe Job jetzt auf dem kleinen Schiff nochmal ein ganz anderer ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Viel Spaß beim Lesen 😉.

Neuer Job von heute auf morgen

Schon seit einer etwas längeren Zeit hatte ich darüber nachgedacht, mir mal andere Bereiche an Bord anzusehen. Anfangs war der Job als Gastgeber das Beste was mir passieren konnte, weil mein Selbstbewusstsein dadurch vergrößert wurde und ich offener geworden und mehr aus mir herausgekommen bin. Doch nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich mit dem Job nicht mehr so zufrieden war. Das Moderieren hat mir immer noch total Spaß gemacht und ist jetzt sogar etwas, was ich sehr vermisse. Alles drum herum allerdings nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch keine abgeschlossene Ausbildung habe und mir deshalb selbst den Druck gemacht habe, aber es hat mich immer mehr gestresst, dass ich abends im Bett liege und kein Produkt von meinem Tag habe. Ich konnte keine Verbesserungen an mir mehr erkennen, hatte nichts, was ich vorzeigen kann und habe mich geärgert, wenn meine Freunde zuhause Bilder von ihrem Bachelor gepostet haben und ich gerade Bingo spielen oder Shuffleboard Stäbe desinfizieren war. Ich wollte einfach etwas neues lernen und mir selbst beweisen, dass ich in etwas richtig gut werden kann. Also habe ich mir schon längere Zeit überlegt, dass ich gerne in den Beruf des Redakteurs reinschnuppern würde. Ich fand es total cool, die bordeigene Zeitung zu sehen und den Gedanken, dass es eine einzige Person gibt, die diese Tag für Tag schreibt, gestaltet und druckt. Natürlich wusste ich nicht annähernd, wie das alles funktioniert und was der Job noch alles umfasst. Aber ich wollte es unbedingt wissen. Und das habe ich auch einigen Leuten erzählt. Und, ohne jetzt zu weit ins Detail zu gehen, irgendwann reihten sich unendlich viele Zufälle aneinander und ein kleines Wunder geschah, indem es hieß: „Saskia, ab morgen kannst du mal im Print Office vorbei schauen und ein bisschen über die Schultern gucken“. Die derzeitige Redakteurin sollte dafür in den Bereich der Gastgeber reinschnuppern, allerdings im Kids Club. Plötzlich saß ich also hinter ihr am Schreibtisch, ließ mir den Job erklären und durfte sogar am ersten Tag schon alles selbst ausprobieren und mitmachen. So sollte es erstmal ein paar Tage lang gehen, damit wir beide unsere Traumjobs an Bord genauer kennenlernen dürfen und vielleicht irgendwann einmal dorthin wechseln können. Ich hätte aber niemals damit gerechnet, dass es am Ende so unglaublich schnell gehen würde. Einen Tag später wurde die Redakteurin krank und ich habe ihren Job für den Tag übernommen. Natürlich nicht alles, die Managerin für Bordkommunikation war schließlich noch da und hat tatkräftig unterstützt und mir sehr viel gezeigt und beigebracht. Nun ja, so kam es, dass ich von da an den Schreibtisch nie mehr verlassen habe und noch mitten in meinem Einsatz den Job mit der Redakteurin getauscht habe. Sie ist jetzt glücklich im Kids Club und ich bin glücklich am PC und besser hätte ich es mir niemals erträumen können.

Fasching ‘22 – mein letzter Abend als Gastgeberin

Was beinhaltet der Job als „RedBo“ alles?

Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: „ich kümmere mich um alles, was ausgedruckt wird“. Doch das beinhaltet tatsächlich mehr, als ich vorher dachte. Was jeder, der schonmal an Bord eines AIDA Schiffes war kennt, ist die AIDA Heute. Eine Zeitung, die täglich an jeder Gästekabine hängt die über den aktuellen Hafen, das Wetter, das Programm an Bord, Angebote, Aktionen und weiteres informiert. Auf AIDA selection Reisen gibt es zusätzlich noch eine doppelseitige Hafeninformation mit Sehenswürdigkeiten, einer Karte, Informationen über die Währung, Notfallnummern, Geschichte des Hafens und weiterem. Doch diese zwei Dinge sind nicht das einzige, was an Bord gedruckt wird. Es geht von Kleinigkeiten wie Wegweiser, Schilder und Werbeplakate über die Restaurant- und Barkarten, Aufzugwerbung, Öffnungszeiten für alle Bereiche, Quizzettel, Kabinenbriefe, Wasser-Bestelllisten und noch vieles weiteres. Zudem läuft man gelegentlich alle öffentlichen Orte an Bord ab und schaut, ob alles gedruckte im offiziellen Format ist, also dass sich niemand einfach selbst ein Schild gebastelt hat oder ein veraltetes Layout nutzt, ob alles ordentlich aussieht und noch irgendwo etwas fehlt. Als Redakteur war ich aber auch wie vorhin schon erwähnt nicht für alles allein zuständig, sondern hatte neben mir im Büro noch einen Manager sitzen. Dieser war einfach formuliert für alles digitale zuständig und natürlich dafür, dass ich meinen Job richtig mache 😋. Der Manager kümmert sich unter anderem um das Bordportal, das Programm auf den Fernsehern und Displays im öffentlichen Bereich, Filme und mehr.

“RedBo-Fail” Nr. 1: wenn die Faltmaschine mal kaputt ist muss man eben nachts 1000 Flyer von Hand falten
“RedBo-Fail Nr. 2: und wenn man beim drucken nicht auf die Reihenfolge achtet darf man mehrere tausend Zettel neu sortieren

Ich hatte auf AIDAmar das große Glück, dass ich meine Managerin schon aus vorherigen Einsätzen kannte und mich super mit ihr verstanden habe. Wir haben jeden Tag zu zweit in einem kleinen Büro „aufeinander gesessen“ und uns super gut verstanden, viel gelacht und geredet und hatten eine tolle Zeit zusammen. Auch mittags mal ne Tasse Kaffee, ein gemeinsamer Landgang, ein schickes Abendessen im Steakhouse und im Gourmet-Restaurant oder einfach ein Getränk nach dem Feierabend waren natürlich dabei.

Wir waren am Ende sowohl beruflich als auch privat einfach ein super eingespieltes Team und ich gebe zu, dass meine Messlatte für zukünftige Teams jetzt sehr hoch hängt 😋. Alles in allem hatte ich also den perfekten Start in diesen neuen Job und habe meine Energie und vor allem den Spaß am arbeiten an Bord wieder gewonnen – und vielleicht mehr als je zuvor.

schlimme Situationen mit Humor nehmen können wir jetzt

Neuer Einsatz – wieder ein neuer Job?

Wie ihr am Anfang schon erfahren habt, bin ich nun seit einigen Tagen an Bord von AIDAaura. Die meisten von euch wissen bestimmt, dass dies jetzt das kleinste Schiff unserer Flotte ist. Und kleines Schiff heißt dementsprechend auch weniger Crew. In meinem Fall fällt hier also der Manager weg. Das bedeutet, ich bin hier an Bord für alles gedruckte und zusätzlich alles digitale zuständig und habe keinen Vorgesetzten in dem Sinne, der überprüft ob ich alles richtig mache und die Verantwortung für mich übernimmt. Es ist ein total komisches Gefühl. Die meiste Zeit weiß niemand wo ich bin und was ich mache und es interessiert irgendwie auch keinen solange ich alle Deadlines einhalte😂. So kommt es mir zumindest vor. Gerade stecke ich also mitten in der Übergabe und bekomme alle neuen Dinge erklärt. In den nächsten Tagen muss ich erstmal das Schiff, die Leute und den Job kennenlernen und es warten noch viele Veränderungen und Herausforderungen auf mich. Ich freue mich aber sehr darauf und werde euch irgendwann von allem berichten.

Sea you soon,

Eure Saskia

⚓️ Die erste Reise ist vorbei

⚓️ Die erste Reise ist vorbei

Ahoi ihr Lieben!

Gestern ist die erste Reise mit AIDAbella zuende gegangen und zu dem Anlass wollte ich mich nochmal bei euch melden.

Da das Internet hier nicht das allerschnellste ist werde ich versuchen, mich kurz zu fassen. 😋

Wir hatten eine sehr schöne Zeit und es war bisher für mich mit Abstand die beste Reise, seit ich bei AIDA arbeite. Die Gäste waren total gut gelaunt und haben sich ohne größere Vorfälle auf Anhieb an alle Regeln gehalten und sich teilweise sogar bedankt, wenn man sie an das Tragen der Maske erinnert hat. Für mich war das ein total komisches und neues Gefühl, da ich mir in meinem letzten Vertrag sämtliche Beleidigungen und Verspottungen anhören musste, bezüglich meines Jobs als “Masken Polizei”. Zudem durften wir viel mehr Programm anbieten als ich es gewohnt bin: Nicht mehr nur noch Dart und Shuffleboard, sondern auch Wikingerschach, Boccia, Volleyball, Spieletreffs, Aktiv Bingo, und und und. Dazu kamen tolle Abendveranstaltungen wie die White Night und das Silent Event, bei welchen sich das alles hier fast schon angefühlt hat, wie früher.

Das größte Highlight für mich ist aber, dass wir als Crew an Land gehen dürfen!! Nicht als geführte Gruppe mit Offizier und co, sondern eigenständig! Naja, am Anfang mussten wir noch eine sogenannte „bubble“ aus drei Personen bilden, FFP2 Masken tragen und uns an sehr viele Regeln halten aber das lag daran, dass es für die Transreise besondere Hygienemaßnahmen gab. Seit wir in Dubai sind dürfen wir das Schiff verlassen wie wir lustig sind (solange es mit der Arbeitszeit übereinstimmt, versteht sich 😁). Ich werde also hier gar nicht groß über die (niemals endenden) 11 Seetage oder meine tolle Boccia-Gruppe (die mir echt teilweise ans Herz gewachsen ist und gerne noch ein zwei Reisen hätte bleiben dürfen) berichten, sondern gebe euch ein paar Einblicke in die Länder und Häfen, die wir auf der Reise angefahren haben:

Valletta, Malta

In Valletta war ich zugegebenermaßen nicht an Land, da ich noch etwas skeptisch war bezüglich der 2 PCR Tests, die man als Crewmitglied nach einem Landgang machen musste. Aber trotzdem hab ich ein paar schöne Bilder von Bord aus geschossen:

Heraklion, Griechenland

In Heraklion bin ich also das erste Mal mit zwei Kolleginnen zusammen raus gegangen. Einen richtigen Plan hatten wir nicht, wir sind einfach in die Stadt gelaufen, haben ein paar schöne Fotos gemacht, lecker gegessen und getrunken und uns eine schöne Ruine angeschaut.

Rhodos, Griechenland

In Rhodos musste ich an Bord bleiben, da immer ein Viertel der Besatzung im Hafen auf dem Schiff bleiben muss, um im Falle eines Notfalls reagieren zu können. Dafür habe ich aber einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Ruine direkt neben unserem Schiff beobachtet!

Ein Seetag nach dem anderen

Auch wenn die Seetage nicht viele spektakuläre Landgänge zu bieten hatten, habe ich trotzdem ein paar sehr schöne Momemte festgehalten, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte 😋.

Abu Dhabi

In Abu Dhabi war ich sogar zwei mal an Land, allerdings das eine mal für den sogenannten „Face Check“ und PCR Test und danach zum Arbeiten im Terminal. Trotzdem waren es zwei sehr schöne Tage, vor allem, da wir direkt neben dem Louvre lagen, wo ich unbedingt noch einmal hin möchte ☺️.

Dubai

Und dann erreichten wir endlich Dubai! Es war ein unbeschreiblich schöner Moment, das erste Mal nach draußen zu schauen und die wunderschöne Skyline zu sehen. Ich war vor einigen Jahren schonmal in Dubai aber hatte scheinbar ziemlich viel vergessen, da ich mich anhand der Skyline überhaupt nicht orientieren konnte. Wo kam das Riesenrad auf einmal her und wo zum Teufel ist das Burj Khalifa?? Ich hab mich echt lange total blöd gefühlt, bis mir am Abend erklärt wurde, dass der komplette Teil der Stadt, neben dem wir liegen, in den letzten drei Jahren erst neu aufgebaut wurde!! Alle Gebäude, das Riesenrad, der Hafen waren vorher noch nicht da. Es ist super erstaunlich, zu beobachten wie sich diese Stadt entwickelt und ich freue mich total, sie in den nächsten Wochen noch ein wenig zu erkunden! Hier sind schonmal ein paar kleine Einblicke in meinen ersten Tag in Dubai:

Das wars auch schon mit der Transreise. 21 Tage, 1100 Gäste und viele schöne Erinnerungen. Es war total komisch, heute Abend über das Schiff zu laufen und so viele neue Gesichter zu erblicken aber ich freue mich schon sehr darauf, was meine letzten drei Wochen an Bord noch so mit sich bringen.

Ich hoffe ihr hattet Spaß am Lesen und ich konnte ein bisschen Sonne und Wärme über eure Bildschirme ins kalte Deutschland bringen 😋🥶. Wir schwitzen uns hier zu Tode und ich musste mir erstmal in der Dubai Mall zwei Kleider kaufen, damit ich etwas Luftigeres zum Tragen habe 🥵👗😁.

Bis zum nächsten Mal,

Alles Liebe,

Eure Saskia ❤️

⚓️ Wir waren zurück… und jetzt?

⚓️ Wir waren zurück… und jetzt?

Ahoi ihr Lieben!

Einige von euch werden bemerkt haben, dass es nach meinem letzten Blogeintrag plötzlich ganz still wurde. Ich wollte noch von meiner ersten Woche mit Gästen berichten und plötzlich kam nichts mehr. Das liegt nicht daran, dass ich keine Zeit oder kein Interesse mehr daran hatte, diesen Blog weiterzuführen, sondern daran, dass ich nicht wusste was ich schreiben soll/kann. Nun bin ich aber zurück und habe einiges zu erzählen:

First things first: die Woche mit Gästen!

Es war so eine schöne Woche und natürlich sagt eine Reise überhaupt nichts aus, aber ich habe einfach gemerkt, wie sehr ich diesen Job liebe. Natürlich gab es ein paar Gäste, denen das neue Konzept nicht passte, die keine Maske tragen oder sich im Theatrium nicht an die Seating-Regeln halten wollten. Aber für jeden dieser Gäste gab es fünf verständnisvolle, die uns unterstützt haben und einfach nur froh und dankbar waren, wieder an Bord sein zu dürfen. Und genau diese haben uns so viel Kraft gegeben. Ich habe solch ein positives Feedback erhalten und täglich so nette Unterhaltungen geführt, dass ich jeden Morgen aufs Neue froh war, als ich aus meiner Kabine raus ging und in den Gästebereich durfte. Die Zeit ging super schnell um (was ja grundsätzlich immer ein gutes Zeichen ist) und plötzlich war auch schon Weihnachten. Ich hatte mein schönes Gala-Outfit an, habe mir die Weihnachtsgala mit Staunen angeschaut und viele glückliche Gesichter gesehen.

Sowohl Gäste als auch Crew waren gut gelaunt und es war einfach ein toller Abend. Nachdem ich den Gästebereich verlassen habe, gab es im Crew Bereich etwas Glühwein, Weihnachtsmusik und gute Laune und ich war einfach nur glücklich. Und plötzlich ging das Internet aus.

In dem Moment machte ich mir nicht viel daraus, genoss weiterhin den Abend und ging glücklich zu Bett.

Am nächsten morgen war die Stimmung ein wenig komisch. Und es dauerte nicht lange, bis wir erfuhren, dass die nächste Reise nicht stattfinden würde. AIDAmar hatte IT Probleme und diese mussten erst einmal behoben werden, um den nächsten Gästen eine Sichere Reise mit hohen Standards zu gewährleisten.

Die Weihnachtsreise wurde selbstverständlich fortgesetzt und wir hatten noch schöne Tage mit den Gästen.

Bei der Verabschiedung der Gäste am letzten Tag war ich wirklich positiv überrascht. Ich hatte mit überwiegend Beschwerden gerechnet (vielleicht weil ich manchmal ein kleiner Pessimist bin), aber das Gegenteil passierte. Natürlich gibt es einzelne Ausnahmen, doch die meisten unserer Gäste verabschiedeten sich mit einem Lächeln, bedankten sich für die gelungene Reise und wünschten uns alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit. Anstatt dass sich die absteigenden Gäste über fehlendes Internet oder möglicherweise längere Wartezeiten vor den Restaurants aufgrund der Papierlisten beschwerten, tat es ihnen leid für uns, dass wir wieder ohne Gäste weiter schippern müssen. Und genau das hat mich in der Meinung bestärkt, dass ich bei genau der richtigen Reederei, mit der besten Crew und den tollsten Gästen gelandet bin 🙈.

Was ist seitdem geschehen?

Der treue Blogleser (hallo Mama😋) weiß, dass ich ein großer Fan von Unterüberschriften und Aufzählungen bin, so here we go:

Die erste Woche ohne Gäste

Die erste Woche ohne Gäste war… komisch. Irgendwie back to normal, weil ich es ja nicht anders kennengelernt habe, aber die Stimmung war bedrückt. Gerade hatten wir unser großes Ziel erreicht und es ging viel zu schnell vorbei. Es herrschte auch eine ziemliche Ungewissheit; wie lange werden diese IT Probleme andauern, wann sehen wir die nächsten Gäste, wird eventuell sogar Corona uns nochmal einen Strich durch die Rechnung ziehen?

Dennoch haben wir alle das Beste aus der ersten Woche gemacht und hatten eine schöne Zeit zusammen. Wir durften abends wieder in der Beach Bar sitzen und Musik hören, wir haben mit den Gastgebern gemeinsam gewichtelt, durften das (eigentlich für die Gäste geplante) Silvester Menü im Buffalo Steakhouse essen und sogar nochmal im Rahmen einer geführten Crew-Tour an Land gehen. Und dann kam auch schon Silvester.

Silvester

Der wohl meist ersehnte Tag im Jahr 2020. Wir alle wussten, dass sich nicht innerhalb einer Nacht alles zum Besseren wenden würde, trotzdem war glaube ich jeder froh, als sich um Mitternacht die Zahl 2020 auflöste und zu einer 2021 wurde.

Wir alle hatten uns zwar erhofft, das neue Jahr gemeinsam mit Gästen zu starten, trotzdem war es natürlich auch schön, das Schiff für uns zu haben, schöne Musik zu hören, gemeinsam den Countdown zu rufen und das wunderschöne Feuerwerk an Land zu betrachten.

Wir trugen Gala-Outfits, es lief gute Musik, das Pooldeck wurde mit Lichterketten geschmückt und es gab lecker Currywurst (Entwarnung: mein komplett weißes Outfit hat keine Currysoße abbekommen!). Um Mitternacht haben die Jüngste und die Älteste Person an Bord gemeinsam auf der Bühne die Glocke geläutet. Und schon war 2020 vorbei.

Reiseabsagen

Leider hielt auch das neue Jahr keine allzu Guten Nachrichten für uns bereit. Kaum hatte 2021 begonnen, erfuhren wir, dass alle Reisen bis zum 6. März abgesagt werden mussten. Diesmal erneut aufgrund der Corona Situation. Die Neuigkeiten schockierten die meisten von uns, da es sich diesmal nicht um ein oder zwei Wochen, sondern um zwei Monate handelte. Für mich bedeutet das: keine Gäste mehr in diesem Vertrag… ich steige Mitte Februar ab und habe innerhalb von 4 Monaten nur eine Woche lang mit Gästen gearbeitet. Natürlich war ich dann einige Tage einfach nur traurig, enttäuscht und überfordert. Was mache ich dann jetzt noch hier ?

Zurück in den Gästebereich

Schnell ging jedoch der alte Alltag wieder los. Wir durften wieder in den Pool, in die Gäste Restaurants und Bars und boten wieder Aktionen wie Dart und Shuffleboard für die Crew an. Um alle bei Laune zu halten kam sogar noch einiges dazu, wie zum Beispiel ein Crew meets Band Konzert bei welchem die Crewmitglieder ihr Gesangstalent unter Beweis stellen konnten. Zudem wurde ein bisschen Bespaßung auf dem Pooldeck gefordert, deshalb moderiere ich gemeinsam mit Päddy seit Anfang des Jahres zweimal die Woche das Crew Radio. Jeden Mittwoch und Sonntag spielen wir eine Stunde lang Musik, erzählen Funfacts und Crew News, laden uns Interview Gäste ein und spielen Spiele. Zudem gibt es jeden Montag den Movie Monday, bei welchem um 20:15 ein zuvor gewählter Film auf dem Pooldeck gezeigt wird. So wird also die Crew in dieser Zeit bei Laune gehalten.

Das für mich größte Event was in dieser Zeit stattfand war der Bodybuilding Wettbewerb „Mr. AIDAmar“. Acht Männer durften auf der Bühne innerhalb von 3 Runden ihre Muskeln präsentieren und zeigen, was sie im Köpfchen haben und der Gewinner wurde zu „Mr. AIDAmar“ ernannt. Ich durfte dieses Event gemeinsam mit David auf englisch moderieren und es hat super viel Spaß gemacht. Das war meine erste wirklich große Moderation auf der Bühne mit vielen Zuschauern und ich habe tatsächlich ausschließlich positives Feedback erhalten, was mich total glücklich und stolz gemacht hat. Auch wenn die Zeit ohne Gäste manchmal echt trist erschien, werde ich die Dinge die ich erlebt habe nie vergessen und ich bin super dankbar dafür, dass ich ein Teil davon sein durfte.

Heartbreaking goodbyes

Kommen wir zu dem Tag, der mich in den letzten Wochen am meisten beschäftigt hat. Ich wusste es schon sehr früh, trotzdem hat es mich lange belastet, dass die Menschen, mit denen ich mich hier an Bord am besten verstehe, einen Monat vor mir absteigen. Und so schlich sich der 23.1.2021 langsam an. Dadurch, dass keine Gäste hier waren habe ich sehr viel Zeit mit einigen Menschen hier an Bord verbracht und als ich sie am Samstagmorgen mit dem kleinen Boot habe wegfahren sehen, konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. Ich hatte mich so an den Umgang mit diesen Menschen gewöhnt, dass ich plötzlich gar nicht mehr wusste was ich überhaupt noch hier an Bord machen soll wenn sie nicht mehr da sind. Natürlich habe ich mich auch schnell wieder an die neue Situation angepasst und laufe jetzt nicht den ganzen Tag alleine rum, dennoch vermisse ich einfach meine Leute, unsere Gesprächsthemen und Witze.

Wer mich gut kennt weiß, dass ich ein Gewohnheitsmensch bin wenn es um sowas geht und dass ich mit Abschieden gar nicht klar komme. Ich denke, das werde ich im Laufe der nächsten Verträge wohl oder übel lernen müssen, aber bis dahin möchte ich gerne noch ein bisschen jammern und sagen: Ich vermisse euch!!

Unser Team hat sich innerhalb kürzester Zeit halbiert und es steigen mittlerweile täglich neue Leute ab. Auch unser Entertainment Manager und der Entertainment Office Manager, sowie die Show Managerin sind abgestiegen und wenn ich morgens zum Fieber messen ins Entertainment Office gehe, vermisse ich die Menschen, die auf den nun leeren Stühlen sitzen sollten.

Man merkt also langsam, dass das Schiff leer wird. Es sollen zwar neue Leute aufsteigen, aber bis das der Fall ist bin auch ich abgestiegen und ich werde erstmal keine prall gefüllte AIDAmar mehr zu Gesicht bekommen.

Endspurt

Wie bereits gesagt, auch meine Zeit hier an Bord neigt sich dem Ende zu. Ich habe so viel gelernt, bin so über mich hinaus gewachsen und hab mich so sehr verändert. Ich bin so unendlich dankbar für die Zeit hier und werde das Schiff in einigen Wochen mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Einsatz an Bord eines AIDA Schiffs und für mich kann es nicht schnell genug losgehen. Am liebsten würde ich zuhause ankommen, meine Koffer umpacken (ich bin nämlich auch was das Packen angeht ein wenig schlauer geworden) und direkt wieder losfliegen.

Bis dahin genieße ich aber die Zeit hier an Bord, die Sonne, die Musik, das Essen und die Menschen und bin jeden Tag dankbarer, dass ich hier sein darf.

Alles Liebe,

Saskia ♥️

⚓️ We are back!

⚓️ We are back!

Ahoy!

I wrote the German version of this the week before Christmas and I’m just now posting the english one for the completeness of this blog. A lot has changed ever since but I’ll tell you about that in the next post.

We have guests! I usually start my blogposts by saying „Ahoy“, but this time I was just too excited! I’ve been on board of this ship for 67 days now and I’ve been waiting so long to say this: we. have. guests!

Real guests!!!! I still can’t believe it.

The last 67 days have been a rollercoaster of emotions. I’ve experienced so many new and exciting things, got to know so many people, discovered talents in myself and learned things about myself that I would never have thought possible. Who would have thought, for example, that you could put me on stage with a microphone and that words would actually come out in the end? And I even enjoy it! I’ve eaten so many delicious dishes, drank drinks, listened to great music, seen shows, played games, just lived. In the midst of a pandemic, our AIDAmar was a safe place. Of course we adhered to all the rules and restrictions on board, kept our distance and wore masks, but the whole Covid-19 story was somehow further away from us. Two weeks ago I had the chance to go ashore for a day in Tenerife (in a guided crew tour). Of course, I did it straight away and endlessly enjoyed walking more than 100 meters, feeling new ground under my feet, smelling new smells and hearing noises again. Nevertheless, after 2 hours ashore I was somehow totally happy to be „home“ again. And I think that describes my life here on board quite well. I feel so safe here, I’ve arrived, AIDAmar has become my home. But one thing was missing from my home for the last 67 days: guests.

I was there three times when planned cruises had to be canceled and by now I had already prepared myself for the fact that our Christmas trip would also be canceled. Every time the captain came on stage and talked to the crew, I thought, „here it comes! Now they are canceling“. But it didn’t happen that way. It didn’t happen two weeks ago, not a week, not three days ago. Not the day before yesterday. The night before yesterday I laid in my bed and thought „Wait a minute .. now nobody can cancel! It’s actually happening! „

And suddenly everything went so much faster than planned. Final preparations, meetings, trainings, and suddenly the time had come. December 20th came and I was allowed to leave the ship to check in the guests in the harbor. Even at the check-in counter, we all joked that we only believe it when the first guest is on board. And suddenly this very person entered the terminal! We all applauded and suddenly it was real! Our home, which we have cleaned, cared for, prepared and learned to love over the last few months, has finally been filled with life today!

I couldn’t hide my glow all day. I was allowed to greet guests, check in and give them their boarding passes and in the evening in the Theatrium I was allowed to seat the prime time, where I was able to talk to a few people again. And then I watched the departure from the crew area on deck 5 and realized: we are really starting our first voyage!

Tomorrow morning I have a pool duty, where I take care of the physical distance and compliance with the hygiene rules, at noon I can check in the guests in front of the restaurants and then do arts and crafts with them at the creative meeting. Even if it doesn’t sound exciting, I look forward to each and every one of these tasks. I am looking forward to seeing new faces, experiencing new things and going on my very first trip with guests! This is what I have been working towards all of last year and now I have reached my goal. It’s been a wonderful journey so far and I hope and think that it will be even more beautiful from now on!

I’m so looking forward to the week ahead.

I’m just so happy right now.

 I know this blog post had no system and no real core, but I just wanted to share my thoughts with you for the first time in a while. Thank you for reading this far and I look forward to telling you about my first trip soon ♥ ️

Until then, all the best and a Merry Christmas,

Sea you soon,

Saskia

⚓️ Ahoi ihr Lieben

⚓️ Ahoi ihr Lieben

Ich bin zurück 😋

Und ich nehme euch mit auf eine neue Reise. 

Mittlerweile bin ich 20 Jahre alt, habe mein Abitur gemacht und drei Semester lang Architektur in Darmstadt studiert. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich noch nicht bereit bin, meinen Anker zu werfen und noch ein bisschen um die Welt reisen möchte. Deshalb heißt es für mich bald: Leinen los!

Ich habe mich bei AIDA Cruises als Kids und Teens Trainee beworben und gestern meine Zusage bekommen.

Da mein Blog über mein Auslandsjahr in Amerika vor einigen Jahren so gut bei euch angekommen ist, möchte ich hiermit gerne in Runde 2 starten und euch auf mein Abenteuer AIDA mitnehmen. 

Ich freue mich, hiermit meine Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten und eventuelle AIDA-Interessierte über das Leben und Arbeiten an Bord informieren zu können.

Sea you soon, 

Eure Saskia ⚓️ ♥️